Fest der Auferstehung

Zur Osterzeit

Ostergedicht

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.
Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum` zu blühen fangen an.So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein` neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

 

Friedrich Spee (1592 – 1635)

Die Liebe Gottes im Herzen Jesu

Eine Frömmigkeit, die uns heute abgeht. Das Herz – reduziert auf das Organ oder allenfalls als Symbol für die Liebe. Letzteres trifft es natürlich bewusst oder eben unterbewusst. Heute feiert die Kirche das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Ich kann gar nicht genug darauf verweisen, was wir da feiern: Das Wesen Gottes – die Liebe -, das sichtbar uns nahe gekommen, Mensch geworden ist in Jesus Christus, leuchtet in der Welt durch das Leiden, Sterben und Auferstehen seines geliebten Sohnes Jesus.

Herzen aus Feuer brennen auf den Berggraten Tirols. Und dort ist es auch noch verankert, das Herz Jesu, dem sich die Tiroler geweiht haben. Aber nicht nur dort soll es verehrt werden. Denn Jesus ist für alle Menschen gestorben, nicht nur für ein Volk der Auserwählten. Sein Herz ist weit und durchdringt das Weltall bis in die dunkelsten Ecken der Seele.

Die Sache Jesu

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“

Wer kennt es nicht dieses berühmte Zitat des (Anti-)Helden aus dem gleichnamigen Film Forest Gump. Das heutige Tagesevangelium (Mt 5,13-16) weist jedoch darauf hin, dass trotz aller Unwägbarkeiten des Lebens es Menschen geben soll, die das Leben liebenswert machen. Jesus spricht:

„Ihr seid das Salz der Erde. … Ihr seid das Licht der Welt. … Euer Licht (soll) vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Als Jünger und Jüngerinnen Jesu tragen wir Verantwortung für unsere Erde und alle Menschen, die auf ihr wohnen. Glaube ist keine Privatsache. Es ist die Aufgabe der Christen sich einzumischen, mitzumachen, ein Segen zu sein. Allerdings ist der Lobpreis des Vaters als Reaktion auf das Evangelium Christi nur die eine Seite der Medaille. Spott und Verfolgung sind auch heute auf der Tagesordnung. Viele Menschen teilen damit das Schicksal unseres Meisters, in der weiten Welt, aber auch in unserer Nähe.

„Mama hat immer gesagt: Wunder geschehen an jedem Tag.
Es gibt Leute die glauben nicht daran, aber es ist so.“