Rosenmontagszug Düsseldorf

Liebe Gemeinde,

ich meine jetzt nicht die Sauertöppe, die denken, wenn ich die Welt nur heftig mit Bibel- oder anderen -zitaten bewerfe, wird sie besser und der Regenbogen ein wenig schwärzer z.b. heike (tätätä …), ich meine mal ausnahmsweise diejenigen welche, die Humor auch als solchen nehmen zu wissen.

Wieder mal auf der Suche – diesmal nach einem ganz bestimmten Wagen, der mir beim Zug in Düsseldorf aufgefallen ist – bin ich beim umstrittenen Wagen von Tilly gelandet. Den Artikel halte ich für lesenswert. Und ich möchte noch einmal hervorheben, dass „zwei Prinzipien, die Grundlage seiner [d.Red.: gemeint ist: Tilly] Narrenfreiheit sind. Bisher galt: Täter müssen sich viel gefallen lassen, aber Opfer werden nicht verspottet – und die Botschaft muss man auch mit einem oder zwei Promille zu viel noch verstehen können. Dass Tilly den Wagen mit der Aufschrift „Merkels 11. September“ versah, ist angesichts von 3000 Toten beim Angriff auf das World Trade Center kein Spaß mehr.“ Der Wagen wurde ausgebuht und ausgepfiffen –  zu recht, wie ich meine.

Bitterbös, aber im Bereich des Möglichen. „Bei uns ist jeden Tag Weltjugendtag“. Da muss man durch, auch und gerade als Katholik. Die Realität ist in diesem Fall viel schärfer als diese Satire. Und hier sind alle Impressionen aus Düsseldorf. Wie das bei den anderen großen Zügen in Köln und Mainz war, entzieht sich jetzt meiner Kenntnis und meinem Interesse. An und für sich fand ich die Mottowagen immer sehr kontrovers, aber der Wagen von Tilly sprengt die Konvention der Narrenfreiheit und führt sie ad absurdum.

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1 Kommentar zu „Rosenmontagszug Düsseldorf“

  1. Passup: Mir ist völlig klar, daß die Skandale der katholischen Kirche aus den vergangenen 12 Monaten auch Themen für einige Karnevalsumzüge sind. Was da passiert ist, „trifft und zu Recht“, sagte selbst der „böse“ Kölner Erzbischof Kardinal Meisner. Aber – und hier stimme ich der Berichterstattung der RP völlig zu – die Opfer dürfen durch derartige Satiren nicht ein weiteres Mal auf’s Korn genommen werden – so m.E. geschehen in der Stunksitzung durch einen niederrheinischen Kabarettisten. Auch Tilly ist da jemand, der die Narrenfreiheit gerne mal für seine persönliche Propaganda mißbraucht, wenngleich ich meine, daß der Düsseldorfer oder Mainzer Umzug intelligenter ist als der Kölner.

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