Das Phänomen der Lüge

https://i0.wp.com/files.alexanders-seite.webnode.at/200002605-6520266ac2/CiVxF6sWEAAx69z.jpgKünstlermund tut Wahrheit kund. Nehmen jetzt Putin und Trump Europa und vielleicht die ganze Welt in die Zange? Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Wer hat die Zahlen (vielleicht auch die Bilder mit Photoshop bearbeitet?) der Teilnehmer zu Trumps Amtseinführung gefälscht? Wer ist der Lügner: der, der die Medien der Lüge bezichtigt und der selbst am laufenden Band Beleidigungen ungestraft ausstößt und andere für seine eigenen Dummheiten (resp. Lügen) in den Knast bringen will, oder derjenige, der die Augen vor der Realität nicht verschließt und zumindest in großen Teilen versucht, realitätsnah zu recherchieren und zu berichten?

Fragen über Fragen. Eines ist sicher: DIE Medien sind nicht gerade ohne Schuld (siehe: Der Fall Christian Wulf); aber keiner hat das damals bemerkt. Und so ist es auch heute. Nur eines ist anders: Die Macht des Internets und der „freien“ Meinungsäußerung über Twitter, Facebook und Co. hat potenziell zugenommen. Es herrscht ein allgemeines Misstrauen gegenüber den etablierten Medien (außer gegenüber der Regenbogenpresse, z.B. BILD) und eine geradezu schwammartige Gläubigkeit gegenüber den Fake News im Internet. Wie ein Schwamm das Wasser aufsaugt, so saugen die Populisten die gefakten (oder soll ich sagen „getürkten„) Nachrichten aus den Schmieden der Lüge und Intrige auf. Was sollten sie auch sonst aufnehmen: Die Wahrheit ist für sie ja Lüge.

Es fällt nicht schwer Trump in bester Gesellschaft mit einem Erdogan zu wähnen, welcher im übrigen sein Machtpotenzial weit über die Befugnisse eines amerikanischen Präsidenten auszubauen versucht bei weiterschreitender Einschränkung der allgemeinen Meinungs- und Pressefreiheit.

Putin reicht den Kuss zum Bruderschluss. Und hinter ihnen steht ein Hitler, still und unerkannt. Allen gemein ist der Wahn sich auf dem Boden der Demokratie zu bewegen – oder die bewusste Täuschung der Welt -, obwohl die Präsidenten selbst schon eine Despotie anstreben oder bereits geschaffen haben. Die Welt sieht es nur nicht, denn sie ist im Netz der Lügen, populistischer und rechts- wie aber auch linkspolitischer Intrigen gefangen. Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Eine Lüge wird nicht wahrer, wenn man sie mantra-artig vor sich hinkäut.

Was ist aus dem Spruch geworden: Wehret den Anfängen? Augen auf, liebe Welt!!! Ansonsten heißt es nur allzu schnell: Hinunter ist der Sonnenschein …

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Fake News

https://i1.wp.com/sociallyurban.com/wp-content/uploads/2016/05/20-Donald-Trump-Lies-blog-post-sociallyurban-nose-long-e1463212580423.jpgLügen verbreiten sich in Windeseile. War es bisher „nur“ Mobbing  ist es jetzt gezielte Falschmeldung, um Stimmung zu machen oder/ und Geld zu verdienen. Und alle Leute empfinden das schon als normal. Besonders in den Ländern, in denen eh zuerst das Geld und dann die Moral kommt. Der neue Präsident der USA ist ein Lügner, der geschickt nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in Ausübung seines Amtes in Zukunft das Internet nutzt, um seine Inkompetenz durch die Behauptung zu untermauern, die Anderen (sprich: alle seine Gegner) seien die Verbrecher und Lügner. Und er wiederholt das mantraartig, so dass seine Anhänger das ebenfalls wiederkäuen und als Wahrheit ausgeben. Und viel mehr noch: Seine lügnerischen Anhänger werkeln fleißig mit an diesem Lügengebäude. Die Medien können nichts dagegen ausrichten, denn in Trump’s Lügenmaschinerie sind sie ja die Lügenpresse.

