„Frohlocket ihr Chöre der Engel“

Die Osternacht hat ihren eigenen Rhythmus. Aus der Versammlung der Leute um ein Feuer herum wird plötzlich etwas Neues. Eine große schwere Kerze wird vorangetragen in die dämmerig-düstere Kirche. Dabei erklingt eine Stimme: „Lumen Christi – Christus das Licht“, erst schwach und leise und dann antwortet die Versammlung: „Deo Gratias – Gott sei Dank“.

Ja, Gott sei dank. Es ist Christus, der sein Licht in die Dunkelheit der Kirche, in die Dunkelheit der Nacht, der Welt scheinen lässt. Rasch verteilt sich das Licht des Auferstandenen in der Runde. Wieder und wieder ertönt es: „Lumen Christi“. Und dann erschallt der Lobgesang dieser Osterkerze: „Dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg. … O unfassbare Liebe …“

Es ist und bleibt ein Geheimnis, Mysterium, wann Christus auferstanden ist. Aber dass er auferstanden ist, glauben und bekennen wir, nicht erst in der Tauferneuerung sondern schon mit dem feierlichen Gloriagesang. Die Orgel braust auf und die Glocken ertönen in neuem Klang, so dass auch die, die nicht an Christus glauben, recht früh aus ihrem Schlaf gerissen werden – zumindest in der Umgebung der Kirche.

Mit dem alten Osterruf, der vor allem in der Ostkirche noch verbreitet ist, wünsche ich allen Christgläubigen ein fröhliches Osterfest: „Христóсъ воскрéсе! – Воистину воскрéсе!“ Christus ist auferstanden; er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

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1 Kommentar zu „„Frohlocket ihr Chöre der Engel““

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