Let’s talk about: Mobbing

Soeben habe ich einen erschreckenden Artikel gelesen, der mich traurig und wütend zugleich macht: Amanda Todd – Ein Mädchen wird gemobbt. Nicht erst seit es das Internet gibt und leider kein Einzelfall, wie auch die lange Kommentarliste zu dem Artikel zeigt. Es haben sich schon viele (junge) Menschen das Leben genommen, weil sie von ihren Mitschülern oder Arbeitskollegen gehänselt, verhetzt, denunziert und ausgebootet sowie auf die unterschiedlichsten Arten – nicht nur sexuell sondern auch psychisch – missbraucht, erniedrigt und beleidigt wurden.

Es erschreckt mich immer wieder, welche menschenverachtende Energie Menschen entwickeln können. Das alles beginnt ganz harmlos mit dem Satz: „Hast du schon gehört …“ Dabei denken sich die Leute nicht einmal etwas dabei. Und das ist wohl auch der springende Punkt. Die Hemmschwelle ein Gerücht in die Welt zu setzen und an seiner Verbreitung zu arbeiten ist extrem niedrig. Über andere zu reden ist immer einfacher als mit ihnen! Es ist die ACHTE Todsünde in unserer heutigen Zeit: Schlecht über andere zu reden. So fängt alles an und setzt sich fort und potenziert sich. Man muss nicht einmal „schlechte“ Absichten haben, um ein Gerücht zu verbreiten. Es geht furchtbar schnell, vor allem im Zeitalter des Internets.

Viel zu viele machen es aber auch ganz bewusst, um Macht auf andere auszuüben und ihren (perversen), bösen Neigungen und Trieben nachzugehen und diese zu befriedigen. Oder sie wollen sich – wie auch immer – einen eigenen Vorteil verschaffen, ihre eigene Machtposition sichern und stärken. Das ist keine Krankheit, mit der man sich auch noch vor Gericht herauslavieren kann. Nein liebe Psychoanalytiker, das ist schlichtweg böse und sündhaft. Sünde ist keine Krankheit. Das Böse gehört zum Menschen wie das Gute (, das hoffentlich in den meisten Menschen zur Einsicht ihrer Schuldbeladenheit und bestenfalls zur Einsicht in die Wahrheit und zur Hinwendung zum Leben führt).

Was kann ich tun? Die christliche Tradition kennt die Werke der Barmherzigkeit, die auf die Botschaft Jesu zurückgehen, die er uns nicht nur vorgelegt sondern vorgelebt hat. Dabei werden „klassisch“ folgende leiblichen Werke der Barmherzigkeit genannt: Hungrige speisen, Durstige tränken, Nackte bekleiden, Fremde aufnehmen, Kranke besuchen, Gefangene befreien, Tote bestatten.

Augustinus ergänzt auch noch folgende als geistliche Werke der Barmherzigkeit: Unwissende lehren, Zweifelnden raten, Irrende zurechtweisen, Trauernde trösten, Unrecht ertragen, Beleidigungen verzeihen, für Lebende und Tote beten.

Im Jahr zum Gedenken an die Heilige Elisabeth von Thüringen 2007 wurden in Erfurt die sieben Werke der Barmherzigkeit für Thüringen neu formuliert:

Einem Menschen sagen: Du gehörst dazu,
ich höre dir zu,
ich rede gut über dich,
ich gehe ein Stück mit dir,
ich teile mit dir,
ich besuche dich,
ich bete für dich.

Ist das zuviel verlangt, danach zu handeln? Ich bete für die Opfer von Mobbing und damit verbundener Gewalt sei es psychische oder physische.

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1 Kommentar zu „Let’s talk about: Mobbing“

  1. So ist es. Mobbing ist im Übrigen nichts anderes als Sünde. Die klassische Art. Wenn früher nur von Sünde die Rede war, war damit Mobbing im heutigen Sinne
    gemeint. Es ist so dass ihr Gott von ganzem Herzen von ganzem Gemüt und mit ganzer Seele mit ganzer Kraft und Liebe lieben sollt. Das zweite ist dem gleich. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Natürlich auch unter Berücksichtigung der zehn Gebote. Unter der Berücksichtigung der Nächstenliebe und unter Berücksichtigung der daraus resultierenden Freiheit von einem selbst und nächsten Mitmenschen. In diesem Sinne soll aufgerufen werden in der Liebe und dem Frieden zu bleiben, denn die Liebe ist das Allerhöchste und sie ist beständig stärker als das Böse.

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