Atheistische Kommentartaktik am Beispiel

Ein Fragment, gefunden mit der Datierung vom 3.6.2011 …

Unter dem Artikel „Atheisten – Gefahr oder Bereicherung für den christlichen Glauben“ findet sich ein Kommentar eines Levi H Than (sehr witzige Anspielung auf ein biblisch-mythologisches Fabelwesen oder Bezug auf die religionskritische Schrift von Saul Ascher (1792)?). Dieser Kommentar ist ein Musterbeispiel, wie manche Atheisten mit ihrer „Logik“ Halbwahrheiten und Urban Legends verbreiten, dazu noch mit längst verstaubten Bildern über gläubige Menschen arbeiten.

1. „Ach du meine Güte …“ Um es mal ebenso platt zu sagen, was Atheisten damit meinen: Eh du Religiot, biste noch aus’m finsteren Mittelalter. Kennste dich nicht aus in der modernen Welt. Komm, ich erkläre dir das mal. Wirste zwar nicht verstehen, weil du als Religiot nicht richtig denken kannst, aber macht ja nix, ich bin eh wieder weg, noch eh du auf meinen Kommentar antworten kannst, d.h. an einen echten Dialog bin ich so wie so nicht interessiert. Hier werden alte atheistischen Mantras wiedergekäut. Nichts neues also. Ich sage dazu nur: Sapere aude. Diesen Spruch der Aufklärung sollten sich manche atheistische Polemiker wieder neu vornehmen, wenn sie solche Kampagnen wie: „Religionsfreie Zone in Dresden 2011, “…und da wird Dein Hirn sein!”, vom Mittwoch, 1. Juni bis 4. Juni in Dresden“ ins Leben rufen. Was auch wieder beweist: Ohne Konfrontation mit dem Gegner (Christentum) kommt die „atheistische Bewegung“ (was immer das auch sein mag) auf keinen grünen Zweig.

2. Es ist alles geschichtlich gefaket, was du als Christ schreibst, weil es jedem logischen Denken entbehrt. Logik und Geschichte sind zwei verschiedene Paar Socken, die sehr komisch aussehen, wenn man sie quer durcheinander anzieht. In der DDR haben die Geschichtsschreiber die SED-Politiker wiedergekäut, die behaupteten, dass der Sozialismus den Kapitalismus besiegen wird. Das sei ein ehernes Gesetz des DHM (Dialektisch Historischer Materialismus). Alles was dem nicht entsprach, wurde in der Geschichte entweder verschwiegen oder umgedeutet. Das hat man im christlichen Mittelalter zwar auch schon gemacht, denn: Geschichte ist immer eine Geschichte der Sieger, aber wer moralisch höher stehen will als Religiöse, der sollte so etwas nicht machen, oder? Und das ist schon zur Zeit der Pharaonen bzw. noch früher so gemacht worden. Geschichtsschreibung enthält zu einem großen Prozentsatz immer Fiktion (Erzählungen, die sich nicht verifizieren lassen).

3. Denn als Religiot beziehste dein Weltbild ja noch aus vorwissenschaftlicher Zeit und bastelst so an deiner weltfremden Philosophie und idiotischen Heilslehre. Denkt sich der Denker: Wirfste mal als Logiker alles in einen Topf, schön umrühren – merkt ja keiner – und dann alles lecker mit irgendwelchen „wissenschaftlichen“ Halbwahrheiten würzen, wird schon irgendwie passen. Der Religiot checkt das ja so wie so nicht, denn Religion und Wissenschaft können nicht zusammen gehen – atheistisches Hauptmantra: Glauben und Wissen sind Gegensätze, die sich nicht vereinen lassen. Wenn man noch von dem weit verbreiteten Irrtum ausgeht: Glauben heißt Nicht-Wissen, dann heißt auch: allwissend sind nur die, die nicht glauben. Damit haben sie für sich logischerweise recht, wenn sie behaupten, sie seien Götter. Nur unterliegen sie der Hybris, der schon viele Diktatoren und Tyrannen erlegen sind: Ich kann die Welt erkennen, wie sie ist und sie damit beherrschen. Die unheilige Alianz zwischen Wissenschaft und Fortschritt. Das das nicht stimmt, sehen wir zum Beispiel am sog. Klimawandel, der zeigt, dass es durchaus Grenzen des Fortschritts gibt, die sich nicht wissenschaftlich in den Griff bekommen lassen.

Das Problem: Unterschiedliche Hermeneutiken, die sich nicht vereinbaren lassen, resultierend aus unterschiedlichen Weltanschauungen, die sich gegenseitig als Feindbild brauchen. Das ist geradezu etwas Archaisches. Das haben schon unsere Urväter so gemacht, wenn sie auf einen andersartigen Stamm gestoßen sind. Die haben nicht lange gefackelt: Der Stärkere war der Sieger und überlebte. Der schrieb Geschichte und der Besiegte geriet in Vergessenheit. In der heutigen Zeit gelangten dann einige Besiegte (z.B. Templer) zu zweifelhaften Ehren. Man schreibe ein fiktives Buch in der Intenstion [Red.: aufgrund eines Hinweises geändert], es sei die Wahrheit. Und alle Welt vermutet wieder eine Vatikanverschwörung. Nebenbei: Verschwörungstheorien stehen ja heute, nicht nur bei Atheisten, hoch im Kurs.

…. hier endet das Fragment …

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s