Und immer wieder Trump

Eine Zusammenfassung einiger Kommentare, die ich auf einer Seite veröffentlicht habe, die jetzt nicht mehr erreichbar ist. Der Verfasser hat die Seite privatisiert. Warum man so etwas macht? Naja, z.B. wenn man als Deutscher ein Befürworter Trumps ist. Und alles für eine Hexenjagd (der Medien) hält.

Trump ist kein Schauspieler!!! Ich mag keine Menschen, die ständig mit verdeckten Karten spielen. Politik ist auch kein Pokerspiel!!! Wer unberechenbar erscheinen will, als Robin Hood gegen das Establishment, der sollte sich nicht gerade milliardenschwere Wirtschaftler ins Boot holen, um die Wahlversprechen einzulösen, die er dem Volk nach dem Munde geredet hat.

Luther sagte, er wolle dem Volk aufs Maul schauen. Das ist aber etwas gänzlich anderes und besagt nicht, dass ich die USA und den Rest der Welt als ein Wirtschaftsunternehmen führen kann. In einem rein kapitalistischen Unternehmen geht es strenggenommen nicht um das Wohl der Arbeitnehmer (das Volk), sondern um den Profit der Arbeitgeber (die Konzerne).

Wenn ich also eine Regierung bilde, in der Vertreter der Konzerne die (ausschließliche) Mehrheit bilden, kann ich, nach allem was die Geschichte so an Beispielen parat hält, nicht davon ausgehen, dass das wirklich Arbeitsplätze schafft, geschweige denn der Wohlfahrt des einfachen Bürgers dient. Ausnahmen bestätigen die Regel: Hitler und Stalin. Außerdem: Was war der Preis, den letztendlich wieder das Volk zahlen musste: Elend, Not, Tod und nicht zuletzt Schande.

Trump ist nicht gerade dafür bekannt, dass er die Anforderungen, die du (i.e. der Verfasser jener besagten homepage) an „die Menschheit“ stellst, selbst erfüllt. Ein Mensch – sei er auch Präsident einer Atommacht – kann nicht so blauäugig in die Welt schauen, wie Trump es macht: Leugnung des Klimawandels, Abschottung gegen die „böse“ Welt, kein Chaos im Weissen Haus, außer dem Mist, was sein Vorgänger hinterlassen hat …
Außerdem manipuliert er massiv die Ängste der Menschen durch Verunsicherungen und Lügen. Die Gefahr von einem Terroristen in den USA ermordet zu werden, ist um ein Vielfaches geringer, als von einem Amerikaner im eigenen Land erschossen zu werden. Das Sicherheitsproblem durch die bestehenden Waffengesetze wird nach außen transportiert.

Dazu kommt noch, dass er durch rassistische und sexistische Äußerungen seine Anhänger zu eben solchen Äußerungen aufstachelt.
Wer die Medien generell als „Lügenpresse“ diffamiert, kommt mit „alternativen Fakten“ daher und ist ergo sum keinen Deut besser als die Journalistenschar, die sich im übrigen bemühen, keine fake news zu verbreiten, die Leute ganz ungeniert als Wahrheit twittern oder auf FB verbreiten. Dislike TRUMP – the Twitter-King – ist kein Erlöser sondern ein Rattenfänger!!! (siehe die Legende vom Rattenfänger von Hameln)

Mittlerweile ermittelt das FBI und die NSA ganz hochoffiziell gegen den Präsidenten. Sollte also doch etwas an den Wahlmanipulationen dran sein, die Trump frecherweise seinen Gegnern zugewiesen hat? Putin der Erzfeind der Clintons soll also doch seine Finger mit im Spiel gehabt haben. Das Eis wird dünner und das Amtsenthebungsverfahren steht nicht mehr in allzu weiter Ferne.

Und heute mal: Erdogan

Treffen sich drei Despoten: Putin, Trump und Erdogan. Einer gefährlicher als der andere. Während die Fans dieser Despoten noch von Hexenjagd und Lügenpresse reden, sich ihrem blinden Wahn hingeben, nimmt einer ein Wort in den Mund, das ich das letzte Mal auf Plakaten des griechischen Mobs gesehen habe, als sie sich gegen die Sparpolitik der EU und gegen Merkel ausgekotzt haben.

