Sia und Autokaraoke

Schon vor einiger Zeit hatte ich ja Michelle Obama im Auto von Latenight Talker James Corden entdeckt. Richtig cool!!!

Jetzt zappe ich mal wieder auf youtube und finde meine zur Zeit absolute Lieblingssängerin Sia bei ihm im Karaoke-Interview. Die Stimme ist einfach genial.

Was ich auch gut finde, ist, dass sie sich mit dieser komischen Perücke selbst auf die Schippe nehmen kann. Trotzdem finde ich dieselbige – gelinde gesagt – mistig. Aber wenn es für sie so besser ist und sie damit sich ein kleines bisschen mehr Privatsphäre schaffen kann, muss man es eben so verstehen.

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How to dump Trump?

forum012917 „Die Geister, die ich rief…“ Wie kann man einen Präsidenten wieder loswerden, der noch nicht einmal die Mehrheit des US-amerikanischen Volkes repräsentiert? Alles, was er im Wahlkampf versprochen oder angedroht hat, macht er jetzt wahr. Die Dummheit scheint ihm aus dem Gesicht geschnitten. Er selbst wähnt sich mit Teflon gerüstet: Trump lässt alles an sich abprallen.

Aber wer zu ihm hält, ist nicht besser als die Neonazis hier in Deutschland. Viele Künstler, Wirtschaftler, gebildete Menschen und einfache Leute mit Hirn wenden sich gegen ihn und das, was er vertritt: ein „faschistoides“ Amerika. Kim Kardashian (man mag über solche Personen denken was man will) – ich denke es ist auch nur ein unter ihrem Namen veröffentlichter Artikel, den jemand anders geschrieben hat – sie hat folgende Statistik veröffentlicht:

statistic-of-killing

Bemerkenswert ist: Die Gefahr von einem Amerikaner erschossen zu werden ist in den USA wesentlich höher als von einem eingewanderten Terroristen, der noch nicht einmal aus den Herkunftsländern der eigentlichen 9/11 Attentäter stammt. Diese fallen nämlich nicht unter den „Terroristen“- Bann von Pres. Trump. Tja, dumm gelaufen: „Wer einmal lügt …“

Aber mal ehrlich: Wie wird man Trump wieder los? Man kann ihn ja schlecht auf die Müllkippe verbringen. Zumal das Endlager noch gefunden werden müsste, das ihn und seine Lügen sicher verwahren könnte.

Sehr schön: Trumps Horrorkabinett (von Johannes Schlüter, extra drei):

Dann noch das hier: Die erste Woche mit Pres. Trump:

Hinunter ist der Sonnenschein

Nikolaus Herman veröffentlichte 1560 den Text zu diesem Abendlied. Melchior Vulpius vertonte 1609 diesen Text auch mehrstimmig. Die Rezensionen über dieses Lied sind spärlich. Heinrich Schütz soll es auch neuvertont haben. Allein es fehlt mir der Erweis. Auch im Internet ist kein wikipedia-Eintrag festzustellen. Das neue römisch-katholische Einheitsgesangbuch „Gotteslob“ hat es verbannt. Im Gotteslob 1975 steht es im Stammteil unter der Nr. 705 mit einer Textänderung in der ersten Strophe: „Hinunter ist der Sonne Schein …“ Auch das EG unter der Nr. 467 folgt dieser Textvariante. Nach dem Lied ist dort auch der vierstimmige Satz von Vulpius veröffentlicht.

1. Hinunter ist der Sonnenschein,
Die finstre Nacht bricht stark herein;
Leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht,
Laß uns im Finstern tappen nicht!

2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag
Vor Schaden, G’fahr und mancher Plag‘
Durch deine Engel hast behüt’t
Aus Gnad‘ und väterlicher Güt‘.

3. Womit wir hab’n erzürnet dich,
Dasselb‘ verzeih uns gnädiglich
Und rechn‘ es unsrer Seel‘ nicht zu,
Laß uns schlafen mit Fried‘ und Ruh‘!

4. Durch dein‘ Engel die Wach‘ bestell,
Daß uns der böse Feind nicht fäll‘;
Vor Schrecken, G’spenst und Feuersnot
Behüt uns heint, o lieber Gott!

Im Gotteslob und EG endet die letzte Strophe:

Vor Schrecken, Angst und Feuersnot
behüte uns, o lieber Gott.

