Und immer wieder Trump

Eine Zusammenfassung einiger Kommentare, die ich auf einer Seite veröffentlicht habe, die jetzt nicht mehr erreichbar ist. Der Verfasser hat die Seite privatisiert. Warum man so etwas macht? Naja, z.B. wenn man als Deutscher ein Befürworter Trumps ist. Und alles für eine Hexenjagd (der Medien) hält.

Trump ist kein Schauspieler!!! Ich mag keine Menschen, die ständig mit verdeckten Karten spielen. Politik ist auch kein Pokerspiel!!! Wer unberechenbar erscheinen will, als Robin Hood gegen das Establishment, der sollte sich nicht gerade milliardenschwere Wirtschaftler ins Boot holen, um die Wahlversprechen einzulösen, die er dem Volk nach dem Munde geredet hat.

Luther sagte, er wolle dem Volk aufs Maul schauen. Das ist aber etwas gänzlich anderes und besagt nicht, dass ich die USA und den Rest der Welt als ein Wirtschaftsunternehmen führen kann. In einem rein kapitalistischen Unternehmen geht es strenggenommen nicht um das Wohl der Arbeitnehmer (das Volk), sondern um den Profit der Arbeitgeber (die Konzerne).

Wenn ich also eine Regierung bilde, in der Vertreter der Konzerne die (ausschließliche) Mehrheit bilden, kann ich, nach allem was die Geschichte so an Beispielen parat hält, nicht davon ausgehen, dass das wirklich Arbeitsplätze schafft, geschweige denn der Wohlfahrt des einfachen Bürgers dient. Ausnahmen bestätigen die Regel: Hitler und Stalin. Außerdem: Was war der Preis, den letztendlich wieder das Volk zahlen musste: Elend, Not, Tod und nicht zuletzt Schande.

Trump ist nicht gerade dafür bekannt, dass er die Anforderungen, die du (i.e. der Verfasser jener besagten homepage) an „die Menschheit“ stellst, selbst erfüllt. Ein Mensch – sei er auch Präsident einer Atommacht – kann nicht so blauäugig in die Welt schauen, wie Trump es macht: Leugnung des Klimawandels, Abschottung gegen die „böse“ Welt, kein Chaos im Weissen Haus, außer dem Mist, was sein Vorgänger hinterlassen hat …
Außerdem manipuliert er massiv die Ängste der Menschen durch Verunsicherungen und Lügen. Die Gefahr von einem Terroristen in den USA ermordet zu werden, ist um ein Vielfaches geringer, als von einem Amerikaner im eigenen Land erschossen zu werden. Das Sicherheitsproblem durch die bestehenden Waffengesetze wird nach außen transportiert.

Dazu kommt noch, dass er durch rassistische und sexistische Äußerungen seine Anhänger zu eben solchen Äußerungen aufstachelt.
Wer die Medien generell als „Lügenpresse“ diffamiert, kommt mit „alternativen Fakten“ daher und ist ergo sum keinen Deut besser als die Journalistenschar, die sich im übrigen bemühen, keine fake news zu verbreiten, die Leute ganz ungeniert als Wahrheit twittern oder auf FB verbreiten. Dislike TRUMP – the Twitter-King – ist kein Erlöser sondern ein Rattenfänger!!! (siehe die Legende vom Rattenfänger von Hameln)

Mittlerweile ermittelt das FBI und die NSA ganz hochoffiziell gegen den Präsidenten. Sollte also doch etwas an den Wahlmanipulationen dran sein, die Trump frecherweise seinen Gegnern zugewiesen hat? Putin der Erzfeind der Clintons soll also doch seine Finger mit im Spiel gehabt haben. Das Eis wird dünner und das Amtsenthebungsverfahren steht nicht mehr in allzu weiter Ferne.

America first … and second?

Schon seit einigen Tagen – ja, ich gebe es zu: Ab und an sehe ich „neo-royal“ – bin ich auf real existierende Satire gestoßen: Germany second.

Leider ist unser so teuer finanziertes Zweites Deutsches Fernsehen anscheinend so auf die Urheberrechte versessen, dass es die Idee einer Second-Homepage ad absurdum führt. Denn klickt man auf Germany auf der auch schon in der Sendung angegebenen Seite everysecondcounts.eu, erscheint nur der Hinweis auf diese Urheberrechte, sonst nix.

Schade, war eigentlich eine lustige Idee. Aber die Niederländer und alle anderen haben gewonnen, nur das ZDF hat wieder einmal geloost. Im Übrigen kann ich schon voraussagen, dass in wenigen Tagen der obige Link zur Sendung von Böhmermann wahrscheinlich in den nächsten Tagen gelöscht wird. Und das nicht wegen der Erdogan-Kritik, die auch beim besten Willen nicht erkennbar ist.