Dass sich Erdogan aber auf diese Ebene begibt, ist neu, wenn auch nicht unerwartet. Und Trump ebenso: Er wäre von seinem Amtsvorgänger im „Heiligen Wahlkampf“ (O-Twitter Trump) bespitzelt worden. Eine gezielt gesetzte Fake News, die sich faktisch nicht beweisen lässt. Aber wen kümmert das schon, den Zweck hat es erfüllt. Und bekanntlich heiligt der Zweck die Mittel. Erdogan beleidigt mittlerweile das deutsche Volk auf übelste Weise und keiner reagiert angemessen darauf.

Was hat der türkische Wahlkampf in Deutschland zu suchen?  Die hier lebenden (Deutsch-)Türken sind keine ausreichende Begründung. Außerdem sollten wir uns daran erinnern, dass deutsche Politiker noch vor kurzem deutsche Truppen in der Türkei nicht besuchen durften. Leise und klein hat man das abgehandelt. Während sich dieser faschistische Erdogan erdreistet zu poltern, als währe er der neue Sultan des Osmanischen Reiches. Bleibt nur zu hoffen, dass die Türken erneut vor Wien scheitern.

How to dump Trump?

forum012917 „Die Geister, die ich rief…“ Wie kann man einen Präsidenten wieder loswerden, der noch nicht einmal die Mehrheit des US-amerikanischen Volkes repräsentiert? Alles, was er im Wahlkampf versprochen oder angedroht hat, macht er jetzt wahr. Die Dummheit scheint ihm aus dem Gesicht geschnitten. Er selbst wähnt sich mit Teflon gerüstet: Trump lässt alles an sich abprallen.

Aber wer zu ihm hält, ist nicht besser als die Neonazis hier in Deutschland. Viele Künstler, Wirtschaftler, gebildete Menschen und einfache Leute mit Hirn wenden sich gegen ihn und das, was er vertritt: ein „faschistoides“ Amerika. Kim Kardashian (man mag über solche Personen denken was man will) – ich denke es ist auch nur ein unter ihrem Namen veröffentlichter Artikel, den jemand anders geschrieben hat – sie hat folgende Statistik veröffentlicht:

statistic-of-killing

Bemerkenswert ist: Die Gefahr von einem Amerikaner erschossen zu werden ist in den USA wesentlich höher als von einem eingewanderten Terroristen, der noch nicht einmal aus den Herkunftsländern der eigentlichen 9/11 Attentäter stammt. Diese fallen nämlich nicht unter den „Terroristen“- Bann von Pres. Trump. Tja, dumm gelaufen: „Wer einmal lügt …“

Aber mal ehrlich: Wie wird man Trump wieder los? Man kann ihn ja schlecht auf die Müllkippe verbringen. Zumal das Endlager noch gefunden werden müsste, das ihn und seine Lügen sicher verwahren könnte.

Sehr schön: Trumps Horrorkabinett (von Johannes Schlüter, extra drei):

Dann noch das hier: Die erste Woche mit Pres. Trump:

Das Phänomen der Lüge

https://i1.wp.com/files.alexanders-seite.webnode.at/200002605-6520266ac2/CiVxF6sWEAAx69z.jpgKünstlermund tut Wahrheit kund. Nehmen jetzt Putin und Trump Europa und vielleicht die ganze Welt in die Zange? Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Wer hat die Zahlen (vielleicht auch die Bilder mit Photoshop bearbeitet?) der Teilnehmer zu Trumps Amtseinführung gefälscht? Wer ist der Lügner: der, der die Medien der Lüge bezichtigt und der selbst am laufenden Band Beleidigungen ungestraft ausstößt und andere für seine eigenen Dummheiten (resp. Lügen) in den Knast bringen will, oder derjenige, der die Augen vor der Realität nicht verschließt und zumindest in großen Teilen versucht, realitätsnah zu recherchieren und zu berichten?

Fragen über Fragen. Eines ist sicher: DIE Medien sind nicht gerade ohne Schuld (siehe: Der Fall Christian Wulf); aber keiner hat das damals bemerkt. Und so ist es auch heute. Nur eines ist anders: Die Macht des Internets und der „freien“ Meinungsäußerung über Twitter, Facebook und Co. hat potenziell zugenommen. Es herrscht ein allgemeines Misstrauen gegenüber den etablierten Medien (außer gegenüber der Regenbogenpresse, z.B. BILD) und eine geradezu schwammartige Gläubigkeit gegenüber den Fake News im Internet. Wie ein Schwamm das Wasser aufsaugt, so saugen die Populisten die gefakten (oder soll ich sagen „getürkten„) Nachrichten aus den Schmieden der Lüge und Intrige auf. Was sollten sie auch sonst aufnehmen: Die Wahrheit ist für sie ja Lüge.

