6 Jahre „Nacht des Herrn“

Die Zeit flieht wie ein Schatten. Heute erinnert mich wordpress, dass ich mich vor 6 Jahren registriert habe. Genau genommen am 3. März 2011 habe ich meinen allererster Artikel veröffentlicht: „Was gibt’s Neues?

In dem Posting erkläre ich mein Anliegen, in der sog. Blogozese einen Kontrapunkt setzen zu wollen. Das kommt auch in vielen Artikeln zum Ausdruck. Am 11. Juni 2012 Habe ich das auch noch einmal explizit in einem Artikel gepostet: „Katholische Blogs und mehr …“ In der letzten Zeit mehren sich jedoch die Gedanken zur Politik, vor allem der Weltpolitik. Religion schwebt nicht im luftleeren Raum, die Entwicklung in der Welt – zurück zu Kleinstaaterei und Despotentum – macht mir große Sorgen. Auch wenn viele meinen, sie leben (hier in Deutschland/ Europa) ziemlich sicher, rechnen sie nicht damit, dass auch Demokratien Kriege führen können, und sich die Sicherheit schnell verflüchtigen kann.

Die Blogozese an sich hat mit dem Pontifikat Papst Franziskus‘ an Bedeutung verloren. Die Lichtgestalt der Blogozese war Papst Benedikt XVI., der durch sein Pontifikat den Traditionalisten große Hoffnungen gemacht hat. Die Blogozese hat nie große Bedeutung in der kath. Kirche Deutschlands erlangt, weil sie als diffuses Sprachrohr der Fundamentalisten ein Sammelbecken ziemlich eigen- und einzigartiger Gedankenakrobaten war, denen es nicht gelungen ist, eine allgemein interessierende Plattform zu schaffen, die zu einem sinnvollen Diskurs angeregt hätte. Das war auch nie Sinn und Ziel der Blogozese geschweige denn ihrer Bloggertreffen. Statt dessen wurden die Ansichten „modernistischer“ Theologen, Priester und Gläubige in unregelmäßigen Abständen karikiert und verteufelt. Nach althergebrachter (mittelalterlicher) kirchlicher Tradition. Die meisten der bedeutendsten Blogger der Blogozese schreiben auch heute noch, aber faktisch existiert die Blogozese nicht mehr, siehe auch: „Aufbruch und Niedergang der Blogozese“ – ein Schwanengesang auf dieses Phänomen der Bloggerszene.

Der Titel meines ersten Postings stammt übrigens aus der stereotypen Eröffnungssequenz der NDR-Radio-Comedy „Frühstück bei Stefanie„.

Früchte des Bloggertreffens in Freiburg 2012

Die Früchte des Bloggertreffens in Freiburg kann man finden unter Rückblick Bloggertreffen 2012. Es scheint ja eine recht interessante Begegnung stattgefunden zu haben, auch mit vielen Kontaktangeboten in der realen Welt, eben auch dem gemeinsamen Gebet, das sich meiner Meinung nach im Internet nur schwer realisieren lässt. Auch Vincentius postet ein Resumee: „Bloggertreffen revisited„, das erwartungsgemäß sehr tief einzelne Streitpunkte auslotet. Mein Dienst am Sonntag lässt sich oftmals zwar etwas schieben, aber in der heutigen Zeit ist das nicht mehr ganz so flexibel machbar, auch wenn ich gern dabei gewesen wäre. Es fehlten aber wohl einige Köpfe, die in der Blogozese ansonsten auch den Ton angeben. Dafür finden sich bei Braut des Lammes, bei Gott und die Welt, bei Johannes u.v.a. auch wesentliche, persönliche Feedbacks. Eine kleine Anregung für das nächste Treffen: Think bigger. Denn ich haben vor verschiedenen „gehört“, dass sie auf der Warteliste standen. Das zeigt auch, dass die Blogozese wächst. Über die Bedeutung der ganzen Bloggerei kann man sich auch weiterhin streiten.