Es ist, wie es ist: Trump ist ein Lügner. Ein moderner Pinocchio. Und wenn er nicht irgenwann über seine lange Nase zu Fall kommt, dann müsste eigentlich die Justiz ihn hinter Gitter bringen. Gebe Gott, dass er nicht noch großen Schaden anrichtet mit seiner begrenzten Oberschülerhaften Weltsicht. Sollten solche Verbrecher überhaupt Präsident werden dürfen? Werden die Kandidaten nicht irgendeinem Eignungstest unterzogen. Da sollte man zukünftig einmal drüber nachdenken. Twitterfähigkeit ist kein Qualifikationsmerkmal. Twittern kann heute jedes Kind.

Dass Politiker es noch nie so wirklich mit der Wahrheit hatten, ist aber kein Freibrief dafür, dass ein offensichtlicher Lügner das höchste Staatsamt ausüben darf und so viel Macht auf sich vereint, dass einem Angst und Bange werden könnte. Früher gab es noch Affären, über die die Präsidenten zu Fall gebracht wurden. Aber die amerikanische Doppelmoral scheint gegen so viel falschem Spiel machtlos zu sein. Ein journalistischer Leitspruch hieß früher: Only a bad news is a good news! So muss es wohl heute umformuliert werden: Only a fake news is a good news. Und die Verschwörungstheoretiker haben im wahrsten Sinne des Wortes Hochkonjunktur.

Die Staatsanwaltschaft im Spiegel

Eine Schande ist es, wie sich die Justiz zum Handlanger der Medien, in diesem Falle eines Medienkonzerns macht. Natürlich ist es nur reine Spekulation, aber das eitle Spieglein an der Wand mit seinem Lügenjournalismus hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein großes Interesse an der Revision, den die Staatsanwaltschaft im Fall Wulff anstrebt. Wenn die Urteilbegründung der Richter raus ist, will auch die Staatsanwaltschaft mit ihrer Begründung rausrücken. Ist schließlich ihr gutes Recht und zu klagen bis zur letzten Instanz auch. Kommt aber nicht gut an.

Was wollen sie aber groß begründen? Dass sie zu blöd waren die Beweismittel ordentlich und fristgerecht auf den Tisch zu legen? Nein, stattdessen machen sie einen Eiertanz ums goldene Kalb und werfen dem Gericht Verfahrensfehler vor. Da muss man kein Prophet sein …

Naja, die BILD-zeitung wird sich freuen: Die nächsten Schlagzeilen sind vorprogrammiert. Falls es aber schlecht läuft, müssen sie eine andere Volksverblödung aus dem Archiv zerren. Da wird sich sicher noch viel auf diesem Niveau finden lassen.

Der Fall Wulff abgeschlossen?

Wulff.ZapfenstreichNicht nur, dass eine wild in alle Richtungen schießende Staatsanwaltschaft sich eine Revision vorbehält, die Medien zeigen zum einen Teil späte Reue, zum anderen erneute Häme, wobei sich zur Veröffentlichung des Mailboxmülls durch die BILD-Zeitung ein Rechtsanwalt den Schertz … äh … Scherz erlaubt, man dürfe das machen, weil es sich um ein zeithistorisches Dokument handelt.

Doch zur Chronologie der BILD-Veröffentlichungen dieser Mailboxaufzeichnung:

Bereits Anfang 2013, im „BILD-Jahrbuch 2012“ ist der komplette Text veröffentlicht worden. Für einen Großteil der Leser ist die Veröffentlichung nun allerdings neu, die Empörung auf der „Bild“-Facebook-Seite groß. „Lasst den Mann endlich in Ruhe, ist ja widerlich !!“, schimpft ein Nutzer unter dem Link zur Veröffentlichung. „Systematisch habt ihr ein politisches Leben zerstört! Ja! Er hat Fehler gemacht! Aber er hat genug gelitten! Ich hoffe er hat bald endlich Ruhe und wird bald endlich wieder Freude haben! Wer sich gegen die ,Bild‘ stellt ist ohne Chance! Das hat der Fall ,Wulff'“, bewiesen!“, kritisiert ein anderer Nutzer. „Bild hat’s halt nötig nach zu treten, schade, zeigt aber das Niveau“, heißt es in einem weiteren Kommentar.