Es fällt nicht schwer Trump in bester Gesellschaft mit einem Erdogan zu wähnen, welcher im übrigen sein Machtpotenzial weit über die Befugnisse eines amerikanischen Präsidenten auszubauen versucht bei weiterschreitender Einschränkung der allgemeinen Meinungs- und Pressefreiheit.

Putin reicht den Kuss zum Bruderschluss. Und hinter ihnen steht ein Hitler, still und unerkannt. Allen gemein ist der Wahn sich auf dem Boden der Demokratie zu bewegen – oder die bewusste Täuschung der Welt -, obwohl die Präsidenten selbst schon eine Despotie anstreben oder bereits geschaffen haben. Die Welt sieht es nur nicht, denn sie ist im Netz der Lügen, populistischer und rechts- wie aber auch linkspolitischer Intrigen gefangen. Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Eine Lüge wird nicht wahrer, wenn man sie mantra-artig vor sich hinkäut.

Was ist aus dem Spruch geworden: Wehret den Anfängen? Augen auf, liebe Welt!!! Ansonsten heißt es nur allzu schnell: Hinunter ist der Sonnenschein …

Ein kleiner TRUMPeter

https://i1.wp.com/bilder.t-online.de/b/80/08/15/94/id_80081594/610/tid_da/beziehungen-entspannen-donald-trump-und-wladimir-putin-.jpg… wird heute als 45. Präsident der Vereinigten Staaten inauguriert. Ein Amt, dass diesem feisten Lügner und Betrüger gar nicht zusteht. Wie sonst hätte er solch ein Immobilienmogul mit machtpolitischen Größenwahntendenzen werden können, wenn nicht mit einer gehörigen Portion Lug und Trug. Und das schon ein bisschen mehr als Fake, fake news, die er selbst verbreitet (über Twitter in die Welt trumpetet). Und sein Busenfreund (hier im Bild neben ihm) wird entgegen landläufiger fake news nicht zur Inauguration nach Washington kommen.

Eines muss man ihm lassen: Er hat seit spätestens 1999 geduldig gewartet, bis die Zeit reif war und die Menschen in den USA dumm genug, um auf seine Mantras hereinzufallen. Seine Tweets zeigen eindeutig, das er sich auch als Präsident nicht anders verhalten und als ein Unternehmer, der letztendlich nach einer großen Depression und auch Ent-täuschung (sowohl als auch) spätestens in 4 Jahren sein Amt abgeben muss, sein großes Spiel verlieren wird. Und die Welt dreht sich auch dann weiter, ohne den kleinen TRUMPeter.

Fake News

https://i1.wp.com/sociallyurban.com/wp-content/uploads/2016/05/20-Donald-Trump-Lies-blog-post-sociallyurban-nose-long-e1463212580423.jpgLügen verbreiten sich in Windeseile. War es bisher „nur“ Mobbing  ist es jetzt gezielte Falschmeldung, um Stimmung zu machen oder/ und Geld zu verdienen. Und alle Leute empfinden das schon als normal. Besonders in den Ländern, in denen eh zuerst das Geld und dann die Moral kommt. Der neue Präsident der USA ist ein Lügner, der geschickt nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in Ausübung seines Amtes in Zukunft das Internet nutzt, um seine Inkompetenz durch die Behauptung zu untermauern, die Anderen (sprich: alle seine Gegner) seien die Verbrecher und Lügner. Und er wiederholt das mantraartig, so dass seine Anhänger das ebenfalls wiederkäuen und als Wahrheit ausgeben. Und viel mehr noch: Seine lügnerischen Anhänger werkeln fleißig mit an diesem Lügengebäude. Die Medien können nichts dagegen ausrichten, denn in Trump’s Lügenmaschinerie sind sie ja die Lügenpresse.

