Neuer im Team

Ein herzliches Willkommen sieht anders aus: Ein paar Worte vom Geschäftsführer, nicht unbedingt vom Big Boss, und ein Blumenstrauss; das muss reichen. Was ist das für ein Unternehmen, in dem du zur Führungsetage gehörst, aber behandelt wirst, als ob du der letzte Buchhalter bist?
Du darfst hier gar nichts verändern. Wenn dir etwas nicht gefällt, musst du es erst beim Big Boss beantragen und rechtfertigen … hm, kann ich verstehen. Und überhaupt: Da könnte ja jeder kommen, das haben wir noch nie so gemacht, und das hat sich seit Jahrhunderten schon bewährt.
Dann kommt noch das schärfste Argument: Veränderungen brüskieren die Ehrenamtlichen, auch dann, wenn sie mit den Veränderungen in keinster Weise in ihrer Mitarbeit gestört werden. Ein konstruktives Miteinander anzumahnen und dieses an sich selbst zu praktizieren, sind zwei verschiedene Dinge.
Gefühle sind irrelevant. Alles muss allein vom Verstand regiert werden. Diese Versuchung führt nicht nur in die Irre, sondern auch zu einem sehr frostigen Klima. Wie sich der Neue fühlt wird weder beleuchtet noch in irgend einer Weise verstanden. Entgegenkommen nur auf Konfrontationskurs.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann mal alles anders wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Bischof wird verabschiedet

Knapp einen Monat nach seinem Rücktritt wird Bischof Joachim Wanke in Erfurt verabschiedet. Morgen Vormittag findet in der Brunnenkirche eine Gesamt-Pastoralkonferenz statt, in der der Bischof geehrt werden soll.

Am Nachmittag ist dann der große Festakt im Theater Erfurt, zu dem ca. 400 Gäste aus der katholischen und evangelischen Kirche und der jüdischen Landesgemeinde eingeladen sind. Den Festvortrag hält Professor Josef Pilvousek, Kirchenhistoriker an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. Er würdigt die pastoralen Herausforderungen und Weichenstellungen in der Amtszeit von Bischof Wanke.

Die „Gloriosa“ darf natürlich im Reigen der Laudationes nicht schweigen; sie wird vor dem Pontifikalamt um 17.30 Uhr im Erfurter Dom zu hören sein. Die größte, frei schwingende, mittelalterliche Glocke der Welt läutet nur an hohen kirchlichen Feiertagen und zu besonderen Anlässen. Domradio Köln und katholisch.de übertragen den Gottesdienst im Internet via Livestream.