Nach dem Weltjugendtag 2013

Wer hätte das gedacht: „Papst hat Jugendliche erreicht“ titelt nicht nur die „Zeit online“. Die Jugendlichen sollen ihren Glauben offensiv verbreiten, sprich also Mission betreiben. Papst Franziskus ist nach einer „gigantischen“ (Augsburger Allgemeine) Abschlussmesse am Strand von Rio de Janeiro wieder zurück in Rom.

WJT2013

Was aber bleibt vom WJT 2013? Die ca. 2000 deutschen Pilger und 13 deutsche Bischöfe nehmen sicher die vielen interessanten Begegnungen, Gespräche und non-verbalen Erfahrungen und Eindrücke mit ins Gepäck und die Heimat zurück. Die Welt rückt wieder ein bisschen mehr zusammen. Mir – als Betrachter von außerhalb – bleiben vor allem die Begegnungen des Papstes in Erinnerung, die zuerst gar nichts mit dem WJT zu tun haben: der Besuch der Favela Varginha, einem der ärmsten Viertel Sao Paulos, in dem die Gewalt der Straßengangs und die Macht der Drogenkartelle allgegenwärtig ist; die Begegnung mit den jugendlichen Strafgefangenen und das Gebet vor der kleinen Marienstatue, der Aparecida bei São Paulo, jene von drei Fischern rätselhaft aus dem Wasser geborgene, für „unsere Liebe erschienene“ Statue, die ein Nationalheiligtum geworden ist.

Was bleibt, außer den Müllbergen und einem riesigen Schlammloch vor der Stadt? Die Forderung des Papstes, eine „arme Kirche für die Armen“ zu sein. Das ist es wohl, was uns in Zukunft noch mehr beschäftigen wird in der Kirche Jesu Christi.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s