Es ist, wie es ist: Trump ist ein Lügner. Ein moderner Pinocchio. Und wenn er nicht irgenwann über seine lange Nase zu Fall kommt, dann müsste eigentlich die Justiz ihn hinter Gitter bringen. Gebe Gott, dass er nicht noch großen Schaden anrichtet mit seiner begrenzten Oberschülerhaften Weltsicht. Sollten solche Verbrecher überhaupt Präsident werden dürfen? Werden die Kandidaten nicht irgendeinem Eignungstest unterzogen. Da sollte man zukünftig einmal drüber nachdenken. Twitterfähigkeit ist kein Qualifikationsmerkmal. Twittern kann heute jedes Kind.

Dass Politiker es noch nie so wirklich mit der Wahrheit hatten, ist aber kein Freibrief dafür, dass ein offensichtlicher Lügner das höchste Staatsamt ausüben darf und so viel Macht auf sich vereint, dass einem Angst und Bange werden könnte. Früher gab es noch Affären, über die die Präsidenten zu Fall gebracht wurden. Aber die amerikanische Doppelmoral scheint gegen so viel falschem Spiel machtlos zu sein. Ein journalistischer Leitspruch hieß früher: Only a bad news is a good news! So muss es wohl heute umformuliert werden: Only a fake news is a good news. Und die Verschwörungstheoretiker haben im wahrsten Sinne des Wortes Hochkonjunktur.

Obama Soul

In den letzten Tagen herrschte in Athen und Berlin Ausnahmezustand: Barack Obama war als scheidender US-Präsident auf Goodwilltour durch Europa. Griechenland – das Ursprungsland der Demokratie – bedachte er mit einer bemerkenswerten Rede. Sein „Vermächtnis“ sollte auch gleichzeitig als Rechtfertigung der Wahl Trumps zum neuen Präsidenten der USA dienen. Obama wollte den Europäern sagen: Auch mit Trump geht die Demokratie in Amerika nicht den Bach herunter. Und in Berlin bekräftigte er noch einmal, dass die USA zu ihren Bündnispflichten stehen müsse.

Naja, wir werden sehen. Im Gegensatz zu Idiocracy bin ich mir eben nicht so sicher, ob die Verwantwortlichen in den USA sich bewusst sind, dass sie einen dummen Fehler gemacht haben.

Für meinen Teil war er ein guter Präsident; der erste Schwarze im Weissen Haus; ein authentischer Mensch wie auch seine Familie, der die Türen offen gehalten hat. Trump hingegen ist – das ist leider keine griechische Mythologie – ein Janus-Kopf. Weisser Mann spricht mit gespaltener Zunge.

Und auch wenn ich Halloween nicht mag: Hier noch zwei wirklich coole Auftritte im Weissen Haus. POTUS – war mir auch neu, dass das eine so geläufige Abkürzung ist, daß sie schon die kleine Kinder kennen: President Of The United States.

Not my President

Wütende Proteste entladen sich nach der wohl aggressivsten und vernunft-freiesten Präsidentenwahl der jüngsten Vergangenheit in den USA. Auf der anderen Seite hört man immer wieder von Übergriffen seitens der Trump-Anhänger, die sich seine rassistischen und frauenfeindlichen Äußerungen im Wahlkampf auf ihre persönlichen USA-Fahnen geschrieben haben.

Trump ist nun wirklich nicht mein Präsident, zumal er Amerikaner und kein Deutscher ist. Aber sein Aufstieg trägt bei weitem faschistoide Züge. 1932 kam ein Hitler mit ähnlichen Parolen und Wahlversprechen an die Macht. Das dürfen wir nicht vergessen. Aber was nutzt das schon: Wir müssen solche Tendenzen auch verhindern:

Wehret des Anfängen!!!

Denn wie konnte Hitler seine Wahlversprechen wahr machen? Er zettelte einen Krieg an, der Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Rasse und Religion das Leben kostete, Millionen Familien zerstörte und Millionen Menschen, auch die, die nichts mit diesem Zweiten Weltkrieg je zu tun hatten und haben werden, traumatisiert. Den Deutschen hat er das Nationalbewusstsein gegeben und durch die Folgen des Krieges auf unabsehbare Zeit genommen, das sie aber eh nicht hatten in ihrem bis dahin kleinstaatlichen Denken. (Btw.: Nicht einmal die Rechtschreibkontrolle kennt den Begriff: kleinstaatlich)

Aber schon wird abgewiegelt. Wie ich heute aus dem Fernsehen erfahren muss, hat man die markantesten Wahlversprechen Trumps von seiner Homepage gelöscht. Und ich habe etwas auf seiner Seite gestöbert: Da ist keine Rede mehr von einer Mauer gegen Mexiko. Auch andere Wahlversprecher sind verschwunden (oder sicher versteckt).

