Satire

Darf man alles durch den Kakao ziehen? Wo liegen die Grenzen der Satire? Und wenn Satire Kunst sein sollte, darf sie alles? Was ist mit der Meinungsfreiheit? Fragen über Fragen, die sich jeder ehrliche Journalist (sollte es ihn denn geben) fragen muss, der sich auf das staubige Feld der Satire begibt.

Im September letzten Jahres wurde die Satiresendung „extra3“ 40 Jahre alt. Im Norden Deutschlands mehr oder weniger bekannt, hat sie sich der Politsatire gewidmet, einer Sparte, die heute einen sehr rüden und rauhen Ton angenommen hat. Aber gegenüber der „Anstalt“ und „Neo Royal“ sind „extra3“ und die bekanntere „Heute Show“ fast schon ziemlich zahme Formate, wenn man mal von einigen Treffern (Erdogan-Lied) absieht.

Ich muss aber erinnern, dass die „Nacht des Herrn“ ursprünglich ein Satireblättchen gewesen ist. Jetzt taucht hier und da noch ein wenig Satire auf. Schließlich bin ich erwachsen geworden und meine Interessen haben sich geweitet: Gott und die Welt, Politik als auch Religion, Wirtschaft und der alltägliche Wahnsinn, oder wie „extra3“ titelt: „Irrsinn der Woche“. Und um es genau zu nehmen, gehöre ich noch nicht einmal zu den Herausgebern der originalen Schrift, nur zum näheren Umkreis.

Und die Kollegen, die sich mit der extra-3 Redaktion den Flur teilen, machen sich aauch so einige Gedanken zur Satire. Diese Gedankensplitter gehen durchaus konform mit oben genannten Punkten.

Blockbustaz

Wer hat schon gegen „Blockbustaz“ (42048 Stimmen) in der Abstimmung eine Chance? Der Tod mit seiner Sitcom „Jetzt ist Sense“ (8495 Stimmen) konnte sich leider nicht durchsetzen. Aber man kann sich beide Piloten anschauen:

Blockbustaz hier

Jetzt ist Sense hier

und last and least auch den dritten Beitrag: Alibi Agentur hier

Infos zur Aktion auf ZDFneo: Der Tod und die Sitcom.

Der Tod und die Sitcom

Da wollte ich heute mal wieder gemütlich in meinen verlinkten blogs lesen und da stolper ich gerade über einen Beitrag im Bestatterweblog: Jetzt ist Sense. Na, klar, denke ich, was sonst soll auf einem Bestatterweblog auch stehen als ein Artikel über den Sensenmann. Aber wenn man weiterliest, erlebt man eine Überraschung.

ZDFneo –  wer guckt das schon – bringt Ende August (also in knapp 4 Tagen und 3 Stunden) eine Sitcom heraus, die zwei Haupthelden hat: einen Schlüsseldienstfuzzi Andi und seinen besten Freund, den Tod. Ja, den Sensenmann, der allerdings nicht mehr mit Kapuzenkutte, Knochenhand und Sense daherkommt sondern im Anzug und einfach stoisch seine Arbeit macht. Bei Andi hat er noch einen gut, weil er den aus dummen Zufall und Schusseligkeit hat leben lassen. Jetzt wird er sein bester Freund, hat endlich mal jemanden zum ratschen und folgt ihm seitdem überall nach. Andi ist der einzige, der den Tod sehen kann, was ihn selbst verständlicherweise nervt, denn seine Umgebung hält ihn zunehmend für verrückt.

Interessanter Plot. Erinnert mich ein bisschen an: Die Geschichte vom Brandner Kasper. Wobei ich ja die Version mit Bulli Herbig ganz toll finde. Hier noch die entsprechende Seite von ZDF-neo: Jetzt ist Sense. Das Verrückte dabei ist jedoch: Diese Sendung ist nur ein Pilot, der erst zur Serie wird, wenn er die Abstimmung gewinnt. Also fleißig voten – für den Tod. Denn Sterben müssen wir doch alle, oder?

Ach, diese Minions

Hier eine der besten Zusammenstellungen aus den beiden Filmen „Ich – einfach unverbesserlich“ (1 und 2). BANANA …!!! Einfach knuddelig.

Kurzfilm: Der neue Zellengenosse

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal ein Experiment veröffentlicht: Parallel Lines – Philips. Jetzt bin ich auf ein ähnliches Experiment gestoßen. Toller Kurzfilm von James W. Griffiths und Sophie Venner. Room 8 erzählt uns die Geschichte eines neuen Gefängnisinsassen. Er gerät in eine Zelle mit einem ganz eigenartigen Zellengenossen. Der wirkt etwas verschlossen, erst recht, wenn man sich an seinen Sachen zu schaffen macht.

Tolle Bilder, schön skurrile Geschichte und gute Inszenierung, sehr gut geschrieben von Oscar-Preisträger Geoffrey Fletcher. Hat nicht umsonst den 2014 BAFTA (British Short Film Award) gewonnen.

