Männertag, Vatertag und Christi Himmelfahrt

Zu Christi Himmelfahrt sind wieder viele männliche Seilschaften mit Fahrrad, Bollerwagen oder Kutschwagen unterwegs und feiern mit viel Bier und Schnaps den Vater- oder Männertag. Das sei ihnen auch gegönnt. Denn heute ist ja wirklich Vatertag. Jesus Christus geht zum Vater und vereint damit unser Menschsein mit Gott.

Viele Männer und in letzter Zeit mehr und mehr auch ganze Familien machen sich heute auf zur Männerwallfahrt ins Klüschen Hagis. Es ist schon die 55. Auflage und erwartet werden wieder ca. 10.000 Leute. Ob es alle bis ins Klüschen schaffen ist immer fraglich. Die Versorgungsmeile im Tal zieht auch während der Messe immer viele Durstige an. Der Duft von Steaks und Würstchen übersteigt manchmal sogar den Weihrauchduft.

Das Motto der diesjährigen Männerwallfahrt ist – wie in jedem Jahr – kurz und prägnant: „Gottes Ja – unsere Hoffnung.“ Bischof Joachim Wanke möchte die Eichsfelder auch für die kommende Zeit der weiterführenden Strukturveränderungen stärken und ermuntert sie „Lähmungserscheinungen“ abzuschütteln. Es liege an jedem selbst, ob er „katholischer Christ sein und bleiben will oder nur Schönwetterchrist, der beim Papstbesuch wieder mal das Gesangbuch herausholt.“

Nach der Wallfahrt frönen auch viele Männer und Jugendliche alten Traditionen. Die Gastwirte freut’s. Die Polizisten haben sicher auch viel zu tun. Und die Krankenhäuser bleiben nicht leer. Das ganze Maß der Auswirkungen wird sich dann wohl erst morgen zeigen. Dann wird so mancher seinen Kater pflegen.

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2 Kommentare zu „Männertag, Vatertag und Christi Himmelfahrt“

  1. Staatl. Feiertag „Chr. Himmelfahrt“: verfassungs- und menschenrechtswidrig – und unchristlich!

    Ich habe nichts dagegen, wenn eine sehr kleine Gruppe von Menschen an etwas glaubt, wofür es nicht den geringsten Beweis gibt (z.B. von nichtreligiösen Zeitgenossen jener Zeit); stattdessen gibt es nur völlig unglaubwürdige Berichte von „Aposteln“, welche jene „Himmelfahrt“ – unbestritten – erst einige Jahrzehnte(!) später niederschrieben (heutzutage weiß man, dass eine Aussage durch jahrzehntelanges Weitererzählen so gut wie nichts mehr Glaubwürdiges enthält).

    Ich habe aber massiv etwas dagegen, dass wegen solch eines völlig unrealistischen Glaubens einer kleinen Menschengruppe an einem staatlichen Feiertag für über 81 Millionen Menschen festgehalten wird, welcher die Gesellschaft völlig unnötig spaltet statt zusammenführt.
    Diese extreme und absurde Bevorzugung ist nicht nur klar verfassungs -und menschenrechtswidrig, sondern auch ein eklatanter Verstoß gegen die christliche Nächstenliebe (ohne die niemand sich zu Recht „Christ“ nennen kann!).
    Sie ist im Kern gleichlautend mit der Grundregel der Menschenrechte: „Behandle jeden Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest“!
    Also: Wenn Christen z.B. nicht möchten, dass es in Deutschland nur muslimische oder buddhistische staatliche Feiertage für alle Menschen egal welcher Weltanschauung gibt, sollten auch wirkliche Christen vehement auf Abschaffung sämtlicher staatlichen christlichen Feiertagen bestehen!

    Nur weltanschauungsfreie staatliche Feiertage können den bitter benötigten gesellschaftlichen Frieden mehr fördern, wie z.B. Feiertage der Menschenrechte, Mitmenschlichkeit, biologischen Vielfalt, Freundlichkeit, Liebe, Natur, erneuerbaren Energien, Erde im Weltall.

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