Neuer im Team

Ein herzliches Willkommen sieht anders aus: Ein paar Worte vom Geschäftsführer, nicht unbedingt vom Big Boss, und ein Blumenstrauss; das muss reichen. Was ist das für ein Unternehmen, in dem du zur Führungsetage gehörst, aber behandelt wirst, als ob du der letzte Buchhalter bist?
Du darfst hier gar nichts verändern. Wenn dir etwas nicht gefällt, musst du es erst beim Big Boss beantragen und rechtfertigen … hm, kann ich verstehen. Und überhaupt: Da könnte ja jeder kommen, das haben wir noch nie so gemacht, und das hat sich seit Jahrhunderten schon bewährt.
Dann kommt noch das schärfste Argument: Veränderungen brüskieren die Ehrenamtlichen, auch dann, wenn sie mit den Veränderungen in keinster Weise in ihrer Mitarbeit gestört werden. Ein konstruktives Miteinander anzumahnen und dieses an sich selbst zu praktizieren, sind zwei verschiedene Dinge.
Gefühle sind irrelevant. Alles muss allein vom Verstand regiert werden. Diese Versuchung führt nicht nur in die Irre, sondern auch zu einem sehr frostigen Klima. Wie sich der Neue fühlt wird weder beleuchtet noch in irgend einer Weise verstanden. Entgegenkommen nur auf Konfrontationskurs.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann mal alles anders wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Die Besten

„Auch

die Besten

brauchen

Beratung.

Sonst

wären

sie nicht

die Besten.“

gefunden auf Bestatterweblog.

 

Happy auch im neuen Jahr!

Es ist schon ein verrückter Song: „Happy“ von Pharrell Williams. Am 11.3.2014 schrieb ich im Artikel „Wie are happy?!“ von weltweit ca. 518 Videos aus 76 Ländern. Heute zählen die Experten aus Los Angeles ca. 1950 Videos aus 153 Ländern. In Thüringen scheinen die Leute nicht so happy zu sein. Kann ich auch ein Stück weit verstehen. Dennoch habe ich ein schönes Video gefunden, das einige Regionen Thüringens abdeckt.

Mit diesem Video möchte ich allen Lesern dieses Blogs ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen. Bleibt happy oder werdet es so schnell wie möglich 😉

Give peace a chance

In Bachmichels Haus habe ich heute einen schönen Beitrag gefunden. Der Weihnachtsfriede ist oft ein Mythos, der in vielen Ländern der Welt jeglicher Realität entbehrt aber sehnlichst herbeigewünscht wird. Nehmt euch ein paar Minuten Zeit in diesen hektischen Tagen und schaut euch in dem Video an, wie Menschen versuchen, den Frieden in ihrem Land durch einfache menschliche Zuwendung zu schaffen, ohne Waffen, mit der einfachen Botschaft: „If Christmas can come to the jungle, you can come home. Demobilize.“ Als erste Maßnahme stellten die Friendensaktivisten Weihnachtsbäume in den Jungle, weil sie merkten, dass an Weihnachten die Zahl der Guerillakämpfer am größten war, die den Kampf verlassen haben.

Wegsehen, nichts sagen, nichts tun

„ISIS-Hinrichtung in Essen“ ist eine Aktion, mit der einige Studenten die menschliche Gesellschaft durch einen Schock aus dem Alltag wachzurütteln versuchten. Das Ergebnis war aber schockierende Intoleranz und Ignoranz der anwesenden Zuschauer! So ergeht es auch vielen anderen Aktionen sei es in der Gesellschaft aber auch in der Kirche. Die drei Affen der buddhistischen Weisheitslehre haben in Japan eigentlich die Bedeutung „über Schlechtes weise hinwegsehen“ In der westlichen Welt werden sie eher als „alles Schlechte nicht wahrhaben wollen“ interpretiert. Aufgrund dieses negativen Bedeutungswandels gelten die drei Affen daher häufig als Beispiel für mangelnde Zivilcourage. Woher kommt dieser Trend, der auch hier im Osten die (auferzwungene oder aus der Not geborene) Solidarität abgelöst hat, 25 Jahre nach der sog. Wende?

Drei Dinge

Drei Dinge sind es, auf denen die Welt beruht:
Das Gesetz,
der Gottesdienst,
die Werke der Nächstenliebe.

Aus dem Talmud

Jede Lok steht still

… wenn dein Gewerkschaftsboss nicht verhandeln will.

