Not my President

Wütende Proteste entladen sich nach der wohl aggressivsten und vernunft-freiesten Präsidentenwahl der jüngsten Vergangenheit in den USA. Auf der anderen Seite hört man immer wieder von Übergriffen seitens der Trump-Anhänger, die sich seine rassistischen und frauenfeindlichen Äußerungen im Wahlkampf auf ihre persönlichen USA-Fahnen geschrieben haben.

Trump ist nun wirklich nicht mein Präsident, zumal er Amerikaner und kein Deutscher ist. Aber sein Aufstieg trägt bei weitem faschistoide Züge. 1932 kam ein Hitler mit ähnlichen Parolen und Wahlversprechen an die Macht. Das dürfen wir nicht vergessen. Aber was nutzt das schon: Wir müssen solche Tendenzen auch verhindern:

Wehret des Anfängen!!!

Denn wie konnte Hitler seine Wahlversprechen wahr machen? Er zettelte einen Krieg an, der Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Rasse und Religion das Leben kostete, Millionen Familien zerstörte und Millionen Menschen, auch die, die nichts mit diesem Zweiten Weltkrieg je zu tun hatten und haben werden, traumatisiert. Den Deutschen hat er das Nationalbewusstsein gegeben und durch die Folgen des Krieges auf unabsehbare Zeit genommen, das sie aber eh nicht hatten in ihrem bis dahin kleinstaatlichen Denken. (Btw.: Nicht einmal die Rechtschreibkontrolle kennt den Begriff: kleinstaatlich)

Aber schon wird abgewiegelt. Wie ich heute aus dem Fernsehen erfahren muss, hat man die markantesten Wahlversprechen Trumps von seiner Homepage gelöscht. Und ich habe etwas auf seiner Seite gestöbert: Da ist keine Rede mehr von einer Mauer gegen Mexiko. Auch andere Wahlversprecher sind verschwunden (oder sicher versteckt).

The Show must go on. Aber wohin? Das ist die Frage? Trump entpuppt sich als Lügner. Das Märchen „Pinocchio“ muss ganz neu geschrieben werden. Und: „wer einmal lügt …“, der wird es immer wieder tun. Welche Leichen hat Trump noch so im Keller, die – im Gegensatz zu seiner so beschimpften und verleumdeten Kontrahentin – im Wahlkampf nicht ans Licht der Öffentlichkeit geschwemmt oder gezielt gezerrt wurden?

Manch einer mag ja begeistert sein, über das Gespräch mit Präsident Obama. Das Gruselkabinett, das sich als mögliche Regierungsriege forciert, lässt Schlimmes erahnen. Die Simpsons haben es ja schon immer gewusst:

Das war vor knapp 16 Jahren!!! Wie kann man die Rolltreppenscene so voraussagen, wie sie im Wahlkampf tatsächlich stattgefunden hat. Mysteriös (Vorsicht Ironie)! Und hier noch ein jüngeres Voting der Simpsons (nicht das letzte: In Staffel 28 taucht sogar Putin als verkappter Trump-Wähler auf):

Einen schönen Beitrag findet man hier: Darum sagte der Simpsons-Autor Donald Trump als Präsidenten voraus.

Idiocracy ist ein Sciencefictionfilm aus dem Jahre 2006. Sollte sich die stupide Zukunftsprognose Mike Judges als Prophetie einer nicht allzu fernen Zukunft erweisen? Wie der Verfasser des folgenden Beitrags hoffe auch ich, dass die Menschheit sich stets ihrer Dummheit bewusst bleibt. Also letztendlich die Grundannahme des Films erhalten bleibt: Trotz einer dramatischen Entwicklung – ausgelöst durch eine eklatant steigende Geburtenzahl in den weniger gebildeten Bevölkerungsschichten im Vergleich zu den sinkenden Raten in den gebildeten Wohlstandsschichten – bleibt sich selbst der dümmste Präsident seiner Dummheit bewusst.

 

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