Dieser Schluss ist etwas gefälliger. Das ganze Lied klingt wie ein vertontes Abendgebet. Es erinnert mich an die Gebete meiner Kindheit, als wir vor dem Bettchen und dem großen Kreuz knieten, welches über der Schlafstätte angebracht war. Dabei war auch immer ein Schutzengelgebet. Das ganze Lied macht den Eindruck, dass hier zumindest ansatzweise solch ein katholisches Schutzengelgebet Pate gestanden hat für dieses lutherische Abendgebet.

Hl. Schutzengel mein,
lass mich Dir empfohlen sein.
In allen Nöten steh mir bei
und halte mich von Sünden frei.

In dieser Nacht, ich bitte Dich,
beschütze und bewahre mich. Amen.

Heute sehe ich das Lied im Kontext der liturgischen Texte der vergangenen 3. Sonntags im Jahreskreis (Lesejahr A), die uns auch explizit noch einmal auf die Weihnachtszeit verweisen:

Das Volk, das im Dunkel lebt,
sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen,
strahlt ein Licht auf. (Jes 9,1)

Und im Evangelium heißt es:

Das Volk, das im Dunkel lebte,
hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten,
ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden:
Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. (Mt 4,16.17)

Jesus Christus ist das Licht, das auch heute durch seine Nachfolger in der Welt leuchtet. Manchmal aber scheint es, als ob die Flamme erstickt würde in den Alltagssorgen, politischen und wirtschaftlichen Irrungen und Wirrungen. Die Dunkelheit in der Welt nimmt zu.

Und dabei sollte uns doch die Klarheit und Wahrheit des Herrn umleuchten. Statt dessen ist es die Finsternis der Unvernunft und der Unbarmherzigkeit.

Ich glaube nicht an einen Geist des Bösen, der personifiziert außerhalb der menschlichen Person existiert. Auch wenn viele meinen: Wenn es Engel gibt, muss es auch ein Pendant dazu geben. Nein, denn es gibt ja auch kein Pendant zum Menschen. Im Menschen ist das Gute und das Böse angelegt. Die Macht des Bösen ist aber stärker als das Licht. Immer wieder bricht es tiefe Schneisen in den Kreislauf des Lebens.

In letzter Zeit frage ich mich: Widersage ich dem Bösen wirklich, um in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben? Oder ist das nur ein Lippenbekenntnis, das meine Eltern für mich bei der Taufe und ich dann bei der Firmung spreche(n)? Jesus zu folgen, heißt den allzu verlockenden Parolen – auch den populistischen – zu widersagen. Nächstenliebe ist keine Theorie. Jesus fordert die Praxis: Kehrt um! Das Himmelreich (nicht irgend ein Menschenreich) ist nahe!

O bleib bei uns, Herr, denn es will Abend werden.

Das Phänomen der Lüge

https://i1.wp.com/files.alexanders-seite.webnode.at/200002605-6520266ac2/CiVxF6sWEAAx69z.jpgKünstlermund tut Wahrheit kund. Nehmen jetzt Putin und Trump Europa und vielleicht die ganze Welt in die Zange? Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Wer hat die Zahlen (vielleicht auch die Bilder mit Photoshop bearbeitet?) der Teilnehmer zu Trumps Amtseinführung gefälscht? Wer ist der Lügner: der, der die Medien der Lüge bezichtigt und der selbst am laufenden Band Beleidigungen ungestraft ausstößt und andere für seine eigenen Dummheiten (resp. Lügen) in den Knast bringen will, oder derjenige, der die Augen vor der Realität nicht verschließt und zumindest in großen Teilen versucht, realitätsnah zu recherchieren und zu berichten?

Fragen über Fragen. Eines ist sicher: DIE Medien sind nicht gerade ohne Schuld (siehe: Der Fall Christian Wulf); aber keiner hat das damals bemerkt. Und so ist es auch heute. Nur eines ist anders: Die Macht des Internets und der „freien“ Meinungsäußerung über Twitter, Facebook und Co. hat potenziell zugenommen. Es herrscht ein allgemeines Misstrauen gegenüber den etablierten Medien (außer gegenüber der Regenbogenpresse, z.B. BILD) und eine geradezu schwammartige Gläubigkeit gegenüber den Fake News im Internet. Wie ein Schwamm das Wasser aufsaugt, so saugen die Populisten die gefakten (oder soll ich sagen „getürkten„) Nachrichten aus den Schmieden der Lüge und Intrige auf. Was sollten sie auch sonst aufnehmen: Die Wahrheit ist für sie ja Lüge.

