Where’s the revolution?

Ihr wurdet kleingehalten
Ihr wurdet herumgeschubst
Ihr wurdet angelogen
Ihr wurdet mit Wahrheiten gestopft
Wer trifft eure Entscheidungen?
Ihr oder eure Religion,
Eure Regierung, eure Länder?
Ihr patriotischen Junkies!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Schon viel zu lange
Haben sie auf euch gepisst
Eure Rechte missbraucht
Eure Ansichten abgelehnt
Sie manipulieren und drohen
Mit dem Schrecken als Waffe
Ängstigen euch, bis ihr betäubt seid
Zermürben euch, bis ihr auf ihrer Seite seid.

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

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Die Staatsanwaltschaft im Spiegel

Eine Schande ist es, wie sich die Justiz zum Handlanger der Medien, in diesem Falle eines Medienkonzerns macht. Natürlich ist es nur reine Spekulation, aber das eitle Spieglein an der Wand mit seinem Lügenjournalismus hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein großes Interesse an der Revision, den die Staatsanwaltschaft im Fall Wulff anstrebt. Wenn die Urteilbegründung der Richter raus ist, will auch die Staatsanwaltschaft mit ihrer Begründung rausrücken. Ist schließlich ihr gutes Recht und zu klagen bis zur letzten Instanz auch. Kommt aber nicht gut an.

Was wollen sie aber groß begründen? Dass sie zu blöd waren die Beweismittel ordentlich und fristgerecht auf den Tisch zu legen? Nein, stattdessen machen sie einen Eiertanz ums goldene Kalb und werfen dem Gericht Verfahrensfehler vor. Da muss man kein Prophet sein …

Naja, die BILD-zeitung wird sich freuen: Die nächsten Schlagzeilen sind vorprogrammiert. Falls es aber schlecht läuft, müssen sie eine andere Volksverblödung aus dem Archiv zerren. Da wird sich sicher noch viel auf diesem Niveau finden lassen.

Der Fall Wulff abgeschlossen?

Wulff.ZapfenstreichNicht nur, dass eine wild in alle Richtungen schießende Staatsanwaltschaft sich eine Revision vorbehält, die Medien zeigen zum einen Teil späte Reue, zum anderen erneute Häme, wobei sich zur Veröffentlichung des Mailboxmülls durch die BILD-Zeitung ein Rechtsanwalt den Schertz … äh … Scherz erlaubt, man dürfe das machen, weil es sich um ein zeithistorisches Dokument handelt.

Doch zur Chronologie der BILD-Veröffentlichungen dieser Mailboxaufzeichnung:

Bereits Anfang 2013, im „BILD-Jahrbuch 2012“ ist der komplette Text veröffentlicht worden. Für einen Großteil der Leser ist die Veröffentlichung nun allerdings neu, die Empörung auf der „Bild“-Facebook-Seite groß. „Lasst den Mann endlich in Ruhe, ist ja widerlich !!“, schimpft ein Nutzer unter dem Link zur Veröffentlichung. „Systematisch habt ihr ein politisches Leben zerstört! Ja! Er hat Fehler gemacht! Aber er hat genug gelitten! Ich hoffe er hat bald endlich Ruhe und wird bald endlich wieder Freude haben! Wer sich gegen die ,Bild‘ stellt ist ohne Chance! Das hat der Fall ,Wulff'“, bewiesen!“, kritisiert ein anderer Nutzer. „Bild hat’s halt nötig nach zu treten, schade, zeigt aber das Niveau“, heißt es in einem weiteren Kommentar.

So schreibt der Tagesspiegel am 26.2. Parallel zur Ausstrahlung des Spielfilms „Der Rücktritt“ auf Sat 1 veröffentlichte die BILD in ihrer Online-Ausgabe die Wut-Nachricht, die das ehemalige Staatsoberhaupt „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann auf die Mailbox sprach, im Wortlaut. Nur noch einmal zur Info: Wulff hatte einer Veröffentlichung widersprochen.

Der erneut gewählte Zeitpunkt kann eigentlich nur bedeuten: Ein voraussichtlicher (und dann ja verkündeter) Freispruch Wulffs ist uns ganz egal. Wir wollen noch einmal zeigen, wer hier eigenlich das Zepter in Deutschland und der Welt führt: der König mit dem Spiegel und in diesem zeigt sich ein Bild der Hetzjagd auf alle Nonkonformisten. Die Inquisition im Mittelalter bediente sich ganz ähnlicher Mittel.

Vor knapp 2 Jahren habe ich schon auf die Macht der Medien bezüglich der Affäre Wulff verwiesen. Wieviel Privatssphäre darf man als öffentliche Person haben? Und ist alles, was man als solche absondert und äußert als zeitgeschichtliches Dokument zu betrachten? Eines weiß auch ein Christian Wulff: Nach seiner grundlosen Demontage durch das Spiegelimperium war ein Rücktritt trotzdem unvermeidbar. Denn durch das aggressive Mobbing aller Medien wurde er letztendlich auch in den eigenen Reihen diskreditiert. Und nicht zuletzt sein eigenes nichtstaatsmännisches und dilettantisches Verhalten musste unweigerlich zu diesem Schritt führen.