Let it snow auf der Enterprise

Draußen vom Walde komm ich her und muss euch sagen … äh wie war das noch mal … ach ja: Make it so, … äh nein: Let it snow. Jetzt hab ich’s. Nochmal von vorn: „Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ (Intro der Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert. USA 1987-1994) Es weihnachtet sehr 😉

The Mill

Da war ich wieder einmal surfen im Internet, auf der Suche nach interessanten Videos, Bildern, Rezepten, christlichen oder weniger religiösen Texten. Und jenseits meiner Blogroll bin ich auf ein Projekt gestoßen, das sich vorgenommen hat, Menschen auf multimedialem Weg zu begeistern für großartige, schön ausgeführte Ideen, vor allem aber Werbeagenturen oder Designer etc. The Mill beschreibt ihre Philosophie so: „Our passion is for great ideas, beautifully executed, that engage audiences irrespective of platform, device or venue.“ Es lohnt sich auch auf die homepage zu gehen: http://www.themill.com. Das Video ist eine „Arbeitsprobe“ (so könnte man wohl den Begriff „Showreeel“ übersetzen, wobei „reel“ Band, Rolle, Filmrolle meint). Mich hat dieser Zusammenschnitt unterschiedlichster Schnipsel fasziniert..

… and now, something completly different

Da stolper ich doch heute wieder in Bachmichels Haus und bewundere die schönen Fraktalphotos und stöber in der Rubrik: „Das könnte Sie auch interessieren“ und stoße auf einen Artikel, der schon etwas älter ist: „Überraschend: Thema verfehlt Werbung„. Dennoch ist die Frage, die  dahinter steht, aktueller denn je: Brauchen wir die GEZ, die sich jetzt „Beitragsservice“ nennt? 9,5 Milliarden Euro!!! Wofür werden die ausgegeben?

Sehr schön beantwortet die Frage der folgende Werbespot – allerdings für die BBC 1985!!! -, den ich gern – auch aus einem anderen Grund – reblogge:

Die Frage, die dahintersteht, ist doch: What have the Romans ever done for us? „Das Leben des Brain“ war hier der Pate für diesen BBC-Werbespot, der den unverkennbaren Humor der Britten und vor allem von Monty Python widerspiegelt. Im folgenden ist der gleiche Hauptakteur ohne Bart zu sehen. Die Parallele ist leicht zu erkennen.

Mitt Romney Style (Gangnam Style Parody)

Und noch ein Nachtrag – Nachschlag musikalischerseits zu den US-Präsidentschaftswahlen. Dabei wird nicht ganz klar, ob es sich hierbei um eine Werbung oder Anti-Werbung handelt 🙂 Vorsicht Ohrwurmcharakter!

This is crazy.

Barack Obama singing

Man mag ja zu diesem Mr. President stehen wie man will, aber die Amerikaner haben schon witzige „Wahlkampfhelfer“. Echt geniale Cuts und Cutters. Wenn Angie solch einen Support hätte, dann würde ich ihr auch noch eine neue Runde gönnen, maybe 😉

Call Me Maybe by Carly Rae Jepsen

Can’t Touch This by MC Hammer

Und jetzt beide Kandidaten zusammen: Hot and Cold by Katy Perry

Werbung ohne Religion

Das Drama spielt nicht erst seit der Antike im Theater wie im echten Leben eine entscheidende Rolle. Auch und besonders in der Werbung. Eine wirklich originelle Werbung ließ sich ein Fernsehsender in einer belgischen Kleinstadt einfallen, um den Beginn der Ausstrahlung anzukündigen. Daraus ist ein sehenswertes und witziges Video entstanden.

Es gäbe zwar einige Fragen zur Entstehung dieses Filmchens, eine aber ganz wichtige: Sind die Zuschauer echt? Und: Wie oft haben sie die Show aufgeführt? Und: Warum bleiben die Zuschauer stehen, als die Schüsse fallen? Also: Ich wäre vermutlich weggerannt oder aber auch zur Salzsäule erstarrt. Trotzdem: Keep smiling. 🙂

Parallel Lines – Philips

Die Parallel-Lines-Kampagne war eine Werbekampagne von Philips in Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsfirma Ridley Scott Associates (RSA). Es entstanden dabei einige bemerkenswerte Kurzfilme, die nur eines gemeinsam hatten: den Text. Und der besteht nur aus ein paar kurzen Sätzen:

Was ist das? Es ist ein Einhorn. Noch nie eins von so nah gesehen. Wunderschön. Hau ab! Hau ab! Es tut mir leid.

Fünf Filme aus ganz unterschiedlichen Genres erzählen fünf je eigene Stories, die mysteriös sind, aber auch tiefgründig. “Meine Produktionsfirma erhält täglich hunderte von kreativen Ideen pro Tag, aber diese Aktion war wirklich etwas Besonderes”, sagt Scott, Regisseur von Kinoerfolgen wie “Alien” (1979), “Blade Runner” (1982) oder “Gladiator” (2000). Die fünf Originalkurzfilme konnte ich nicht genau eruieren. Vielleicht sind sie auch nicht freigegeben. Dafür aber folgende, die am Wettbewerb teilgenommen haben:

1. Das Findelkind (The Foundling)

2. Baby Time

3. Das Porzellaneinhorn (Grand Prize – The Porcelain Unicorn)

4. Das Geschenk (The Gift)

5. The Engagement

Verweise auf die Philips-Homepage bringen nichts. Die Kampagne ist beendet.