Es fällt nicht schwer Trump in bester Gesellschaft mit einem Erdogan zu wähnen, welcher im übrigen sein Machtpotenzial weit über die Befugnisse eines amerikanischen Präsidenten auszubauen versucht bei weiterschreitender Einschränkung der allgemeinen Meinungs- und Pressefreiheit.

Putin reicht den Kuss zum Bruderschluss. Und hinter ihnen steht ein Hitler, still und unerkannt. Allen gemein ist der Wahn sich auf dem Boden der Demokratie zu bewegen – oder die bewusste Täuschung der Welt -, obwohl die Präsidenten selbst schon eine Despotie anstreben oder bereits geschaffen haben. Die Welt sieht es nur nicht, denn sie ist im Netz der Lügen, populistischer und rechts- wie aber auch linkspolitischer Intrigen gefangen. Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Eine Lüge wird nicht wahrer, wenn man sie mantra-artig vor sich hinkäut.

Was ist aus dem Spruch geworden: Wehret den Anfängen? Augen auf, liebe Welt!!! Ansonsten heißt es nur allzu schnell: Hinunter ist der Sonnenschein …

Traditionalistisch – Fundamentalistisch

Lange hatte ich folgenden Artikel im Köcher. Jetzt aber, wo alle Welt von den Leuten schwätzt, die sich funfamentalistischen Strömungen des Islam anschließen und sich radikalisieren – wobei die Frage bleibt, ob der IS überhaupt muslimisch ist – habe ich mir gedacht, kannst du ja auch mal über die Tradis/ Fundis in der Römisch-Katholischen Kirche palabern. Nach all der Zeit (zuletzt revidiert 18.11.2011) findet man sogar noch alle Links, auf die der Post verweist.

Wer hätte das gedacht: Gott versteht nur Latein. Ich wusste es immer. Alles andere ist „Geschwätz mit dem Nachbarn“. Wenn ich also in Deutsch zu Gott bete, dann versteht er mich gar nicht. Jetzt wird mir so manches klar: Wir brauchen die Messe des extraordinären Ritus, weil wir als muttersprachlich deutsche Katholiken gar nicht von Gott verstanden werden und deshalb in Form des Latein vor sich hermurmelnden Priesters einen Fürsprecher brauchen. Er ist ja als einzig wahrer und verständiger geweihter Christ in der Lage oder besser gesagt von Gott dazu auserwählt, meine Gebete zu transformieren.

Wem hält hier der Priester die Hostie entgegen und warum?

Manche Leute schnipseln sich die Videos so zurecht, wie sie es für ihre Propaganda brauchen. Siehe auch: Katholische Konterrevolution. Wirklich furchtbar ist das. Dabei heißt es doch: Du sollst nicht lügen. Ich frage mich, welches Kirchenbild hier vermittelt werden soll? Und die einzig brauchbare Antwort, die mir auch jeder normale Mensch geben wird, ist: Die Kirche steckt doch noch im Mittelalter. Fragen der Neuzeit werden als irrelevant und böse abgestempelt. DIALOG wird mit DIABOLOS gleichgesetzt. Der Weltsicht der Moderne und Postmoderne wird ein Katechismus entgegengehalten, der eine meterdicke Staubschicht aufweist.

Hier noch zwei Artikel, die ich für besonders durch den Wind halte: Kontinuität oder Bruch sowie Was heißt „die neue Messe anerkennen“. Und dabei muss ich der Ausdruckskraft meiner Meinung Einhalt gebieten. Nur soviel: In welcher Welt lebt der Verfasser? Gestern oder vorvorgestern? Ach nein, er meint die Piusbrüder! Das ist ja schon klar, dass die nicht in dieser Welt leben. Der Kosmos dieser Vereinigung dreht sich nur um das Eucharistieverständnis der Missa Tridentina.

Ich versteh‘ die Fundis nicht. Sie geben sich so kämpferisch für ein Kirchenbild, das in einer Zeit entstanden ist, in der die Welt am Abgrund stand: Nepotismus und Simonie waren in der Kirche an der Tagesordnung. Gegen diese und andere Missstände in der Kirche galt es eine klare Linie zu vertreten. Das hat das Tridentinische Konzil auch geschafft. Auch in der Priesterausbildung. Aber die Zeiten haben sich geändert. Heute stehen ganz andere Probleme auf der Tagesordnung, auf die die Traditionalisten keine verständliche und befriedigende Antwort haben.

