Nikolaus

nikolausManche Leute tun sich schwer, Ausländer zu akzeptieren … Den Bischof Nikolaus hat man jedoch weitestgehend integriert, so weit, dass er zumal mit einer fiktiven Werbefigur verwechselt wird, welche an Weihnachten mit bauschigem Bart und fettem Bauch auftritt und meint er sei der „Santa Claus“ – also der Hl. Nikolaus.

Der Bischof Nikolaus ist aber gut zu erkennen an seiner Mitra und dem Bischofsstab. Oftmals ist er jedoch mit einem roten Messgewand abgebildet, welches zur Verwechslungsgefahr sehr stark beiträgt. Ich bin mir aber sicher, dass er auch in diesem Jahr wieder nach Deutschland einreisen wird, auch ohne Aufenthaltsgenehmigung. Schaut doch mal in die Stiefel, die ihr vor die Tür gestellt habt. Vielleicht war er ja schon da.

Advent oder Vorweihnachtszeit?

Die Zeit – sie geht dahin. Man dreht sich nur einmal um … und schon ist es wieder Weihnachten. War doch gefühlt erst gestern. Und wieder der ganze Stress mit den Geschenken, der buckligen Verwandtschaft, nervenden Kindern, die noch an den Weihnachtsmann glauben, den uns eine allzu bekannte Limonadenfabrik aus den USA kreiert hat.

Überhaupt immer diese nervigen amerikanischen Bräuche: als wäre Thanksgiving ein deutsches Fest. Wer kommt auf die Idee Erntedank mitten im Winter zu feiern? Cybermonday und -week und Black Friday … Alle regen sich auf, wenn eine religiöse Gruppe Ramadan oder Chanukka feiert, aber keiner über diesen amerikanischen Weichspülerkram. Die Amis glauben auch daran, dass die Deutschen sich gurkenförmige Christbaumkugeln an den Weihnachtsbaum hängen. Na dann! Viel Spass mit den Adventskalendern: Heute erstes Türchen öffnen! Und denkt dran: Es gibt keinen Vorweihnachtskalender!!!

First Lady Michelle Obama Carpool Karaoke

Da muss ich doch noch einen neuen Beitrag anfangen. Das wird es wohl unter Trump so nicht geben:

Obama Soul

In den letzten Tagen herrschte in Athen und Berlin Ausnahmezustand: Barack Obama war als scheidender US-Präsident auf Goodwilltour durch Europa. Griechenland – das Ursprungsland der Demokratie – bedachte er mit einer bemerkenswerten Rede. Sein „Vermächtnis“ sollte auch gleichzeitig als Rechtfertigung der Wahl Trumps zum neuen Präsidenten der USA dienen. Obama wollte den Europäern sagen: Auch mit Trump geht die Demokratie in Amerika nicht den Bach herunter. Und in Berlin bekräftigte er noch einmal, dass die USA zu ihren Bündnispflichten stehen müsse.

Naja, wir werden sehen. Im Gegensatz zu Idiocracy bin ich mir eben nicht so sicher, ob die Verwantwortlichen in den USA sich bewusst sind, dass sie einen dummen Fehler gemacht haben.

Für meinen Teil war er ein guter Präsident; der erste Schwarze im Weissen Haus; ein authentischer Mensch wie auch seine Familie, der die Türen offen gehalten hat. Trump hingegen ist – das ist leider keine griechische Mythologie – ein Janus-Kopf. Weisser Mann spricht mit gespaltener Zunge.

Und auch wenn ich Halloween nicht mag: Hier noch zwei wirklich coole Auftritte im Weissen Haus. POTUS – war mir auch neu, dass das eine so geläufige Abkürzung ist, daß sie schon die kleine Kinder kennen: President Of The United States.

Albertus Magnus: Religion und Wissenschaft

Am 15. November gedenkt der katholische Heiligenkalender des Hl. Bischofs und Kirchenlehrers Albertus Magnus. Er wird insbesondere von Theologiestudenten gefeiert. Albert der Große ist Patron der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. Daher wird sein Tag seit langem schon besonders durch Gottesdienst und Festakademie und studentischen Aktionen besonders begangen. Die neue Homepage der Fakultät verschweigt uns allerdings dieses Fest auf den ersten Blick. Man muss schon sehr genau hinsehen. Erst unter dem Link „Nächste Veranstaltungen“ erlangt man nähere Informationen.