Das ZDF hat Halbwertzeiten der Veröffentlichungen in seiner Mediathek, da werden sämtliche Atomkraftwerkbetreiber blass. Könnte man diese Halbwertzeiten auf Atommüll übertragen, gäbe es keine Probleme mit dem Zeug. By the way: Die Abgaben, die ich für ZDF und Co. abdrücken muss, müssten doch eine längere Auffindung solcher Sendungen im Internet ermöglichen.

6 Jahre „Nacht des Herrn“

Die Zeit flieht wie ein Schatten. Heute erinnert mich wordpress, dass ich mich vor 6 Jahren registriert habe. Genau genommen am 3. März 2011 habe ich meinen allererster Artikel veröffentlicht: „Was gibt’s Neues?

In dem Posting erkläre ich mein Anliegen, in der sog. Blogozese einen Kontrapunkt setzen zu wollen. Das kommt auch in vielen Artikeln zum Ausdruck. Am 11. Juni 2012 Habe ich das auch noch einmal explizit in einem Artikel gepostet: „Katholische Blogs und mehr …“ In der letzten Zeit mehren sich jedoch die Gedanken zur Politik, vor allem der Weltpolitik. Religion schwebt nicht im luftleeren Raum, die Entwicklung in der Welt – zurück zu Kleinstaaterei und Despotentum – macht mir große Sorgen. Auch wenn viele meinen, sie leben (hier in Deutschland/ Europa) ziemlich sicher, rechnen sie nicht damit, dass auch Demokratien Kriege führen können, und sich die Sicherheit schnell verflüchtigen kann.

Die Blogozese an sich hat mit dem Pontifikat Papst Franziskus‘ an Bedeutung verloren. Die Lichtgestalt der Blogozese war Papst Benedikt XVI., der durch sein Pontifikat den Traditionalisten große Hoffnungen gemacht hat. Die Blogozese hat nie große Bedeutung in der kath. Kirche Deutschlands erlangt, weil sie als diffuses Sprachrohr der Fundamentalisten ein Sammelbecken ziemlich eigen- und einzigartiger Gedankenakrobaten war, denen es nicht gelungen ist, eine allgemein interessierende Plattform zu schaffen, die zu einem sinnvollen Diskurs angeregt hätte. Das war auch nie Sinn und Ziel der Blogozese geschweige denn ihrer Bloggertreffen. Statt dessen wurden die Ansichten „modernistischer“ Theologen, Priester und Gläubige in unregelmäßigen Abständen karikiert und verteufelt. Nach althergebrachter (mittelalterlicher) kirchlicher Tradition. Die meisten der bedeutendsten Blogger der Blogozese schreiben auch heute noch, aber faktisch existiert die Blogozese nicht mehr, siehe auch: „Aufbruch und Niedergang der Blogozese“ – ein Schwanengesang auf dieses Phänomen der Bloggerszene.

Der Titel meines ersten Postings stammt übrigens aus der stereotypen Eröffnungssequenz der NDR-Radio-Comedy „Frühstück bei Stefanie„.

Where’s the revolution?

Ihr wurdet kleingehalten
Ihr wurdet herumgeschubst
Ihr wurdet angelogen
Ihr wurdet mit Wahrheiten gestopft
Wer trifft eure Entscheidungen?
Ihr oder eure Religion,
Eure Regierung, eure Länder?
Ihr patriotischen Junkies!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Schon viel zu lange
Haben sie auf euch gepisst
Eure Rechte missbraucht
Eure Ansichten abgelehnt
Sie manipulieren und drohen
Mit dem Schrecken als Waffe
Ängstigen euch, bis ihr betäubt seid
Zermürben euch, bis ihr auf ihrer Seite seid.

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Satire

Darf man alles durch den Kakao ziehen? Wo liegen die Grenzen der Satire? Und wenn Satire Kunst sein sollte, darf sie alles? Was ist mit der Meinungsfreiheit? Fragen über Fragen, die sich jeder ehrliche Journalist (sollte es ihn denn geben) fragen muss, der sich auf das staubige Feld der Satire begibt.

Im September letzten Jahres wurde die Satiresendung „extra3“ 40 Jahre alt. Im Norden Deutschlands mehr oder weniger bekannt, hat sie sich der Politsatire gewidmet, einer Sparte, die heute einen sehr rüden und rauhen Ton angenommen hat. Aber gegenüber der „Anstalt“ und „Neo Royal“ sind „extra3“ und die bekanntere „Heute Show“ fast schon ziemlich zahme Formate, wenn man mal von einigen Treffern (Erdogan-Lied) absieht.