So schreibt der Tagesspiegel am 26.2. Parallel zur Ausstrahlung des Spielfilms „Der Rücktritt“ auf Sat 1 veröffentlichte die BILD in ihrer Online-Ausgabe die Wut-Nachricht, die das ehemalige Staatsoberhaupt „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann auf die Mailbox sprach, im Wortlaut. Nur noch einmal zur Info: Wulff hatte einer Veröffentlichung widersprochen.

Der erneut gewählte Zeitpunkt kann eigentlich nur bedeuten: Ein voraussichtlicher (und dann ja verkündeter) Freispruch Wulffs ist uns ganz egal. Wir wollen noch einmal zeigen, wer hier eigenlich das Zepter in Deutschland und der Welt führt: der König mit dem Spiegel und in diesem zeigt sich ein Bild der Hetzjagd auf alle Nonkonformisten. Die Inquisition im Mittelalter bediente sich ganz ähnlicher Mittel.

Vor knapp 2 Jahren habe ich schon auf die Macht der Medien bezüglich der Affäre Wulff verwiesen. Wieviel Privatssphäre darf man als öffentliche Person haben? Und ist alles, was man als solche absondert und äußert als zeitgeschichtliches Dokument zu betrachten? Eines weiß auch ein Christian Wulff: Nach seiner grundlosen Demontage durch das Spiegelimperium war ein Rücktritt trotzdem unvermeidbar. Denn durch das aggressive Mobbing aller Medien wurde er letztendlich auch in den eigenen Reihen diskreditiert. Und nicht zuletzt sein eigenes nichtstaatsmännisches und dilettantisches Verhalten musste unweigerlich zu diesem Schritt führen.

Pressefreiheit und Gefährdung des öffentlichen Friedens

Die Pressefreiheit stellt zweifelsohne ein hohes Gut dar. In vielen Ländern ist sie auch heute noch nicht gewährleistet oder kann nur eingeschränkt verwirklicht werden. Dazu gehört neben Russland auch das bevölkerungsreichste Land der Erde: China. Was aber bedeutet Pressefreiheit in Ländern der „zivilisierten“ westlichen Welt?

Pressefreiheit meint das Recht von Presse, Funk und Fernsehen sowie anderen Medien (z.B. Internet) auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen. Dabei soll die freie Meinungsbildung gewährleistet werden. Das Medienrecht regelt die entsprechenden Grundlagen, insbesondere das Presserecht.

Doch mir stellt sich schon seit langem die Frage: Gibt es eine Grenze? Ja, und diese Grenze überschreiten viele Journalisten, zumal jene, die sich nicht der Wahrheitsfindung und Freiheitsliebe verschrieben haben sondern der Hetze und Lüge, der Verbreitung der Unwahrheit und des Unfriedens. Oder all die vielen, die beides nicht bewusst reflektieren. Vielen ist es bekannt, das vielgerühmte Zitat Rosa Luxemburgs: „Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“ Doch nur wenigen ist bekannt, dass zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte nicht nur die Pressefreiheit gehört und das Recht auf freie Meinungsäußerung sondern auch die freie Ausübung der Religion. Wir Christen haben uns ja schon so sehr an die Flut von Karikaturen gewöhnt, dass selbst der Vatikan seine Klage gegen ein deutsches Satireblättchen zurückgezogen hat.

Die Macht der Medien habe ich ja schon ein wenig reflektiert während des Medienhype‘ um die Absetzung des Bundespräsidenten Wulff.

Alipius schreibt einen bemerkenswerten Artikel, der meiner Meinung exemplarisch ist: „Gefährdung des öffentlichen Friedens„. Ganz eindeutig werden hier Fragen der künstlerischen Gestaltung („Was will der Künstler uns damit sagen?“) mit objektiven Aussagen, die sich aus eindeutigen Äußerungen und Darstellungen ergeben, verbunden und verquickt. Hat das noch etwas mit Pressefreiheit zu tun, was die Titanic da veröffentlicht?

