Just a perfect day 3 (Winteredition)

Eigentlich bin ich nicht der Winterliebhaber. Dennoch war es wieder einmal ein (vielleicht nicht allzu) perfekter Tag. Montag bin ich bei klirrender Kälte auf meiner (Sommer)-„renn“strecke unterwegs gewesen. Zwischen Rondell und Grenzadler. Das ist in der Nähe von Oberhof, ein kleines Stückchen Rennsteig.

Die Straßen dorthin sind frei. Und das muss man mal betonen, denn nur auf den Höhen des Thüringer Waldes liegt genügend Schnee für „Ski und Rodel gut“. Und dann gleich die erste Überraschung: Wo man im Sommer frei parken kann, kostet es jetzt 5 Euro Parkgebühren für den Tag. Das ist keineswegs eine perfekte Sache. Aber ich lasse mir den sonnigen Tag nicht verdunkeln, auch wenn ich nicht vorhabe, bis spät in die Nacht hier zu parken. Eine weitere Abzocke ist dann die Gebühr für die Rodelbahn. Nur gut, dass mich das auch nicht kratzt, denn Rodeln will ich ja auch nicht.

Die nächste Meldung am „Stein 16“ ist mir eigentlich schon bekannt gewesen. Dort geht es nämlich ab zum „Veilchenbrunnen“ und zu einer der urigsten Hütten in der Gegend, die sich hier „Baude“ nennen. Leider hat die Hütte wegen Reichtum am Montag geschlossen. Außerhalb der Saison und der Winterferien kann ich das ja noch nachvollziehen, aber anscheinend hat man außer der Abzocke auf allen Linien noch nichts von Service und Dienst am Kunden gehört. Da ist man oftmals noch in der Wüste, die von Unsitten der DDR-Zeiten immer noch gestaltet ist. Dennoch wenn man mal das Glück haben sollte, dort essen und trinken zu können, so sollte man unbedingt „Thüringer Rostbrätl“ bestellen, die sind dort die besten der Umgebung.

Mir knurrte der Magen und so musste ich eiligen Fußes weitergehen bis zum Grenzadler. Dort bin ich dann eingekehrt im Waldgasthof Schanzenbaude. Natürlich wollte ich ein schönes Brätel essen und wenn möglich mit Bratkartoffeln. Aber das ging gar nicht. Der Kellner sagte spontan „Nein“, ohne die Küche zu fragen. Scheinbar war ich nicht der Einzige, der das so wollte … und nicht bekommen hat (Servicewüste!!!). Na ja, so musste ich mich mit Brot als Beilage begnügen und da ist der Preis mit 7,90 Euro doch etwas happig. Immerhin gab es eine Salatbeilage dazu und man konnte im Warmen sitzen.

Die Sonne schien unverdrossen weiter und ich ließ mir die Laune nicht verderben. So nahm ich noch mal den „Veilchenbrunnen“ ins Visier, wo ich dann auch mit ein paar schönen Fotomotiven belohnt wurde. Dann neigte sich die Sonne  schnell gegen den Horizont, so dass die Schatten auf dem Waldweg zurück zum Rondell immer länger wurden und im finsteren Wald die frostigen Temperaturen mich daran erinnerten, dass ich doch lieber eine Thermohose hätte angezogen. Am Auto maß dann mein Thermometer: -16 °C. Die darauffolgende Nacht wurde noch kälter. Ich drehte die Heizung im Auto voll auf und der Servicewüste Oberhof  den Rücken. Just a perfect day?

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