Am Aschermittwoch ist alles vorbei

… nix da: jetzt lass ma es erst richtig krachen. Wir machen Ernst mit Umkehr und Buße, ein Leben nach dem Evangelium. Fastenzeit ist eigentlich der falsche Begriff in der heutigen Zeit. Denken viele Zeitgenossen doch nur an Heilfasten, an das Sich-Enthalten(-Müssen). Was Jesus dazu sagt kann man unter anderem bei Mt 6,16-20 nachlesen.

Mein Schatz (keine Geschichte von Tolkien): „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6,21). So sollen und dürfen wir auch am Aschermittwoch lachen und Späße machen, aber wir dürfen uns wieder bewußt machen, was es heißt, an Jesus Christus zu glauben. Die Österliche Bußzeit ist eine Zeit der Einübung der Christusnachfolge. 40 Tage lang kommt es also nicht darauf an, weniger zu essen, zu trinken oder zu rauchen oder sich sonst welcher Genüsse zu enthalten. Zuerst sollen wir unser Leben nach dem Leben des Herrn ausrichten.

Deshalb halte ich es für wichtiger: Kranke und Einsame zu besuchen, Trauernden Trost und Rat zu spenden und und und … miteinander und füreinander zu beten. Also auf, liebe Gemeinde, machen wir uns schick und besuchen wir den einen oder anderen, den wir schon lange nicht mehr besucht haben, versöhnen wir uns mit dem Nachbarn, auch über den Maschendrahtzaun hinweg, und reichen wir einander die Hand, auch im Gottesdienst, wo es ja vielen besonders schwer fällt. Der christlichen Kreativität sind nur die Grenzen gesetzt, die Christus setzt.

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