„Benedikt, wir sehen uns zweimal“

… so konnte man auf den T-Shirts der Jugendlichen aus dem Bistum Erfurt lesen, die in Madrid zum Weltjugendtag waren. Gemeint ist der Besuch des Papstes im Bistum Erfurt, und der naht jetzt mit großen Schritten. Je näher der Termin heranrückt, desto mehr die Hektik und die Informationslosigkeit des Koordinationsbüros.

Auch die Proteste der Papstgegner werden lauter. Das passiert meist nach dem Motto: Wir wissen zwar nicht genau wogegen wir sind, aber wenn es gegen den Papst und die Katholische Kirche geht, kann es ja nicht schlecht sein. Kirche bedeutet ja schließlich Demokratieverlust und Einschränkung der Meinungsfreiheit. Für mehr Demokratie und weniger „Gottesstaat“ (sehr witzige Kommentare zu diesem Begriff in Bezug auf Deutschland findet man auf den einschlägigigen Atheistenblogs) sind wir doch alle – besonders die Linken und diejenigen von den Grünen und anderen Bundestagsangehörigen, die den Papst nicht als Staatsoberhaupt anerkennen, und während oder vor der Rede des Papstes den Bundestag verlassen wollen. Das ist natürlich auch Meinungsfreiheit, nämlich die Meinung des Anderen erst gar nicht anzuhören. Sehr bedenklich die Unlogik, die hinter solch einem Verhalten steckt.

Im „Report München“ (Sendung vom 6.9.2011, ARD) wird die Frage aufgeworfen: „Wieviel Kirche will Deutschland?“ Und Christian Ströbele (Grüne) protestiert gegen die Rede des Papstes vor dem Bundestag. Den Dalai Lama würde er aber sprechen lassen. Naja, irgendwie symptomatisch: Christen (Katholiken) = reaktionär, von gestern, antidemokratisch. Buddhisten = offen, grün, unpolitisch?? Ich finde es aber trotzdem gut, dass dem Papst so viel Potential zugetraut wird, dass er etwas verändert. Das befürchten doch die Gegner des Papstes. Sonst würden sie ja nicht vehement zum Protest aufrufen. Das erhoffen sich viele Katholiken und Christen anderer Konfessionen.

Und hier geht’s zum Beitrag der ARD: http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-muenchen-video-20110906-ID1315337872476.xml

 

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2 Kommentare zu „„Benedikt, wir sehen uns zweimal““

  1. Über Ströbele bin ich bald geneigt, ihm einen Brief zu schreiben, des Inhalts, lieber Christian, komm oder komm nicht, es ist uns alles recht, aber hör auf, das ewig zu kommentieren…

    Der T-Shirtspruch ist nett 🙂

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