Heute streiken die Lokführer schon wieder. Obwohl ich – Gott sei Dank – nicht auf die Deutsche Bahn angewiesen bin, gilt mein aufrichtiges Mitleid allen Bahnkunden, die sich im Nirvana der Zugverbindungen verlieren. Ich habe das auch schon erlebt, als ich 2007 aus dem Urlaub nichts ahnend mitten im Schüler- und Pendlerchaos in Rosenheim gestrandet bin. Damals hatte ich wirklich Angst, nicht weiter zu kommen. Es war auch das letzte Mal, dass ich mit der Bahn in den Urlaub gefahren bin.

Und Verlieren ist das richtige Stichwort. Ich habe überhaupt kein Verständnis für die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der GdL. Warum setzen sie sich nicht an den Verhandlungstisch? Angebote und Verhandlungsbereitschaft der DB sind da!!! Aber wer ist dieser Weselsky, Chef der GdL? Die ARD hat vor wenigen Minuten einen Audiobeitrag im Internet veröffentlicht: „Im ständigen Angriffsmodus„.

Interessant finde ich auch den Beitrag, der die ganze Geschichte aus dem Blickwinkel eines jungen Lokführers zeigt. Dabei fiel mir der Begriff „Eisenbahnerfamilie“ auf. Zwei Begriffe – eigentlich –  in einem, die romantisch belegt sind mit Werten, die jeden von uns wichtig sind: Heimat, Familie, Freunde, Freizeit und nicht zu letzt Freiheit, nicht nur Reisefreiheit, für die wir uns vor 25 Jahren stark gemacht haben.

Und noch eines wird mir bei der „Eisenbahnerfamilie“ klar: Die Forderung der GdL jegliches Zugpersonal vertreten zu wollen, liegt nicht nur in diesem Wertekosmos sondern auch in der Behauptung Weselskys begründet, der befürchtet, dass diese Kampagne von der Deutschen Bahn gesteuert werde. Die spiele auf Zeit – weil in Berlin an einem Gesetzentwurf gearbeitet wird, der die Tarifeinheit neu regelt. Das Arbeitsministerium will, dass in den Betrieben der Tarifvertrag der größten Gewerkschaft gilt – so jedenfalls die Sichtweise der GdL, die wohl auch mit einigen Ansichten von Journalisten konform geht.

Ain al-Arab

… oder besser bekannt als Kobane oder Kobani. Die ganze Welt schaut auf diese Stadt. Oder anders: Die Welt schaut dem Angriff des IS auf diese Stadt (relativ passiv) zu. Aber was ist an dieser Stadt so besonders? Die Stadt wurde von ca. 54.000 Menschen (2007) – über die Hälfte von ihnen waren Kurden – bewohnt. Araber und Turkmenen bildeten den anderen Teil der Bevölkerung. Im Verlaufe des innersyrischen Konflikts und massiver Binnenflucht ist die Einwohnerzahl bis Mitte 2014 auf über 100.000 gestiegen.

Die Stadt zählt nicht zu den älteren Städten der Region. Die Geschichte der Stadt begann 1912 als kleine Bahnstation mit dem Bau der Bagdadbahn. Seit dem Aufstand gegen die Regierung Assad und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges fanden auch in Ain al-Arab Kämpfe statt. Wegen ihrer Grenzlage und dem reichlichen Trinkwasser ist die Stadt strategisch wichtig. Seit Anfang 2014 ist Ain al-Arab Zentrum eines der drei selbstverwalteten Kantone Rojavas. Diese Kantone stehen unter der Kontrolle der kurdischen Partiya Yekitîya Demokrat (PYD) und ihrer Verbündeten.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) versuchte ein Jahr lang, die Stadt einzunehmen, scheiterte aber immer wieder an den Volksverteidigungseinheiten (YPG). Mitte September 2014 traten die Terrormilizen zu einer Großoffensive an, ab 28. September 2014 begann der Angriff auf das Stadtgebiet.

Die Schlacht um Kobane war für die internationale Allianz von untergeordneter strategischer Bedeutung. Bis zum Beginn des Häuserkampfes in Kobane waren nur sporadische Luftschläge gegen IS-Stellungen zu verzeichnen. Durch den erbitterten Widerstand der Verteidiger, erfuhr die Schlacht jedoch politische und moralische Bedeutung und die Luftschläge wurden sowohl in erhöhter Anzahl als auch Effektivität gegen Stellungen der Angreifer in und um Kobane geführt.