Ökumenische Friedensdekade 2012

Die Friedensdekade 2012 beginnt am St. Martinstag und endet am 21.11.2012, dem Buß- und Bettag. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Mutig für Menschenwürde„.

Dabei wird der Finger in die Wunden gelegt: „Gier, Macht und Krieg“ (das Thema im letzten Jahr) sind keine christlichen Werte, obgleich es archaische Mechanismen sind, die wir Christen aufdecken sollten. Gegen diese Auswüchse der Unmenschlichkeit hat sich auch zu DDR-Zeiten der Konziliare Prozess „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ ausgesprochen. Dazu gibt es außerhalb der Friedensdekade am 1.12.2012 eine Konferenz in Erfurt, Tagungsraum der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt (Andreasstraße 37a).

Es soll auch Rückblick gehalten werden auf den Prozess in den 1980-er Jahren. Doch nicht nur die historische Sicht soll geschärft und der Konziliare Prozess kritisch gewürdigt werden, vielmehr wird auch der Frage nachgegangen: Was blieb? Wurde nach der Wende 1989/90 alles wieder vergessen? Wo lassen sich die Grundüberzeugungen der Versammlung heute noch finden? Und sind sie überhaupt noch aktuell?

Zurück zur Friedensdekade: Material findet sich hier. Die Termine für Thüringen kann man hier nachlesen. Das sind auch sicher nicht alle. Am besten einfach mal bei der Gemeinde vor Ort Infos holen.

Grundsätzliches zur Friedensdekade habe ich ja schon im letzten Jahr geschrieben: Schwerter zu Pflugscharen.

Bahrain – der vergessene Kampf um Freiheit

Während alle Welt über Syrien redet oder diskutiert, vergessen wir viele Konfliktherde. Gestern habe ich eine Reportage auf ARTE gesehen – in der Zeit, als die zweite Hälfte von Polen gegen Russland lief. Diese hat mich sehr schockiert. Ich fand es auch sehr mutig von den Journalisten, sich auf diese Insel zu begeben. Vergessen wir auch die Menschen nicht, die dort versuchen, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen und einzustehen für Freiheit und Gerechtigkeit. Und beten wir für eine friedliche und baldige Lösung dieser Massaker ähnlichen Zustände.

Bahrain – Verbotene Bilder Schrecklich!

Hier die Reportage:

Bahrain – der vergessene Kampf um Freiheit

Schwerter zu Pflugscharen

Die Ökumenische Friedensdekade ist wieder in vollem Gange und findet erwartungsgemäß kaum Zuspruch. Die Zeiten haben sich geändert? Vielleicht auch; aber entscheident ist: Die Menschen haben sich geändert. 1980 wurde die damals noch als „Friedenswoche“ bezeichnete Aktion auf Anregung der Vollversammlung des EYCE (Ökumenischer Jugendrat in Europa) in Ost- und Westdeutschland ins Leben gerufen. In den 80-er Jahren hat die Friedensdekade wesentlich zur Entwicklung der Ökumene und später dann auch zum Zusammenbruch der DDR beigetragen. Zur Geschichte der Friedensdekade ist eine gute Kurzbeschreibung auf der Homepage der Veranstaltung zu finden.

Mir kommt es aber darauf an, die Friedensdekade und ihre Bedeutung für christliche Jugendliche in der DDR darzustellen. Die 80-er Jahre waren in der DDR geprägt von der zunehmenden Mangelwirtschaft, vom Kalten Krieg und der immer präsenten Angst vor einem Atom- oder Dritten Weltkrieg. Jugendliche in allen Kirchen waren engagiert in verschiedensten Gruppen, die sich um Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bemühten.

Das Symbol: „Schwerter zu Pflugscharen“ war von Anfang an das Symbol der Friedensdekade und der Friedensbewegung schlechthin, vor allem auch deshalb, weil es der DDR-Regierung ein Dorn im Auge war. Dieses Engagement kann man gar nicht genug hervorheben, denn in der heutigen Zeit wäre so ein flächendeckendes, politisches Auftreten kaum noch möglich. Selbst die Probleme, die wir heute erkannt haben: Probleme der Globalisierung, Klimawandel, Terrorgefahr und Krieg in muslimisch geprägten Ländern, Cultural Clash, Finanz- und Bankenkrise (und in diesem Zusammenhang das Wiederentdecken des Wesens des Kapitalismus) werden zwar von unterschiedlichen Aktionsgruppen ins öffentliche Bewusstsein gehoben, aber nicht in dem Maße, wie das in den 80-ern bei Jugendlichen der Fall war. No-Future-Bewegung und auch der steigende Wohlstand und die nicht beachtete zunehmende Armut ließen die politischen Aktivitäten von Jugendlichen ins Private, Nicht-Öffentliche abgleiten.  Nicht nur Religion wird immer mehr zur Privatsache (das wurde im übrigen auch schon durch die Sozialisten in der DDR propagiert) sondern auch das politische Interesse und Engagemant. Die Friedensdekade wurde von vielen evangelischen Jugendlichen und Ende der 80-er auch von katholischen Jugendlichen getragen und entschieden mitgestaltet.

Die Veranstaltungen der diesjähriges Dekade bundesweit findest du hier.