Ich steh an deiner Krippen hier

… , o Jesu, du mein Leben. Heute, am 2. Februar, ist es nun endgültig Zeit die Krippen aus den Kirchen zu räumen.

„Ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für sein Volk Israel!“ Das Licht, das Symbol für Christus, steht über dem heutigen Festtag. Maria und Josef brachten ihr Kind 40 Tage nach der Geburt in den Tempel. Es war einerseits der kultische Reinigungsritus für die Mutter eines Neugeborenen nach den jüdischen Gesetzesvorschriften. Anderseits war es Usus, den männlichen Erstgeborenen einer Familie Gott zu weihen. Deshalb nannte man das Fest auch früher „Mariae Purificatio“. Die traditionelle Bezeichnung „Mariä Lichtmess“ geht laut heiligenlexikon.de auf einen heidnischen Brauch zurück alle fünf Jahre eine Sühneprozession in Rom zu halten. Seit dem 7. Jahrhundert ist die Kerzenweihe und Lichterprozession fester Bestandteil der Liturgie am heutigen Tag. Es soll der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirche und einige Kerzen für den privaten Gebrauch der Gläubigen gesegnet werden.

Im Tempel begegnen Maria und Josef mit dem Kind dem greisen Simeon und der 84-jährigen Witwe Hanna. Beide erwarteten, in ihrem Leben dem Retter Israels zu begegnen. Im Preislied des Simeon (Lk 2,29-32) kommt die Freude über diese Begegnung zum Ausdruck. Dieses Preislied wird im Nachtgebet der Kirche (Komplet) Tag für Tag gesungen.

1997 hat Papst Johannes Paul II. diesen Tag als „Tag des geweihten Lebens“ eingeführt. Er ist für alle Frauen und Männer, die einer Ordensgemeinschaft angehören ein Tag der Erinnerung an ihre Berufung in den Dienst der Nachfolge. Darüber hinaus sind an diesem Tag alle Christen aufgerufen, diese Berufung in der Kirche und in der Welt nicht zu vergessen und um Berufungen im geistlichen und kirchlichen Dienst zu beten.

Wir sind eingeladen, dankbar zu sein für das Licht, dass uns durch Christus erschienen ist und Gott wie Simeon und Hanna zu preisen, dass wir ihm im Wort der Schrift, in den Sakramenten und in der Gemeinschaft der Glaubenden begegnen dürfen. Und wir beten im brennenden Anliegen der Kirche, dass er auch heute Menschen berufe, die ihm nachfolgen und ihr Leben in den Dienst des Herrn und seiner Kirche stellen.

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2 Kommentare zu „Ich steh an deiner Krippen hier“

  1. Es ist auch mein Lieblingslied, aber mit der Melodie von J. S. Bach. Und es ist von Paul Gerhardt, einem meiner Lieblingsdichter, von dem wir im Gotteslob – Gott lob – wenigstens ein paar Lieder haben. Eine Karfreitagsliturgie ohne „O Haupt voll Blut und Wunden“ kann ich mir kaum vorstellen.

    Schönen Tag des Herrn wünscht
    ein Nachtbriefträger

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