[Hier doch eine Nebenbemerkung in der Revision: Die Welt steht auch heute an einem Abgrund. Auch der ist hausgemacht; betrifft aber weder den religiösen Diskurs noch innerkirchliche Missstände, sondern einen eher handfest existenziellen: der viel zu wenig beachtete Klimawandel mit all seinen leider nur all zu wahren Katastrophen- und Horrorszenarien.]

Abgrenzend von ihnen möchte ich mich als konservativ im positiven Sinne betrachten. Traditionell eingestellt – nämlich den Traditionen der Kirche insbesondere des II. Vatikanums mich verpflichtet fühlend. Dabei sehe ich das Konzil als kontinuierlich in der Reihe der Konzilien stehend an. Es gibt keinen Bruch in der Kirche, jedenfalls nicht durch das Konzil. Die Brüche in der Kirche sind anderer Natur. Das II. Vatikanum hat versucht Antworten zu finden auf die Erfordernisse der Zeit. Weil aber fundamentalistische Kräfte eine Weiterentwicklung der Ideen des Konzils verhindern, verlieren katholische Christen hier in Europa immer mehr an Ansehen. Atheistische „Bewegungen“ werden zunehmend radikaler und der Glaube scheint nicht nur in der römisch-katholischen Kirche zu verdunsten.

Nebenbei: Ich kann es nur als Satire auffassen, wenn Fundamentalisten in ihren Blogs darauf verweisen, dass sie zu den Aussagen des II. Vatikanums stehen würden. Irgendwie kann ich aber schlecht darüber lachen. Aber wahrscheinlich ist das so ein Fundi-Insider-Witz, haha. Tatsächlich entfernen sich viele Katholiken von den Lehrmeinungen des II. Vatikanischen Konzils. Statt dessen gehen sie einen Schritt zurück. Aus Angst vor den Unsicherheiten der Moderne und Postmoderne skandieren sie die Ausführungsbestimmungen des Tridentinischen Konzils, die in der Folge in entscheidender Weise zu Kirchenspaltungen beigetragen haben. Mangelnde Dialogbereitschaft war schon damals der Knackpunkt gewesen. Wäre es zu einem echten Disput zwischen Papst, Luther und Theologen gekommen, so sähe die katholische Welt heute anders aus. Warum soll die Kirche sich nicht weiterentwickeln? Weil das Tridentinum das Non-Plus-Ultra ist?

Viele Fundamentalisten meinen, sie hätten die Wahrheit für sich gepachtet. Da sind die Leute, die Handzettel verteilen gegen die Handkommunion. Wer jemals einen solchen Wisch gelesen hat, kann verstehen, weshalb die Fundamentalisten sich so oft folgender Wörter bedienen: Hölle, Teufel, Linke Theologen (was immer das sein mag – lach mir einen Ast, die Leute, die so etwas schreiben, wissen gar nichts vom real-existiert-habenden Sozialismus in der DDR, pah, und schimpfen auf alle, die „modernistische“ Äußerungen von sich geben – was immer das jetzt schon wieder sein mag) und häretisch und schismatisch. Seien wir mal ehrlich, wer verwendet diese Wörter heute noch im alltäglichen Sprachgebrauch. Die stereotype Antwort darauf kenn‘ ich schon: Deshalb sind sie nicht weniger wahr. „Quid est veritas?“ – Gott ist Wahrheit! Und ob Gott die Rubriken der Extraordinären Messe so gut kennt, wie manche Priester/ Laien oder ob er das Kirchenrecht so genau studiert hat, wage ich zu bezweifeln.

Naja, so viel dazu …

Ein kleiner TRUMPeter

https://i1.wp.com/bilder.t-online.de/b/80/08/15/94/id_80081594/610/tid_da/beziehungen-entspannen-donald-trump-und-wladimir-putin-.jpg… wird heute als 45. Präsident der Vereinigten Staaten inauguriert. Ein Amt, dass diesem feisten Lügner und Betrüger gar nicht zusteht. Wie sonst hätte er solch ein Immobilienmogul mit machtpolitischen Größenwahntendenzen werden können, wenn nicht mit einer gehörigen Portion Lug und Trug. Und das schon ein bisschen mehr als Fake, fake news, die er selbst verbreitet (über Twitter in die Welt trumpetet). Und sein Busenfreund (hier im Bild neben ihm) wird entgegen landläufiger fake news nicht zur Inauguration nach Washington kommen.