Albertus Magnus war nicht nur ein hervorragender Theologe, sondern auch Naturwissenschaftler. Als „doctor universalis“ steht er dafür, dass Glaube und Wissenschaft durchaus zusammen gehen können. Zeitlebens blieb er ein frommer Mensch und eifriger Beter. Er sollte auch heute ein Vorbild eines jeden Wissenschaftlers sein auf der Suche nach Wahrheit und Klarheit.

Not my President

Wütende Proteste entladen sich nach der wohl aggressivsten und vernunft-freiesten Präsidentenwahl der jüngsten Vergangenheit in den USA. Auf der anderen Seite hört man immer wieder von Übergriffen seitens der Trump-Anhänger, die sich seine rassistischen und frauenfeindlichen Äußerungen im Wahlkampf auf ihre persönlichen USA-Fahnen geschrieben haben.

Trump ist nun wirklich nicht mein Präsident, zumal er Amerikaner und kein Deutscher ist. Aber sein Aufstieg trägt bei weitem faschistoide Züge. 1932 kam ein Hitler mit ähnlichen Parolen und Wahlversprechen an die Macht. Das dürfen wir nicht vergessen. Aber was nutzt das schon: Wir müssen solche Tendenzen auch verhindern:

Wehret des Anfängen!!!

Denn wie konnte Hitler seine Wahlversprechen wahr machen? Er zettelte einen Krieg an, der Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Rasse und Religion das Leben kostete, Millionen Familien zerstörte und Millionen Menschen, auch die, die nichts mit diesem Zweiten Weltkrieg je zu tun hatten und haben werden, traumatisiert. Den Deutschen hat er das Nationalbewusstsein gegeben und durch die Folgen des Krieges auf unabsehbare Zeit genommen, das sie aber eh nicht hatten in ihrem bis dahin kleinstaatlichen Denken. (Btw.: Nicht einmal die Rechtschreibkontrolle kennt den Begriff: kleinstaatlich)

Aber schon wird abgewiegelt. Wie ich heute aus dem Fernsehen erfahren muss, hat man die markantesten Wahlversprechen Trumps von seiner Homepage gelöscht. Und ich habe etwas auf seiner Seite gestöbert: Da ist keine Rede mehr von einer Mauer gegen Mexiko. Auch andere Wahlversprecher sind verschwunden (oder sicher versteckt).

The Show must go on. Aber wohin? Das ist die Frage? Trump entpuppt sich als Lügner. Das Märchen „Pinocchio“ muss ganz neu geschrieben werden. Und: „wer einmal lügt …“, der wird es immer wieder tun. Welche Leichen hat Trump noch so im Keller, die – im Gegensatz zu seiner so beschimpften und verleumdeten Kontrahentin – im Wahlkampf nicht ans Licht der Öffentlichkeit geschwemmt oder gezielt gezerrt wurden?

Manch einer mag ja begeistert sein, über das Gespräch mit Präsident Obama. Das Gruselkabinett, das sich als mögliche Regierungsriege forciert, lässt Schlimmes erahnen. Die Simpsons haben es ja schon immer gewusst:

Das war vor knapp 16 Jahren!!! Wie kann man die Rolltreppenscene so voraussagen, wie sie im Wahlkampf tatsächlich stattgefunden hat. Mysteriös (Vorsicht Ironie)! Und hier noch ein jüngeres Voting der Simpsons (nicht das letzte: In Staffel 28 taucht sogar Putin als verkappter Trump-Wähler auf):

Einen schönen Beitrag findet man hier: Darum sagte der Simpsons-Autor Donald Trump als Präsidenten voraus.

Idiocracy ist ein Sciencefictionfilm aus dem Jahre 2006. Sollte sich die stupide Zukunftsprognose Mike Judges als Prophetie einer nicht allzu fernen Zukunft erweisen? Wie der Verfasser des folgenden Beitrags hoffe auch ich, dass die Menschheit sich stets ihrer Dummheit bewusst bleibt. Also letztendlich die Grundannahme des Films erhalten bleibt: Trotz einer dramatischen Entwicklung – ausgelöst durch eine eklatant steigende Geburtenzahl in den weniger gebildeten Bevölkerungsschichten im Vergleich zu den sinkenden Raten in den gebildeten Wohlstandsschichten – bleibt sich selbst der dümmste Präsident seiner Dummheit bewusst.