Was will der Künstler uns damit sagen? Doch letztendlich nur das eine: Die Verdummung der Menschheit schreitet voran. Ich kann nur Jedem/Jeder raten: Bleibt kritisch. Fernsehen, Rundfunk und Presse und gerade das Internet verbreiten keine allgemein gültigen Wahrheiten; im Gegenteil, oftmals viel Machtgeplänkel, Meinungsmache und – um es mit einem Wort zu sagen: Schund. Hetze und Haß gegenüber Andersdenken gab es schon immer und nicht nur auf dem Schulhof. Oftmals kommen sie in einer künstlerischen Verpackung daher. „Das ist doch Kunst – da kann man nichts gegen sagen. Die Aussage des Künstlers bleibt uns verborgen.“ Vorsicht! Wehret den Anfängen! Auch ein Video bleibt ein Video und wird nicht exemt oder erhält irgend eine Immunität, auch wenn man es als Kunst hochstilisiert. Es sei denn, es hat einen Diplomatenpass 😉

Update 29.9.2012, 12:00 Uhr: Die ganze bittere Wahrheit über das Internet und seine Bewohner, Nerds und Trolle, Mobber und Schaumschläger, Hetzer und Schwätzer … könnt ihr bei Alipius nachlesen: Wie gefährlich ist das Internet? Natürlich mischt der Autor des Artikels – wie er freimütig bekennt – in dieser Suppe kräftig mit und würzt mit seinen Gewürzen tagtäglich neu.

Im letzten Absatz unterliegt er allerdings einer Täuschung: „So besteht die Gefahr, daß wir uns Generationen von Internet-Bürgern heranziehen, für die die reale Welt und das wirkliche Leben einfach zu groß sind und die auf diese erschreckende Größe auch außerhalb des Netzes auf die Art agieren, mit der sie im Netz erfolgreich sind. Und wer sagt, daß die verbale Gewalt da nicht in nullkommanix in körperliche Gewalt umschlagen kann?“ (Hervorhebung durch Red.) Das ist die berühmte Frage: Wer war zuerst da: das Ei oder die Henne. Ich denke, dass die Leute in der realen Welt schon lange so agieren. Diejenigen unter ihnen, die des Schreibens mächtig sind oder wissen, wie man das Handy bedienen muss, damit ein Video entsteht oder Fotos gemacht werden, mobben, betrügen, belügen, erpressen auch schon lange, nicht nur auf dem Schulhof. Jetzt haben sie einfach eine andere Plattform gefunden sich auszukotzen und ihren Schmutz weiter und weiter zu verbreiten. Natürlich hat das Ganze Potential auch für diejenigen, die noch in den Startlöchern stehen.

Bahrain – der vergessene Kampf um Freiheit

Während alle Welt über Syrien redet oder diskutiert, vergessen wir viele Konfliktherde. Gestern habe ich eine Reportage auf ARTE gesehen – in der Zeit, als die zweite Hälfte von Polen gegen Russland lief. Diese hat mich sehr schockiert. Ich fand es auch sehr mutig von den Journalisten, sich auf diese Insel zu begeben. Vergessen wir auch die Menschen nicht, die dort versuchen, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen und einzustehen für Freiheit und Gerechtigkeit. Und beten wir für eine friedliche und baldige Lösung dieser Massaker ähnlichen Zustände.

Bahrain – Verbotene Bilder Schrecklich!

Hier die Reportage:

Bahrain – der vergessene Kampf um Freiheit

Und immer wieder Wuff … sorry Wulff

Eine wondervolle Satire über die ganze „Affäre Wulff“ habe ich bei Josef Bordat gefunden: „Neue Vorwürfe gegen Christian Wulff„. Ein paar Längen, aber wirklich hübsch gemacht. By the way: Herzlichen Glückwunsch zum vierten Bloggerjubiläum! Ohne Jobo72’s Weblog wäre die Blogozese um einen wortgewaltigen Blogger und präzisen Philosophen ärmer. Er wünscht zwar keine Kommentare auf seinem Blog, aber kommentarlos kann man seine Gedanken und Äußerungen nicht lassen. Wollen wir hoffen, dass Gott seinen Blog auch weiterhin liest, denn er bloggt  „zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen. In genau dieser Reihenfolge.“ (JoBo) Das ist ein hoher Anspruch, den ich für mich persönlich nicht so formulieren würde und somit auch nicht in Anspruch nehmen möchte. Aber die Menschen sind halt verschieden. Weiter so.

