Licht und Leben

Jesus und Nikodemus begegnen sich in der Nacht. Die Nacht ist beim Evangelisten Johannes auch immer ein Symbol für das Böse und das Sinistre, die Finsternis des Todes. Für Jesus ist das die Gelegenheit in einem Lehrgespräch seine Botschaft vom liebenden Gott auszubreiten, der sein Vater ist und ihn gesandt hat, die Welt zu retten. Und er hat ihn gesandt, nicht wie einen Superhelden, sondern als einen scheinbaren Loser, der die Welt durch sein Leiden und seinen Tod zur Auferstehung und zum Leben führen soll.

Gott ist es, der den Menschen in seiner unbegreiflichen Barmherzigkeit und Güte etwas schenken will. Dennoch erwartet er auch eine Reaktion. Nein, es ist nicht wie wir meinen Dankbarkeit im menschlichen Sinne. Die Antwort auf die Annahme des Geschenks des ewigen Lebens und der Teilhabe an Jesus ist der Glaube. Der Glaube an Gott den Vater, den Schöpfer der Welt, erfordert Standhaftigkeit, nämlich in Gottes Liebe zu bleiben und durch sie zu leben. So erfüllen wir auch seine Gebote. Wer also auf die Offenbarung Jesu hört und glaubt, der ist schon aus der Finsternis des Todes zum Licht des Lebens hinübergegangen. In der Nähe Gottes kann ihm der Tod, das Böse, das die Brüche ins Leben schlagen will, nichts mehr anhaben.

„Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.

Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind. (Joh 3,14-21)“

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