 

Neues Format

Die Nacht des Herrn erscheint ab sofort in einem neuen Design. Nachdem jetzt über ein Jahr Funkstille geherrscht hat, habe ich mich aus aktuellem Anlass entschlossen, neue Gedanken zu Gott und der Welt zu veröffentlichen. Frei nach dem Motto:

Es ist schon alles gesagt worden, aber noch nicht von jedem.

Ab in den Urlaub

… ab in den Sonnenschein … Was? Den haben wir doch auch hier zu genüge. 32 Grad Celsius (im Schatten wohlgemerkt). Noch knappe 38 Stunden dann geht’s los: auf die Autobahn. Hoffen wir, dass die Baustellen unfallfrei befahrbar sind. Denn die A7 einmal komplett von Norden nach Süden und weiter bis zu Reschenpass ist kein Vergnügen bei dieser Witterung. Auch wenn sonntags keine LKWs unterwegs sein sollten. Viele fahren nachts; aber das ist mir nichts. Nicht dass ich nachtblind wäre.

Und wie dringend brauche ich den Urlaub. Meine geliebten Berge … Ein Jahr mussten sie ohne mich auskommen. Quatsch … Natürlich umgekehrt … Diese Hitze … Mein Gehirn kocht … gleich gibt es Hirnsuppe …

Action Movie Kid Vol. 3

Und wieder spielt der Vater mit dem Sohn Star Wars & Co.

Heiss

Es ist Sommer. Für einen Tag und dann wird’s wieder April. Kein Scherz. Mein Kreislauf stellt sich aber nicht so schnell auf diesen JoJo-Sommer ein. Ich lechze nach Urlaub. Aber der ist noch nicht in Sicht, während andere Leute jetzt nach den RKW-Tagen in den Urlaub düsen, warten auf mich die nächsten Events: Schützen, Hochzeiten, Taufen und haste nicht gesehen sonste wer … Und eigentlich müsstest du mit der Priesterweihe auch noch die Gabe der Bilokation (an zwei Orten gleichzeitig zu sein) bekommen haben. Aber dem ist nicht so. Und wehe, es sagt mir noch einmal jemand den Spruch: „Nach Peter und Paul werden die Pfarrer faul“.🙂

Zeit

„Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich’s, will ich’s aber einem Fragenden erklären, weiß ich’s nicht.“

– Augustinus, Confessiones lib. 11;

Parallele Realitäten

Gibt es denn so etwas? Da lebst du Jahre lang mit einem Menschen in einem Haus und musst plötzlich erkennen, dass dieser in einer anderen Welt lebt. Und es ist nicht nur ein goldener Käfig, es ist ein ganzes Universum, das er sich zurechtzimmern hat lassen.
Aber es ist müßig, sich in sein krankes Hirn einzugewöhnen. Nachher wird man noch genau so wie er. Sicher: Was die Zukunft bringt, kann man nie so eindeutig steuern oder voraussehen, aber man kann sich vor den Versuchungen fernhalten.

1. Versuchung: Alles dreht sich um mich. Ich bin der Mittelpunkt der Welt. Aus diesem Blickwinkel betrachte ich die Anderen und Alles, was geschieht. „Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ (Mt 4,5) Das hat auch Jesus abgelehnt, obwohl er Gottes Sohn ist.

2. Versuchung: Was ich sage, ist Gesetz. Ich bin hier der Chef und lasse das die Anderen auch spüren. Worte sind nur dazu da, dass ich sie mir zurechtbiege, ob sie nun falsch sind oder nicht. „Jesus aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,4) Damit macht er eindeutig klar, wer das Gesetz ist.

3. Versuchung: Erniedrigungen und Beleidigungen darf nur ich ausstoßen, denn ich bin zutiefst verletzt und gehe über Leichen. Ich bin ein moderner Mensch. In der kapitalistischen Welt von heute zählt nur, was man zählen kann und mein Ellenbogen. Und Satan sprach: “ Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.“ (Mt 4,9.10)