Eines muss man ihm lassen: Er hat seit spätestens 1999 geduldig gewartet, bis die Zeit reif war und die Menschen in den USA dumm genug, um auf seine Mantras hereinzufallen. Seine Tweets zeigen eindeutig, das er sich auch als Präsident nicht anders verhalten und als ein Unternehmer, der letztendlich nach einer großen Depression und auch Ent-täuschung (sowohl als auch) spätestens in 4 Jahren sein Amt abgeben muss, sein großes Spiel verlieren wird. Und die Welt dreht sich auch dann weiter, ohne den kleinen TRUMPeter.

Weihnachten orthodox

https://koptisch.files.wordpress.com/2012/01/0-a-krippe.jpg?w=251&h=139Warum feiert die Orthodoxie erst im neuen Jahr Weihnachten? Das hat nichts mit der vermeintlichen Ankunft der Magier aus dem Osten zu tun, die vor allem in der deutschen Kirche zu Königen stilisiert worden sind, weil sie allesamt königliche Gaben dem Kind darbringen: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Aus der Dreizahl der Gaben leitet sich im übrigen auch die Anzahl der Sterndeuter ab, die bei Matthäus (2,1-12) nicht näher quantifiziert werden.

Papst Gregor XIII. führte 1582 eine notwendige Kalenderreform ein, die aber erst nur von der römisch-katholischen Kirche und später von den protestantischen Kirchen implementiert wurde. Auch in den orthodoxen Kirchen, die den Gregorianischen Kalender übernommen haben, wird Weihnachten am 25. Dezember gefeiert. Dies sind die orthodoxen Kirchen von Konstantinopel/Ökumenisches Patriarchat, Alexandrien, Antiochien, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland (mit Ausnahme der Republik Athosklöster), Albanien, Finnland und die syrisch-orthodoxe Kirche. Andere orthodoxe Kirchen halten bis heute am Julianischen Kalender fest: die russische, weißrussische, ukrainische, serbische, mazedonische, georgische und jerusalemitische Kirche, sowie die Klöster auf dem Berge Athos u.a. Sie begehen alle festliegenden Feiertage (wie zum Beispiel Weihnachten) im Zeitraum der Jahre 1900 bis 2100 jeweils 13 Tage später als die westlichen Kirchen und die orthodoxen Neukalendarier.

Dennoch steht bei der Verkündigung die Theophanie, heute: Epiphanie im Vordergrund, weshalb auch das Weihnachtsevangelium vom Tag in den orthodoxen Kirchen den Besuch der Sterndeuter in den Vordergrund rückt und somit das Erscheinen Christi in der Welt und seinen Herrschaftsanspruch.

Terror, Wut und Trauer

https://i0.wp.com/www.fr-online.de/image/view/2016/11/20/35025536,39109580,dmFlashTeaserRes,Unbenannt.JPG.jpg… Was bleibt nach dem Anschlag in Berlin? … Und eine Polizei die fieberhaft einen Täter sucht, nachdem sie einen Verdächtigen ja schon wieder laufen lassen musste.

Amokläufe hinterlassen bei den Deutschen einen faden Beigeschmack. Schon vor dem Erfurter Amoklauf im Gutenberggymnasium haben wir uns tapfer versucht einzureden: So etwas kann nicht bei uns passieren. Anschläge auf Weihnachtsmärkte sind spätestens seit den Ereignissen in Nizza vorausgesagt worden. Aber doch nicht bei uns.

Sind wir aber ehrlich: Müssen wir uns die Weihnachtsstimmung kaputt machen lassen, die doch die Weihnachtsmärkte erst generieren sollen? Die Weihnachtsstimmung, die genuin eigentlich gar nicht zu Weihnachten gehört. Da ist von etwas ganz anderem die Rede: ein kleines Kind im Stall, Jesus, der Retter ist da; Engel singen Halleluja und Hirten kommen. Und basta. Kein Lametta, kein Glühwein usw.

Dennoch lasse ich mir von islamistischen Hohlbirnen oder von wem auch immer meine kleine falsche Welt nicht zerstören. Gedenken aber will ich der Opfer und bitten will ich um einen wahren Weihnachtsfrieden auch bei den Verwundeten und Überlebenden und bei uns allen.