Ich muss aber erinnern, dass die „Nacht des Herrn“ ursprünglich ein Satireblättchen gewesen ist. Jetzt taucht hier und da noch ein wenig Satire auf. Schließlich bin ich erwachsen geworden und meine Interessen haben sich geweitet: Gott und die Welt, Politik als auch Religion, Wirtschaft und der alltägliche Wahnsinn, oder wie „extra3“ titelt: „Irrsinn der Woche“. Und um es genau zu nehmen, gehöre ich noch nicht einmal zu den Herausgebern der originalen Schrift, nur zum näheren Umkreis.

Und die Kollegen, die sich mit der extra-3 Redaktion den Flur teilen, machen sich aauch so einige Gedanken zur Satire. Diese Gedankensplitter gehen durchaus konform mit oben genannten Punkten.

How to dump Trump?

forum012917 „Die Geister, die ich rief…“ Wie kann man einen Präsidenten wieder loswerden, der noch nicht einmal die Mehrheit des US-amerikanischen Volkes repräsentiert? Alles, was er im Wahlkampf versprochen oder angedroht hat, macht er jetzt wahr. Die Dummheit scheint ihm aus dem Gesicht geschnitten. Er selbst wähnt sich mit Teflon gerüstet: Trump lässt alles an sich abprallen.

Aber wer zu ihm hält, ist nicht besser als die Neonazis hier in Deutschland. Viele Künstler, Wirtschaftler, gebildete Menschen und einfache Leute mit Hirn wenden sich gegen ihn und das, was er vertritt: ein „faschistoides“ Amerika. Kim Kardashian (man mag über solche Personen denken was man will) – ich denke es ist auch nur ein unter ihrem Namen veröffentlichter Artikel, den jemand anders geschrieben hat – sie hat folgende Statistik veröffentlicht:

statistic-of-killing

Bemerkenswert ist: Die Gefahr von einem Amerikaner erschossen zu werden ist in den USA wesentlich höher als von einem eingewanderten Terroristen, der noch nicht einmal aus den Herkunftsländern der eigentlichen 9/11 Attentäter stammt. Diese fallen nämlich nicht unter den „Terroristen“- Bann von Pres. Trump. Tja, dumm gelaufen: „Wer einmal lügt …“

Aber mal ehrlich: Wie wird man Trump wieder los? Man kann ihn ja schlecht auf die Müllkippe verbringen. Zumal das Endlager noch gefunden werden müsste, das ihn und seine Lügen sicher verwahren könnte.

Sehr schön: Trumps Horrorkabinett (von Johannes Schlüter, extra drei):

Dann noch das hier: Die erste Woche mit Pres. Trump:

Hinunter ist der Sonnenschein

Nikolaus Herman veröffentlichte 1560 den Text zu diesem Abendlied. Melchior Vulpius vertonte 1609 diesen Text auch mehrstimmig. Die Rezensionen über dieses Lied sind spärlich. Heinrich Schütz soll es auch neuvertont haben. Allein es fehlt mir der Erweis. Auch im Internet ist kein wikipedia-Eintrag festzustellen. Das neue römisch-katholische Einheitsgesangbuch „Gotteslob“ hat es verbannt. Im Gotteslob 1975 steht es im Stammteil unter der Nr. 705 mit einer Textänderung in der ersten Strophe: „Hinunter ist der Sonne Schein …“ Auch das EG unter der Nr. 467 folgt dieser Textvariante. Nach dem Lied ist dort auch der vierstimmige Satz von Vulpius veröffentlicht.

1. Hinunter ist der Sonnenschein,
Die finstre Nacht bricht stark herein;
Leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht,
Laß uns im Finstern tappen nicht!

2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag
Vor Schaden, G’fahr und mancher Plag‘
Durch deine Engel hast behüt’t
Aus Gnad‘ und väterlicher Güt‘.

3. Womit wir hab’n erzürnet dich,
Dasselb‘ verzeih uns gnädiglich
Und rechn‘ es unsrer Seel‘ nicht zu,
Laß uns schlafen mit Fried‘ und Ruh‘!

4. Durch dein‘ Engel die Wach‘ bestell,
Daß uns der böse Feind nicht fäll‘;
Vor Schrecken, G’spenst und Feuersnot
Behüt uns heint, o lieber Gott!

Im Gotteslob und EG endet die letzte Strophe:

Vor Schrecken, Angst und Feuersnot
behüte uns, o lieber Gott.

