Maria durch ein Dornwald ging

Eines der schönsten Weihnachtslieder. Es entstand im Eichsfeld. Ursprünglich ein Wallfahrtslied wurde es durch die Jugendbewegung in den 20-er Jahres des vergangenen Jahrhunderts populär. Die Liederbücher dieser Bewegung in dieser Zeit machten es zu einem vermeintlich volkstümlichen Weihnachtslied. Es ist ein kurzes, schlichtes Lied, dessen Inhalt auch ganz kurz benannt werden kann: In der heutigen dreistrophigen Version erzählt es die Begegnung Marias mit Elisabeth (Lk 1,39-56). Es ist verknüpft mit dem Legendenbild des Dornwaldes, der für die Unfruchtbarkeit, die Menschenfeindlichkeit und den Tod steht. Beim Vorübergang Marias beginnt er zu blühen und fängt an zu leben.

Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie-eleis
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieb´n Jahr kein Laub getragen.
Jesus und Maria

Was trug Maria unterm Herzen?
Kyrie-eleis
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Da hab´n die Dornen Rosen getragen,
Kyrie-eleis
als das Kindlein durch den Wald getragen,
da hab´n die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria

Eine bemerkenswerte Fassung, die sich strikter an den obigen Text hält, fand ich beim Kammerchor Vokale Neuburg. Der Satz arbeitet sehr schön heraus, was es bedeutet, wenn „die Dornen Rosen getragen“ haben. Hört man genau hin, so erkennt man in der Coda das letzte Wort: Jesum!

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1 Kommentar zu „Maria durch ein Dornwald ging“

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