Fake News

https://i1.wp.com/sociallyurban.com/wp-content/uploads/2016/05/20-Donald-Trump-Lies-blog-post-sociallyurban-nose-long-e1463212580423.jpgLügen verbreiten sich in Windeseile. War es bisher „nur“ Mobbing  ist es jetzt gezielte Falschmeldung, um Stimmung zu machen oder/ und Geld zu verdienen. Und alle Leute empfinden das schon als normal. Besonders in den Ländern, in denen eh zuerst das Geld und dann die Moral kommt. Der neue Präsident der USA ist ein Lügner, der geschickt nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in Ausübung seines Amtes in Zukunft das Internet nutzt, um seine Inkompetenz durch die Behauptung zu untermauern, die Anderen (sprich: alle seine Gegner) seien die Verbrecher und Lügner. Und er wiederholt das mantraartig, so dass seine Anhänger das ebenfalls wiederkäuen und als Wahrheit ausgeben. Und viel mehr noch: Seine lügnerischen Anhänger werkeln fleißig mit an diesem Lügengebäude. Die Medien können nichts dagegen ausrichten, denn in Trump’s Lügenmaschinerie sind sie ja die Lügenpresse.

Es ist, wie es ist: Trump ist ein Lügner. Ein moderner Pinocchio. Und wenn er nicht irgenwann über seine lange Nase zu Fall kommt, dann müsste eigentlich die Justiz ihn hinter Gitter bringen. Gebe Gott, dass er nicht noch großen Schaden anrichtet mit seiner begrenzten Oberschülerhaften Weltsicht. Sollten solche Verbrecher überhaupt Präsident werden dürfen? Werden die Kandidaten nicht irgendeinem Eignungstest unterzogen. Da sollte man zukünftig einmal drüber nachdenken. Twitterfähigkeit ist kein Qualifikationsmerkmal. Twittern kann heute jedes Kind.

Dass Politiker es noch nie so wirklich mit der Wahrheit hatten, ist aber kein Freibrief dafür, dass ein offensichtlicher Lügner das höchste Staatsamt ausüben darf und so viel Macht auf sich vereint, dass einem Angst und Bange werden könnte. Früher gab es noch Affären, über die die Präsidenten zu Fall gebracht wurden. Aber die amerikanische Doppelmoral scheint gegen so viel falschem Spiel machtlos zu sein. Ein journalistischer Leitspruch hieß früher: Only a bad news is a good news! So muss es wohl heute umformuliert werden: Only a fake news is a good news. Und die Verschwörungstheoretiker haben im wahrsten Sinne des Wortes Hochkonjunktur.

Nikolaus

nikolausManche Leute tun sich schwer, Ausländer zu akzeptieren … Den Bischof Nikolaus hat man jedoch weitestgehend integriert, so weit, dass er zumal mit einer fiktiven Werbefigur verwechselt wird, welche an Weihnachten mit bauschigem Bart und fettem Bauch auftritt und meint er sei der „Santa Claus“ – also der Hl. Nikolaus.

Der Bischof Nikolaus ist aber gut zu erkennen an seiner Mitra und dem Bischofsstab. Oftmals ist er jedoch mit einem roten Messgewand abgebildet, welches zur Verwechslungsgefahr sehr stark beiträgt. Ich bin mir aber sicher, dass er auch in diesem Jahr wieder nach Deutschland einreisen wird, auch ohne Aufenthaltsgenehmigung. Schaut doch mal in die Stiefel, die ihr vor die Tür gestellt habt. Vielleicht war er ja schon da.

Advent oder Vorweihnachtszeit?

Die Zeit – sie geht dahin. Man dreht sich nur einmal um … und schon ist es wieder Weihnachten. War doch gefühlt erst gestern. Und wieder der ganze Stress mit den Geschenken, der buckligen Verwandtschaft, nervenden Kindern, die noch an den Weihnachtsmann glauben, den uns eine allzu bekannte Limonadenfabrik aus den USA kreiert hat.

Überhaupt immer diese nervigen amerikanischen Bräuche: als wäre Thanksgiving ein deutsches Fest. Wer kommt auf die Idee Erntedank mitten im Winter zu feiern? Cybermonday und -week und Black Friday … Alle regen sich auf, wenn eine religiöse Gruppe Ramadan oder Chanukka feiert, aber keiner über diesen amerikanischen Weichspülerkram. Die Amis glauben auch daran, dass die Deutschen sich gurkenförmige Christbaumkugeln an den Weihnachtsbaum hängen. Na dann! Viel Spass mit den Adventskalendern: Heute erstes Türchen öffnen! Und denkt dran: Es gibt keinen Vorweihnachtskalender!!!

First Lady Michelle Obama Carpool Karaoke

Da muss ich doch noch einen neuen Beitrag anfangen. Das wird es wohl unter Trump so nicht geben: