Sieben

Der Film „Sieben“ stellt uns die sieben „Todsünden“ vor. Was aber sind Todsünden und warum sind es gerade: Sieben?

Der neue Jugendkatechismus „youcat“ (eine jugendgemäße Form des Katholischen Erwachsenenkatechismus (1. Band 1985, 2. Band 1995)) kennt den Begriff und unterscheidet zwischen schweren (Todsünden) und weniger schweren (lässlichen) Sünden. „Eine schwere Sünde schneidet den Menschen von Gott ab. Eine solche Sünde hat zur Voraussetzung, dass sie sich auf einen bedeutenden Wert bezieht, also sich gegen das Leben oder Gott selbst richtet (z.B. Mord, Gotteslästerung, Ehebruch etc.) und dass sie in voller Erkenntnis und mit voller Zustimmung begangen wurde.“ (youcat, S.179) Damit geht der Katechismus nicht auf den alten Katalog der Todsünden ein.

Genau genommen sind es aber nicht die Todsünden, die uns der Film „Sieben“ vorstellt, es sind die sieben Laster, die nach traditionellem Verständnis zu Todsünden führen. Laster werden hier als Charaktereigenschaften verstanden, die die Wurzel schwerer Sünden darstellen. Fälschlicherweise wird daraus immer der siebenzählige Katalog der Todsünden gebastelt.

Die Laster werden üblicherweise bezeichnet:

Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid, Faulheit. Wikipedia stellt einen lesenswerten Artikel zu diesem Thema bereit. Demgegenüber stehen die aus den 4 antiken und 3 göttlichen Tugenden zusammengesetzten 7 Kardinalstugenden:

Weisheit oder Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung, Glaube, Hoffnung und Liebe. Auch dazu gibt es einen lesenswerten Artikel.

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