Urlaub adé

Die schönste Jahreszeit ist für manche der Karneval (Fasching), für mich aber der Urlaub. Dabei ebtspanne ich gern in den Bergen, den Alpen. Nun aber ist sie zu Ende, die schönste Jahreszeit und ich bin wieder in den Niederungen des Alltags angekommen. Und der Alltag hat heuer einen besonderen Kick: Corona. Auch im Urlaub war vieles wegen der Schutzmaßnahmen anders. Am meisten haben mich die gedankenlosen Menschen geärgert, die im Bus direkt neben mir sitzen wollten oder jene, die im Bus keine Maske getragen haben. Gedankenlos oder bewusst grob fahrlässig? Sicher tragen solche Menschen, die vor allem auf den Balearen oder in Kroatien regel- und zum Teil zügellose Parties gefeiert haben, zu einem erneuten Anstieg der Infizierten bei.

Das Schönste am Urlaub ist für mich, dass ich allein auf Wanderschaft gehe. Sicher auch ein hohes Risiko, das man vielleicht auch nicht eingehen sollte. Dennoch schätze ich das Risiko höher ein, in einem voll besetzten Bus oder einer Bar oder auf einer braun infizierten Anti-Demo an Covid 19 zu erkranken, als vom (trockenen) Steig abzurutschen und in den Abgrund zu stürzen. Du musst vor dem Berg Respekt haben und auch beim Wandern gewisse Regeln beachten. Das war schon immer so und das wird dir jeder Bergsteiger oder -führer sagen.

Drei Dinge sind besonders wichtig: Gute Ausrüstung, entsprechende Kondition und gute Tagesform. Man sollte nicht ins Hochgebirge gehen, wenn eine Schlechtwetterfront angekündigt ist. Und der Satz: „Ich zieh das jetzt durch, schließlich habe ich nur die paar Tage Urlaub im Jahr“ ist der schlechteste, den man aber immer wieder hören oder zumindest erahnen kann.

Und in den Niederungen des Alltags sind wie im Urlaub auch Schutzmaßnahmen notwendig. Wir sollten nicht auf die Gefährder hören und uns und unsere Mitmenschen weiterhin schützen.

Geniale Werbung für Alkoholismus?

… diese Werbung wird wohl im Kino so nicht mehr zu sehen sein. Geht es hier aber den Machern hintergründig nicht auch um etwas anderes?

Rocker im Kino. Der ganze Saal voll. Es läuft dein Lieblingsfilm. Und es sind nur noch zwei Plätze frei! Was tun?

Das ruft nach einem Carlsberger!

Kurzfilm: Surprise!

Oftmals habe ich in der Vergangenheit interessante Kurzfilme gefunden und hier veröffentlicht und z.T. rezensiert. So auch jetzt wieder in einer schlaflosen Sommernacht. Das erste Resumee: Surprise! aus dem Jahr 1995 s/w per Hand nachkoloriert! Rasante Wendungen, ohne Dialoge. Keep smiling!

Und hier eine Retrospektive: https://nachtdesherrn.wordpress.com/2014/05/03/kurzfilm-der-neue-zellengenosse/

Gott macht Urlaub

Ist denn das die Möglichkeit? Gott kann doch nicht einfach so Ferien machen? Was wird aus seiner Schöpfung, aus uns, und wohin will er denn in Urlaub fahren? Nirgendwo ist es doch so schön, wie auf unserer Erde, in unserer Galaxy, in unserem Universum!!!

Keine Angst! Gott ist dann nicht mal weg! Hoffe ich jedenfalls! Wenn durch Jesus Gott aber in besonderer Weise mit den Menschen verbunden ist, so bete ich jedoch dafür, dass er nicht gerade diese menschliche Eigenschaft ausleben muss: Urlaub von Gott zu machen. Das hiesse nämlich, dass Gott Urlaub vom Menschen machen könnte. Und was das bedeutet, möchte ich nicht wissen.

Also Leute: Macht Urlaub! Aber nicht ohne Gott! Und wenn am Sonntag eine Kirche in eurem Urlaubsort die Glocken laut leuten lässt, so nehmt das als Einladung und nicht als Ruhestörung.

Corona in den USA

„Die Dummheit des Menschen ist unfassbar.“ In Anlehnung an den 1. Artikel des Grundgesetzes Deutschlands nehme ich oftmals diesen Satz in den Mund. Als ich gerade den nachfolgenden Beitrag gesehen habe, musste ich wieder daran denken. Wie gut passt doch der Gedanke der Freiheit zur Dummheit des Menschen, in diesem Fall des Texaners, des dummen Amerikaners schlechthin.

Ich will nicht sagen, dass alle Amerikaner oder alle Bauern dumm sind, aber diese Rinderzüchter scheinen es ihrem Vieh gleichzutun. Oder sollten diese Dummköpfe vom Rinderwahn befallen sein? Und überhaupt scheint man Freiheit in Amerika mehr und mehr mit Anarchie zu verwechseln. Jeder Amerikaner ist frei und diese Freiheit soll nicht einmal vom Staat beschränkt werden!? Was ist das für ein Demokratieverständnis eines Landes, das so stolz auf seine Demokratie ist?

In einer Demokratie muss aber die Freiheit des Einzelnen zugunsten der Freiheit aller/vieler begrenzt werden: durch Gesetze. Aber das ist für viele schon Verschwörungstheorie. Und wenn dann doch wieder ein Terrorist in den wohlgepflegten Vorgarten kackt und das eigene Waffenarsenal zur Verteidigung nicht ausreicht, dann schreien doch alle wieder nach dem Staat und beschweren sich über die mangelnde Polizeipräsenz. Was für scheinheilige Presbyterianer! „In God we trust!“ Poor Amerika! Poor stupid people!

Bisher hatte ich das Gefühl: Wenn die Welt untergeht, dann zuerst in den USA! Das speiste sich bisher auch aus zahlreichen Filmen, die dieses Land ja selbst produziert und stolz mit Happy End in die Welt verbreitet. Nun muss ich sagen: Mein Gefühl verdichtet sich zur Gewissheit! Die Welt wird zuerst in den USA untergehen, und zwar in Texas!!! Ohne Happy End!

Fallzahlen in den U.S.A. (vgl. The New York Times)

Bitttage

Auch wenn die Bitttage zur Zeit der Eindämmung der Corona-Pandemie in den katholischen Landen nicht in gewohnter Weise begangen werden können, so sollen doch die Hl. Messen an diesen Tagen vor Christi Himmelfahrt den Charakter einer Bittmesse nicht verlieren.
Es ist eine alte Tradition die drei Tage vor Christi Himelfahrt als Bitttage mit Flurumgängen und Gottesdiensten zu begehen.

470 u. Z. hat der Bischof Mamertus (in Norddeutschland, Südfrankreich und -spanien auch als sog. „Eisheiliger“ bekannt) in Vienne (Gallien, heute Südfrankreich) erstmalig Bittprozessionen abgehalten, weil seine Heimatstadt von Erdbeben und Katastrophen in kürzester Abfolge heimgesucht wurde. Es waren auch damals schon 3 Prozessionen zur Abwendung von Gefahren und zur Erflehung göttlicher Hilfe. Die hierfür erstellten Litaneien und Bittgebete verbreiteten sich in ganz Gallien und Spanien. Die Allerheiligenlitanei, wie wir sie heute noch beten, war und ist Bestandteil dieser Bittgänge.

Warum aber Gott bitten? Wenn er allmächtig ist, weiß er doch schon, was uns fehlt, oder was wir benötigen. Das Evangelium weist uns aber eindeutig darauf hin: „Bittet, so wird Euch gegeben werden! Klopft an!“ – „Wo zwei oder drei in meinem Namen bitten…!“ – „Bittet, worum immer ihr bitten wollt!“ Und auch Jesus bittet den Vater um den „anderen Beistand“ – wie wir es im Evangelium heißt -, den „Geist der Wahrheit“, der die Liebe Gottes in der Welt präsent hält.

Gott um etwas bitten (meistens in Zeiten der Not aber auch sonst ganz hilfreich) heißt nichts anderes als: Sich Gott anvertrauen, alles, ja mein ganzes Leben in seine Hand zu legen.

Menschen, die wenig beten, richten ihre Bitten irgendwann in ihrem Leben doch an Gott, nämlich dann wenn sie in Not sind; einen großen Fehler gemacht haben oder vor schweren Prüfungen oder auch den Katastrophen unseres Lebens stehen. „Lieber Gott, bitte, bitte mach, dass doch das und das eintrifft (oder im anderen Falle eben nicht eintrifft)…“

Gott kann es erfüllen und wird es in seiner Gnade auch erfüllen . Und dieses Vertrauen ist nichts anderes als der Ausdruck unseres Glaubens, der göttlichen Liebe und einer grenzenlosen Hoffnung.

Family Lockdown Boogie

Es ist schon ein verrückte Zeit. Viele Publikationen im geradezu explodierenden Internet versuchen mit dieser Ausnahmesituation auch auf humorvolle Art und Weise klarzukommen. Mit folgendem Video wünsche ich allen Lockdown Geplagten einen schönen 6. Ostersonntag:

Der SARS-Cov 2 Virus und die Verkalkung

Es ist eine Schande für die Kirche Jesu Christi, wie sich so manche alten zölibatären Männer äußern. Kardinal Müller (ehem. Präfekt der Glaubenskongregation und anerkannter Gegner Papst Franziskus‘) meint doch allen Ernstes, er habe sich gar nicht zum Thema Corona, Impfung und Weltverschwörung geäußert (siehe Domradio). Keine einzige Zeile stamme von ihm. 😉

Das mag zwar in der Sache korrekt sein, aber wenn ich etwas unterschreibe, dann stehe ich zu den Äußerungen, die ich da unterschreibe; und gebe damit auch kund, dass das Geschriebene meine Meinung darstellt. Wie können intelligente Menschen, die immerhin einen solchen Werdegang bis in die Spitzen der kirchlichen Macht über eine beachtliche theologische Laufbahn geschafft haben, einen solchen Verschwörungsunfug unterschreiben und in die Welt setzen.

Wenn man sich auf die Internetseite der Aktion begibt, wird man aufgefordert zu unterschreiben. Klickt man auf die Unterseite All signatories , so stellt man fest, dass anscheinend keiner unterzeichnet hat (sehr witzig: „Um die Privatsphäre der Unterzeichner zu gewährleisten und zum Schutz der Daten, ist die komplette Liste nicht mehr erreichbar.“).

Immerhin geben sich die Hauptübeltäter zu erkennen: Main signatories. Und es stellt sich wieder einmal heraus: Die mit der fortgeschrittensten Verkalkung stehen an oberster Stelle der Liste. Ein gutes deutsches Sprichwort sagt: „Alter schützt vor Torheit nicht“. Wer sich in solcher Weise äußert und dazu noch vehement den Fortschritt in Medizin und Wissenschaft leugnet, gleicht einem Kind, das die Augen sich verbindet und blindlings dem Führer der Lemminge anvertraut, der diese dem Abgrund entgegenführt, in den die Lemminge sich freudig hinabstürzen. Und nachher will es wieder keiner gewusst haben; und alle wollen sie nur Befehlen gefolgt sein. Die Schuld haben doch allein die Führer, die sich feige aus dem Leben geschlichen haben.

Also ihr lieben Christenmenschen: Finger weg von solchen populistischen, ultra-fundamentalischen Verschwörungstheorien und Fake-News, deren Grundlage die Worte des Versuchers Jesu sind (vgl. Mt 4,9.10). Wehret den Anfängen! Aber: Es sind schon lange keine Anfänge mehr. Schaue ich mir die Welt von heute an, so muss ich resümierend feststellen:
Ein Großteil der Welt wird von populistischen Diktatoren beherrscht, die der Demokratie schon nachhaltig geschadet haben durch Lügen, Intrigen und Fake-News und durch eine Pippi-Langstrumpf Mentalität: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir (Trump, Putin, Erdogan, Orban, Johnson, Jinping, Kim Jong-un, Bolsonaro, …) gefällt.“ Auch wenn ich dazu den Klimawandel, die Notwendigkeit von Impfungen und sämtliche wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten hundert Jahre leugnen muss.

Dornröschen erwacht

… aus ihrem langjährigen Schlaf. Eigentlich war es immer meine Absicht diesen Blog regelmäßig zu füttern. Und genug Stoff gibt es immer noch: Trump und die große und kleine Politik, Kirche und Christsein, Gedankensplitter und andere Texte. Aber mangels Feedback meiner Leser (wenn es sie denn gibt) hat sich mein innerer Schweinehund durchgesetzt. Also habe ich nichts weiter veröffentlicht und alles so in mich hinein gefressen.

Der Beginn der Österlichen Busszeit (Fastenzeit) scheint mit eine gute Gelegenheit zu sein, den Blog aufzuräumen und  – wenn es sich ausgeht – mit neuen Artikeln (Postings) zu bestücken. Vielleicht findet sich ja eine geneigte Leserschar, die auch einmal ein paar Kommentare hinterlässt. Aber bitte die Nettikette beachten. Ich versuche kein wirres Zeug zu veröffentlichen und erwarte das auch von anderen, ausser von Trump & Co, die meinen, Twitter sei ein Abfalleimer nächtlicher Ergüsse, die mit viel Pathos und Wahrheitsanspruch in die Welt gedrückt werden müssten.

Politik und Religion

Als Jugendlicher habe ich mich eher als unpolitischen Menschen gesehen. Ich war nie in einer Partei; und außer in der FDJ auch keiner anderen gleichartigen Vereinigung. Aber ich war schon immer Pazifist.

Da liegt dann wohl auch der Knackpunkt, weshalb ich über die Jahre zu der allgemein anerkannten Überzeugung gelangt bin, dass es keine unpolitischischen Menschen geben kann. Jeder und jede hat so seine Vorstellungen, wie die Welt ist und wie sie seiner Meinung nach sein sollte. Ich muss keiner Partei angehören, ich muss in keinem Parlament tätig sein. Allein wie ich mein Leben gestalte, macht mich zu einem sozialen Wesen und zu einem Politiker.