The Show must go on. Aber wohin? Das ist die Frage? Trump entpuppt sich als Lügner. Das Märchen „Pinocchio“ muss ganz neu geschrieben werden. Und: „wer einmal lügt …“, der wird es immer wieder tun. Welche Leichen hat Trump noch so im Keller, die – im Gegensatz zu seiner so beschimpften und verleumdeten Kontrahentin – im Wahlkampf nicht ans Licht der Öffentlichkeit geschwemmt oder gezielt gezerrt wurden?

Manch einer mag ja begeistert sein, über das Gespräch mit Präsident Obama. Das Gruselkabinett, das sich als mögliche Regierungsriege forciert, lässt Schlimmes erahnen. Die Simpsons haben es ja schon immer gewusst:

Das war vor knapp 16 Jahren!!! Wie kann man die Rolltreppenscene so voraussagen, wie sie im Wahlkampf tatsächlich stattgefunden hat. Mysteriös (Vorsicht Ironie)! Und hier noch ein jüngeres Voting der Simpsons (nicht das letzte: In Staffel 28 taucht sogar Putin als verkappter Trump-Wähler auf):

Einen schönen Beitrag findet man hier: Darum sagte der Simpsons-Autor Donald Trump als Präsidenten voraus.

Idiocracy ist ein Sciencefictionfilm aus dem Jahre 2006. Sollte sich die stupide Zukunftsprognose Mike Judges als Prophetie einer nicht allzu fernen Zukunft erweisen? Wie der Verfasser des folgenden Beitrags hoffe auch ich, dass die Menschheit sich stets ihrer Dummheit bewusst bleibt. Also letztendlich die Grundannahme des Films erhalten bleibt: Trotz einer dramatischen Entwicklung – ausgelöst durch eine eklatant steigende Geburtenzahl in den weniger gebildeten Bevölkerungsschichten im Vergleich zu den sinkenden Raten in den gebildeten Wohlstandsschichten – bleibt sich selbst der dümmste Präsident seiner Dummheit bewusst.

 

Jede Lok steht still

… wenn dein Gewerkschaftsboss nicht verhandeln will.

Heute streiken die Lokführer schon wieder. Obwohl ich – Gott sei Dank – nicht auf die Deutsche Bahn angewiesen bin, gilt mein aufrichtiges Mitleid allen Bahnkunden, die sich im Nirvana der Zugverbindungen verlieren. Ich habe das auch schon erlebt, als ich 2007 aus dem Urlaub nichts ahnend mitten im Schüler- und Pendlerchaos in Rosenheim gestrandet bin. Damals hatte ich wirklich Angst, nicht weiter zu kommen. Es war auch das letzte Mal, dass ich mit der Bahn in den Urlaub gefahren bin.

Und Verlieren ist das richtige Stichwort. Ich habe überhaupt kein Verständnis für die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der GdL. Warum setzen sie sich nicht an den Verhandlungstisch? Angebote und Verhandlungsbereitschaft der DB sind da!!! Aber wer ist dieser Weselsky, Chef der GdL? Die ARD hat vor wenigen Minuten einen Audiobeitrag im Internet veröffentlicht: „Im ständigen Angriffsmodus„.

Interessant finde ich auch den Beitrag, der die ganze Geschichte aus dem Blickwinkel eines jungen Lokführers zeigt. Dabei fiel mir der Begriff „Eisenbahnerfamilie“ auf. Zwei Begriffe – eigentlich –  in einem, die romantisch belegt sind mit Werten, die jeden von uns wichtig sind: Heimat, Familie, Freunde, Freizeit und nicht zu letzt Freiheit, nicht nur Reisefreiheit, für die wir uns vor 25 Jahren stark gemacht haben.

Und noch eines wird mir bei der „Eisenbahnerfamilie“ klar: Die Forderung der GdL jegliches Zugpersonal vertreten zu wollen, liegt nicht nur in diesem Wertekosmos sondern auch in der Behauptung Weselskys begründet, der befürchtet, dass diese Kampagne von der Deutschen Bahn gesteuert werde. Die spiele auf Zeit – weil in Berlin an einem Gesetzentwurf gearbeitet wird, der die Tarifeinheit neu regelt. Das Arbeitsministerium will, dass in den Betrieben der Tarifvertrag der größten Gewerkschaft gilt – so jedenfalls die Sichtweise der GdL, die wohl auch mit einigen Ansichten von Journalisten konform geht.

