Ain al-Arab

… oder besser bekannt als Kobane oder Kobani. Die ganze Welt schaut auf diese Stadt. Oder anders: Die Welt schaut dem Angriff des IS auf diese Stadt (relativ passiv) zu. Aber was ist an dieser Stadt so besonders? Die Stadt wurde von ca. 54.000 Menschen (2007) – über die Hälfte von ihnen waren Kurden – bewohnt. Araber und Turkmenen bildeten den anderen Teil der Bevölkerung. Im Verlaufe des innersyrischen Konflikts und massiver Binnenflucht ist die Einwohnerzahl bis Mitte 2014 auf über 100.000 gestiegen.

Die Stadt zählt nicht zu den älteren Städten der Region. Die Geschichte der Stadt begann 1912 als kleine Bahnstation mit dem Bau der Bagdadbahn. Seit dem Aufstand gegen die Regierung Assad und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges fanden auch in Ain al-Arab Kämpfe statt. Wegen ihrer Grenzlage und dem reichlichen Trinkwasser ist die Stadt strategisch wichtig. Seit Anfang 2014 ist Ain al-Arab Zentrum eines der drei selbstverwalteten Kantone Rojavas. Diese Kantone stehen unter der Kontrolle der kurdischen Partiya Yekitîya Demokrat (PYD) und ihrer Verbündeten.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) versuchte ein Jahr lang, die Stadt einzunehmen, scheiterte aber immer wieder an den Volksverteidigungseinheiten (YPG). Mitte September 2014 traten die Terrormilizen zu einer Großoffensive an, ab 28. September 2014 begann der Angriff auf das Stadtgebiet.

Die Schlacht um Kobane war für die internationale Allianz von untergeordneter strategischer Bedeutung. Bis zum Beginn des Häuserkampfes in Kobane waren nur sporadische Luftschläge gegen IS-Stellungen zu verzeichnen. Durch den erbitterten Widerstand der Verteidiger, erfuhr die Schlacht jedoch politische und moralische Bedeutung und die Luftschläge wurden sowohl in erhöhter Anzahl als auch Effektivität gegen Stellungen der Angreifer in und um Kobane geführt.

Sollte der IS trotz zahlenmäßiger und waffentechnischer Überlegenheit nicht die Stadt erobern können, so würden die Terrormilizen den Nimbus der Unbesiegbarkeit verlieren. Falls jedoch die Allianz aus Kurden und ihren Unterstützern dem IS unterliegt, könnte es eine Bestätigung sein, dass das Bündnis brüchig und zu wenig fundamentiert ist. Letzteres ist das meiner Meinung nach wahrscheinlichere Szenarium.

(Quelle: u.a. Wikipedia)

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Der Mann, der ein ISIS-Massaker überlebte

IrakischerSoldatAls ich am Sonntag die Tagesschau anschalten wollte, war ich ein paar Minuten zu früh auf dem Sender und erwischte noch den letzten Beitrag des Magazins „Weltspiegel“. Diese Reportage, welche die ARD von der New York Times übernommen hat, hat mich sehr schockiert. Wie die Redaktion des Weltspiegels frage ich mich, ob ich diesen Bericht einfach so zeigen soll, weil er wirklich sehr grausame, aber reale Szenen zeigt, wie sie sicherlich so zur Zeit im Irak /resp. in Syrien sich ereignen.

Aber ich habe mich entschieden diesen Bericht aufzunehmen und auf die Filme zu verweisen, die bereits vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg gezeigt wurden. Außerdem ist Gewalt im Internet, in Filmen und (Schulhof)-Videos heute manchmal genauso oder noch viel brutaler und wird aber als solche schon gar nicht mehr wahrgenommen. Deshalb betone ich noch einmal, dass in diesem Beitrag Menschen zu sehen sind, wie sie andere Menschen zusammentreiben und auf verschiedenste Weisen töten.

Derjenige, der diesen Bericht heute auf Youtube veröffentlicht hat, schreibt in einem anderen Interesse, das ich aber auch aufs höchste unterstützen möchte:

„Das ist ein arabischer Buchstabe: „ن“
(N für Nazarener und bedeutet Christ im negativen Sinne),
welcher an christlichen Häusern in Mossul/Irak gemalt wurde, um sie als Christen zu identifizieren.

Nicht nur die Christen erhielten das Ultimatum sondern auch die Jesiden und andere religiöse Minderheiten:
• hohe Kopfsteuer zu zahlen,
• zum Islam zu konvertieren oder
• getötet zu werden.

Die Juden markierte man damals mit dem Stern. Die Christen nun mit diesem Buchstaben. Die Geschichte wiederholt sich! Schaut nicht weg! Setzt euch ein und handelt JETZT“

SaveOurSouls: https://1915.de/

Und bitte nicht die Fürbitte für die verfolgten Jesiden und Christen vergessen. Es wäre auch sinnvoll, eine Gebetsnacht zu gestalten und andere Aktionen ins Leben zu rufen!

 

Wie entstand ISIS?

Folgendes kleines explain-it Video erklärt in kompakter Art und Weise, wie diese Terrorganisation  entstanden ist. Wem das allerdings zu blutleer und nüchtern erscheint, der kann ja sich auch die Bilder von den Ermordeten oder die Nachrichten über die Greueltaten und Vertreibungen anschauen.

Wer behauptet, wir könnten nichts dagegen tun, der hat den Glauben an die Macht des Gebetes verloren. Ich glaube nicht an die menschliche Vernunft, wohl aber an die Allmacht und Güte Gottes. Beten wir also immer wieder für die Menschen im Irak und Syrien sowie in den Krisen- und Kriegsgebieten unserer Welt.

 

Gebetsanliegen

Das Gebet für andere ist uns als Christen aufgetragen. Wir glauben, dass Gebete den Kontakt zu Gott aufrechterhalten und unsere Beziehung zu ihm festigen können. Im Gebet für andere erfüllen wir nicht nur eine Pflicht als Christen (Eph 6,18) sondern halten auch Gemeinschaft und Verbundenheit mit den Brüdern und Schwestern im Herrn weltweit.

Deshalb bitte ich um euer Gebet für die verfolgten Christen im Irak und in allen Verfolgungsgebieten in der ganzen Welt. Schon die ersten Christen haben unter Folter, Todesdrohung und Ermordung an ihrem Glauben an den Gott des Lebens festgehalten. Jesus Christus hat uns diesen  Glauben vorgelebt. Wenn wir ihm trauen, sind wir aufgefordert ihm zu folgen.

Lasst uns auch beten für die Flüchtlinge in Libyen und Tunesien und alle, die ihnen helfen; für die Opposition und alle, die an friedlicher Veränderung arbeiten.
Und beten wir besonders für den ermordeten christlichen Minister Shahbaz Bhatti in Pakistan und alle, die bedroht oder verfolgt werden, weil sie Christen sind, im Irak und weltweit.