Neuer im Team

Ein herzliches Willkommen sieht anders aus: Ein paar Worte vom Geschäftsführer, nicht unbedingt vom Big Boss, und ein Blumenstrauss; das muss reichen. Was ist das für ein Unternehmen, in dem du zur Führungsetage gehörst, aber behandelt wirst, als ob du der letzte Buchhalter bist?
Du darfst hier gar nichts verändern. Wenn dir etwas nicht gefällt, musst du es erst beim Big Boss beantragen und rechtfertigen … hm, kann ich verstehen. Und überhaupt: Da könnte ja jeder kommen, das haben wir noch nie so gemacht, und das hat sich seit Jahrhunderten schon bewährt.
Dann kommt noch das schärfste Argument: Veränderungen brüskieren die Ehrenamtlichen, auch dann, wenn sie mit den Veränderungen in keinster Weise in ihrer Mitarbeit gestört werden. Ein konstruktives Miteinander anzumahnen und dieses an sich selbst zu praktizieren, sind zwei verschiedene Dinge.
Gefühle sind irrelevant. Alles muss allein vom Verstand regiert werden. Diese Versuchung führt nicht nur in die Irre, sondern auch zu einem sehr frostigen Klima. Wie sich der Neue fühlt wird weder beleuchtet noch in irgend einer Weise verstanden. Entgegenkommen nur auf Konfrontationskurs.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann mal alles anders wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s