Sollte der IS trotz zahlenmäßiger und waffentechnischer Überlegenheit nicht die Stadt erobern können, so würden die Terrormilizen den Nimbus der Unbesiegbarkeit verlieren. Falls jedoch die Allianz aus Kurden und ihren Unterstützern dem IS unterliegt, könnte es eine Bestätigung sein, dass das Bündnis brüchig und zu wenig fundamentiert ist. Letzteres ist das meiner Meinung nach wahrscheinlichere Szenarium.

(Quelle: u.a. Wikipedia)

Herbst

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Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg‘ ein ferner Frühlingstag.

Theodor Storm (1817 – 1888)

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Rule Britannia

FlaggenDas Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland auf den Inseln bricht nicht auseinander. Good shave the Queen. 😉 Die Schotten haben sich mit ziemlich klarer Mehrheit gegen die Unabhängigkeit entschieden.

Die Tagesschauredaktion schreibt auf ihrer Homepage:

„Schottland bleibt Teil Großbritanniens. Beim Referendum über die Unabhängigkeit entschieden sich die Schotten mit klarer Mehrheit gegen die Loslösung und für die Fortsetzung der seit 307 Jahren bestehenden Union mit England sowie mit Wales und Nordirland. Dem Endergebnis zufolge haben 55,3 Prozent mit Nein und 44,7 Prozent mit Ja gestimmt.

Die Gegner der Abspaltung kamen damit laut BBC auf 2.001.926 Stimmen. Die nötige Schwelle zur Entscheidung des Referendums lag bei 1.852.828 Stimmen. Die Beteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent.“

Eine traumhafte Wahlbeteiligung. Wenn sich genau so viele Thüringer am Sonntag an der Wahl ihrer Landesvertreter beteiligt hätten, vielleicht hätten wir dann nicht so ein Erfurter Paradoxon: Die CDU gewinnt die Wahl und muss jetzt darum bangen weiter zu regieren. Der Wahlverlierer SPD hat es in der Hand mit der CDU oder aber mit den Dunkelroten und den Grünen die Regierung zu bilden. Aber das interessiert knapp 47% der wahlberechtigten Thüringer kaum, denn sie haben sich entschieden, den Sonntag anderweitig zu verpennen.

Wie entstand ISIS?

Folgendes kleines explain-it Video erklärt in kompakter Art und Weise, wie diese Terrorganisation  entstanden ist. Wem das allerdings zu blutleer und nüchtern erscheint, der kann ja sich auch die Bilder von den Ermordeten oder die Nachrichten über die Greueltaten und Vertreibungen anschauen.

Wer behauptet, wir könnten nichts dagegen tun, der hat den Glauben an die Macht des Gebetes verloren. Ich glaube nicht an die menschliche Vernunft, wohl aber an die Allmacht und Güte Gottes. Beten wir also immer wieder für die Menschen im Irak und Syrien sowie in den Krisen- und Kriegsgebieten unserer Welt.

 

Nachtrag zur Wahl des Europaparlamentes

Monty Pythons berühmte Szene „What have the Romans ever done for us?“ aus „Life of Brian“ hat ein neues Remake erhalten. Einige junge Menschen haben sich so ihre Gedanken zu Europa gemacht. Hey Leute, das ist Satire, deshalb musstet ihr nun nicht im Mutterland der Monty Pythons die Rechtspopulisten gewinnen lassen. Obwohl ich der Meinung bin, dass ein Dämpfer gegen die Verordnungswut der EU auch notwendig ist. Außerdem sollten die Aufnahmebedingungen für Anwerberstaaten verschärft werden. Sonst ist die nächste EURO- und Finanzkrise nur eine Frage der Zeit. Dann ist das Gezeter wieder groß und alle wollen rasch an den Tropf von Deutschland. Wenn dann Frau Merkel wieder Bedingungen stellt, werden auch wieder die Plakate gegen „Hitler-Merkel“ und „Nazi-Deutschland“ herausgeholt. Und eines ist ganz klar – und da zähle ich mich zu den 77% der Deutschen, die einen Beitritt in die EU generell ablehnen (Die restlichen Prozente sind wohl Türken): Die Türkei gehört nicht zu Europa!!!

Wir beugen uns keiner Gewalt! Spalter! 😉