Rule Britannia

FlaggenDas Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland auf den Inseln bricht nicht auseinander. Good shave the Queen. 😉 Die Schotten haben sich mit ziemlich klarer Mehrheit gegen die Unabhängigkeit entschieden.

Die Tagesschauredaktion schreibt auf ihrer Homepage:

„Schottland bleibt Teil Großbritanniens. Beim Referendum über die Unabhängigkeit entschieden sich die Schotten mit klarer Mehrheit gegen die Loslösung und für die Fortsetzung der seit 307 Jahren bestehenden Union mit England sowie mit Wales und Nordirland. Dem Endergebnis zufolge haben 55,3 Prozent mit Nein und 44,7 Prozent mit Ja gestimmt.

Die Gegner der Abspaltung kamen damit laut BBC auf 2.001.926 Stimmen. Die nötige Schwelle zur Entscheidung des Referendums lag bei 1.852.828 Stimmen. Die Beteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent.“

Eine traumhafte Wahlbeteiligung. Wenn sich genau so viele Thüringer am Sonntag an der Wahl ihrer Landesvertreter beteiligt hätten, vielleicht hätten wir dann nicht so ein Erfurter Paradoxon: Die CDU gewinnt die Wahl und muss jetzt darum bangen weiter zu regieren. Der Wahlverlierer SPD hat es in der Hand mit der CDU oder aber mit den Dunkelroten und den Grünen die Regierung zu bilden. Aber das interessiert knapp 47% der wahlberechtigten Thüringer kaum, denn sie haben sich entschieden, den Sonntag anderweitig zu verpennen.

Nachtrag zur Wahl des Europaparlamentes

Monty Pythons berühmte Szene „What have the Romans ever done for us?“ aus „Life of Brian“ hat ein neues Remake erhalten. Einige junge Menschen haben sich so ihre Gedanken zu Europa gemacht. Hey Leute, das ist Satire, deshalb musstet ihr nun nicht im Mutterland der Monty Pythons die Rechtspopulisten gewinnen lassen. Obwohl ich der Meinung bin, dass ein Dämpfer gegen die Verordnungswut der EU auch notwendig ist. Außerdem sollten die Aufnahmebedingungen für Anwerberstaaten verschärft werden. Sonst ist die nächste EURO- und Finanzkrise nur eine Frage der Zeit. Dann ist das Gezeter wieder groß und alle wollen rasch an den Tropf von Deutschland. Wenn dann Frau Merkel wieder Bedingungen stellt, werden auch wieder die Plakate gegen „Hitler-Merkel“ und „Nazi-Deutschland“ herausgeholt. Und eines ist ganz klar – und da zähle ich mich zu den 77% der Deutschen, die einen Beitritt in die EU generell ablehnen (Die restlichen Prozente sind wohl Türken): Die Türkei gehört nicht zu Europa!!!

Wir beugen uns keiner Gewalt! Spalter! 😉

Die Staatsanwaltschaft im Spiegel

Eine Schande ist es, wie sich die Justiz zum Handlanger der Medien, in diesem Falle eines Medienkonzerns macht. Natürlich ist es nur reine Spekulation, aber das eitle Spieglein an der Wand mit seinem Lügenjournalismus hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein großes Interesse an der Revision, den die Staatsanwaltschaft im Fall Wulff anstrebt. Wenn die Urteilbegründung der Richter raus ist, will auch die Staatsanwaltschaft mit ihrer Begründung rausrücken. Ist schließlich ihr gutes Recht und zu klagen bis zur letzten Instanz auch. Kommt aber nicht gut an.

Was wollen sie aber groß begründen? Dass sie zu blöd waren die Beweismittel ordentlich und fristgerecht auf den Tisch zu legen? Nein, stattdessen machen sie einen Eiertanz ums goldene Kalb und werfen dem Gericht Verfahrensfehler vor. Da muss man kein Prophet sein …

Naja, die BILD-zeitung wird sich freuen: Die nächsten Schlagzeilen sind vorprogrammiert. Falls es aber schlecht läuft, müssen sie eine andere Volksverblödung aus dem Archiv zerren. Da wird sich sicher noch viel auf diesem Niveau finden lassen.