Um „Causa Wulff“ mal in ein richtiges Licht zu rücken: „So sieht das Ausland die Affäre Wulff“ und das zu recht. In dem Artikel des Online-Fokus heißt es: ‚„Was würde einem österreichischen Spitzenpolitiker passieren, wenn er sich wie der deutsche Bundespräsident Christian Wulff von einem Industriellen für sein Haus einen Privatkredit geben lässt? (…) Gar nichts. Die Öffentlichkeit würde es nicht einmal erfahren“, heißt es etwa in den „Salzburger Nachrichten“‘ Was ist also los im BILD-fixierten Journalistendeutschland? Nimmt die Verblödung ihren Lauf? Müssen wir wirklich eine PISA-Studie für Medien anfertigen lassen? Oder anders formuliert: Wie weit reicht die Versklavung des deutschen Michel an den Springer-Verlag? Und wer profitiert davon? Wieviel Millionen hat die Springer-Gruppe schon durch diese aufgebauschte Geschichte eingefahren und wer hat sich davon schon sein Häuschen finanziert? Das sind Fragen, deren Antworten wir wohl niemals erfahren werden, denn die Zeugen sind sicher schon mit Betonschuhen versehen und – wenn sie nicht ausreichend geschmiert werden konnten – narrensicher deponiert.

Aber die Hexenjagd ist jetzt so weit fortgeschritten: Hirnlose Politiker und ein ziemlich großer Pöbel sowie fast alle (bundesdeutschen!) Medien fordern die Verbrennung, sprich den Rücktritt, wie es sich für einen ordentlichen Inquisitionsprozess gehört, zumindest nach der Meinung des Plebs. Ich kann mich nur wiederholen: Der König muss weg, lang lebe der König! (siehe: „Die Privatsphäre eines Bundespräsidenten und die Macht der Medien„.)

Der Mob

Via Facebook wurde zu einer Demo gegen den Bundespräsidenten aufgerufen. Ich möchte die Leute ja nicht nach ihrem Äußeren einstufen, aber auch die Äußerungen des „wütenden Mobs“ lassen erkennen, dass der durchschnittliche IQ wohl unter Zimmertemperatur liegt. Das ist ein signifikantes Zeichen dafür, dass ganz genau solche Leute „verantwortungslos und peinlich“ sind, nämlich wenn sie solches skandieren und dabei weitestgehend den Wortlaut wiederkäuen, den die Medien ihnen vorgegeben haben in den letzten Wochen: „Salamitaktik, Angriff auf die Grundrechte der Demokratie und der Pressefreiheit …“.

Und nun noch einiges zu Formulierungen von Journalisten: Natürlich zeigt es mehr Wirkung, wenn man am Anfang der Nachricht von „einigen hundert Menschen“ spricht, im weiteren Verlauf des Berichts sind es  „rund 200“, die dem Aufruf gefolgt seien. Journalisten wissen genau so gut wie Politiker, wie man nicht ganz die Wahrheit, aber auch nicht die Unwahrheit sagt, und dennoch gezielt eine Wirkung beim Seher und Hörer der Nachricht hervorrufen kann. Subtext spielt dabei eine entscheidende Rolle, die Aneinanderreihung von Bildern und Texten, z.T. auch O-Tönen, die aus dem Zusammenhang gerissen und nach dem Duktus des Redakteurs wieder neu geschnitten werden, so dass eine neue Botschaft entsteht. Und scheinbar unabhängige Berichterstattung wird so ein Machtinstrument im „Zeitalter der Pressefreiheit“ (habe ich heute auch in den Nachrichten gehört). Plakative Wortspielereien sind ein weiteres Mittel um die Macht der Medien weiterhin fest zu zementieren, Einschaltquoten und Druckauflagen zu verbessern, Statistiken zu schönen und Gegner schnellstmöglich mundtot zu machen.

Und der MDR vom Samstag, 7.1.2012, 22:05 die Nachrichten bis ca. 2:50 min:

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