„Für alle“ oder „für viele“

Für die meisten ist das mal wieder Haarspalterei. Für den Papst, die Hardliner unter den Theologen und die Verfasser der „Liturgiam authenticam“ ist es jedoch ein brennendes Anliegen, dass die Worte über den Kelch folgendermaßen lauten sollen:

„Nehmet und trinket alle daraus: Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, der für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“

Papst Benedict XVI. kritisiert sicher zu recht die Auswüchse in den Übersetzungen der lateinischen Liturgie. Aber im Deutschen betrifft es eigentlich nur diese marginale (?) Differenz. Deshalb schreibt er mit Datum vom 14. April 2012 einen Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz. Darin spricht er sich ausdrücklich gegen die deutschen Bischöfe aus, die bei der bisher üblichen Übertragung des „pro multis“ nach „für alle“ bleiben wollen. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat diesen Brief auf seiner Sitzung am 23. April 2012 diskutiert. Den genauen Wortlaut des Papstbiefes findet man u.a. hier: „Pro multis – Für viele„.

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