Letztendlich ist jeder Mensch, der am Stammtisch oder in der Familie seine Meinung kundtut ein politisches Wesen. Auch jeder, der dem gerade so beliebten Populismus anheim fällt (was ja am Stammtisch besonders gut geht).

Da sind dann auch die Medien, die die politischen Meinungen anheizen. Die klassischen Medien, die gerne von den Populisten als Lügenpresse beschimpft werden: Radio, Zeitung, Zeitschriften und Fernsehen. Und auf der anderen Seite das Internet mit seinen sozialen Medien: Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp (u.ä.), um nur die wichtigsten zu nennen, nicht zu vergessen das Darknet, aus dem die anderen Sozialmedia mit Fakenews und Schlimmeren beliefert werden. Fakenews verbreiten, scheint eh eine neue Sportart geworden zu sein. Dabei hilfreich: das Gewissen nicht zu haben oder ausschalten zu können, was heutzutage schon von Kindesbeinen an, v.a. in der Schule, trainiert wird. Auch bemühte Journalisten springen auf den populistischen Zug auf oder tappen in so manche Falle, weil sie zu oberflächlich recherchieren.

Kann ich als Christ politisch sein? Durchaus, denn Jesus hat sich schon damals zu brisanten gesellschaftlichen und religiösen Fragen geäußert, Stellung bezogen und von den Leuten gefordert. Nicht jeder muss dabei ein parteipolitisches Amt antreten. Es reicht, wenn sich jeder eine klar nachvollziehbare Meinung bildet und diese aus seinem erwachsenen und mündigen christlichen Glauben auch gegenüber der Welt (Arbeitskollegen, Familie, Schulkameraden etc.) vertritt. Dazu ist es immanent notwendig, den Glauben zu stärken und sich auch eine dezidierte religiöse Meinung zu bilden. Die Trennung von Kirche und Staat – an deren Notwendigkeit zum Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft keiner rütteln möchte – hat leider zu irrigen Meinungen geführt, dass z.B. Religion Privatsache sei und Christen keine Politik machen sollten. Leider hat zu der letztgenannten Meinung auch die CDU/CSU aktiv beigetragen, v.a. im areligiösen Osten der Republik.

Amoklauf und Vergessen

Wieder ist in den USA ein schrecklicher und unerklärlicher Massenmord passiert. Wie so oft wird es jedoch wie folgt ablaufen: Trauer und Unverständnis bis zur Aufdeckung eines erklärbaren Tatmotives; Diskussion über die Waffengesetze in den USA bis zum nächsten hirnrissigen und -losen Tweet des Pres. Trump; vergebliche Bemühungen der Demokraten, die von der Waffenlobby und den Republikanern zunichte gemacht werden, Scheingefechte über die Sicherheit in Hotels u.ä., so dass im Endeffekt die Diskussion in spätestens 10 Tagen aus der Medienöffentlichkeit verschwindet und damit gestorben ist … bis zum nächsten Amoklauf.

Siehe auch: Amoklauf in Erfurt Das in diesem Beitrag angegebene Video funktioniert nicht mehr. Empfehlenswert ist daher eine neuere Reportage vom Bayrischen Rundfunk:

Neuer im Team

Ein herzliches Willkommen sieht anders aus: Ein paar Worte vom Geschäftsführer, nicht unbedingt vom Big Boss, und ein Blumenstrauss; das muss reichen. Was ist das für ein Unternehmen, in dem du zur Führungsetage gehörst, aber behandelt wirst, als ob du der letzte Buchhalter bist?
Du darfst hier gar nichts verändern. Wenn dir etwas nicht gefällt, musst du es erst beim Big Boss beantragen und rechtfertigen … hm, kann ich verstehen. Und überhaupt: Da könnte ja jeder kommen, das haben wir noch nie so gemacht, und das hat sich seit Jahrhunderten schon bewährt.
Dann kommt noch das schärfste Argument: Veränderungen brüskieren die Ehrenamtlichen, auch dann, wenn sie mit den Veränderungen in keinster Weise in ihrer Mitarbeit gestört werden. Ein konstruktives Miteinander anzumahnen und dieses an sich selbst zu praktizieren, sind zwei verschiedene Dinge.
Gefühle sind irrelevant. Alles muss allein vom Verstand regiert werden. Diese Versuchung führt nicht nur in die Irre, sondern auch zu einem sehr frostigen Klima. Wie sich der Neue fühlt wird weder beleuchtet noch in irgend einer Weise verstanden. Entgegenkommen nur auf Konfrontationskurs.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann mal alles anders wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.