Dieser Schluss ist etwas gefälliger. Das ganze Lied klingt wie ein vertontes Abendgebet. Es erinnert mich an die Gebete meiner Kindheit, als wir vor dem Bettchen und dem großen Kreuz knieten, welches über der Schlafstätte angebracht war. Dabei war auch immer ein Schutzengelgebet. Das ganze Lied macht den Eindruck, dass hier zumindest ansatzweise solch ein katholisches Schutzengelgebet Pate gestanden hat für dieses lutherische Abendgebet.

Hl. Schutzengel mein,
lass mich Dir empfohlen sein.
In allen Nöten steh mir bei
und halte mich von Sünden frei.

In dieser Nacht, ich bitte Dich,
beschütze und bewahre mich. Amen.

Heute sehe ich das Lied im Kontext der liturgischen Texte der vergangenen 3. Sonntags im Jahreskreis (Lesejahr A), die uns auch explizit noch einmal auf die Weihnachtszeit verweisen:

Das Volk, das im Dunkel lebt,
sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen,
strahlt ein Licht auf. (Jes 9,1)

Und im Evangelium heißt es:

Das Volk, das im Dunkel lebte,
hat ein helles Licht gesehen;
denen, die im Schattenreich des Todes wohnten,
ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden:
Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. (Mt 4,16.17)

Jesus Christus ist das Licht, das auch heute durch seine Nachfolger in der Welt leuchtet. Manchmal aber scheint es, als ob die Flamme erstickt würde in den Alltagssorgen, politischen und wirtschaftlichen Irrungen und Wirrungen. Die Dunkelheit in der Welt nimmt zu.

Und dabei sollte uns doch die Klarheit und Wahrheit des Herrn umleuchten. Statt dessen ist es die Finsternis der Unvernunft und der Unbarmherzigkeit.

Ich glaube nicht an einen Geist des Bösen, der personifiziert außerhalb der menschlichen Person existiert. Auch wenn viele meinen: Wenn es Engel gibt, muss es auch ein Pendant dazu geben. Nein, denn es gibt ja auch kein Pendant zum Menschen. Im Menschen ist das Gute und das Böse angelegt. Die Macht des Bösen ist aber stärker als das Licht. Immer wieder bricht es tiefe Schneisen in den Kreislauf des Lebens.

In letzter Zeit frage ich mich: Widersage ich dem Bösen wirklich, um in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben? Oder ist das nur ein Lippenbekenntnis, das meine Eltern für mich bei der Taufe und ich dann bei der Firmung spreche(n)? Jesus zu folgen, heißt den allzu verlockenden Parolen – auch den populistischen – zu widersagen. Nächstenliebe ist keine Theorie. Jesus fordert die Praxis: Kehrt um! Das Himmelreich (nicht irgend ein Menschenreich) ist nahe!

O bleib bei uns, Herr, denn es will Abend werden.

Das Phänomen der Lüge

https://i1.wp.com/files.alexanders-seite.webnode.at/200002605-6520266ac2/CiVxF6sWEAAx69z.jpgKünstlermund tut Wahrheit kund. Nehmen jetzt Putin und Trump Europa und vielleicht die ganze Welt in die Zange? Was ist Wahrheit? Was ist Lüge? Wer hat die Zahlen (vielleicht auch die Bilder mit Photoshop bearbeitet?) der Teilnehmer zu Trumps Amtseinführung gefälscht? Wer ist der Lügner: der, der die Medien der Lüge bezichtigt und der selbst am laufenden Band Beleidigungen ungestraft ausstößt und andere für seine eigenen Dummheiten (resp. Lügen) in den Knast bringen will, oder derjenige, der die Augen vor der Realität nicht verschließt und zumindest in großen Teilen versucht, realitätsnah zu recherchieren und zu berichten?

Fragen über Fragen. Eines ist sicher: DIE Medien sind nicht gerade ohne Schuld (siehe: Der Fall Christian Wulf); aber keiner hat das damals bemerkt. Und so ist es auch heute. Nur eines ist anders: Die Macht des Internets und der „freien“ Meinungsäußerung über Twitter, Facebook und Co. hat potenziell zugenommen. Es herrscht ein allgemeines Misstrauen gegenüber den etablierten Medien (außer gegenüber der Regenbogenpresse, z.B. BILD) und eine geradezu schwammartige Gläubigkeit gegenüber den Fake News im Internet. Wie ein Schwamm das Wasser aufsaugt, so saugen die Populisten die gefakten (oder soll ich sagen „getürkten„) Nachrichten aus den Schmieden der Lüge und Intrige auf. Was sollten sie auch sonst aufnehmen: Die Wahrheit ist für sie ja Lüge.

Es fällt nicht schwer Trump in bester Gesellschaft mit einem Erdogan zu wähnen, welcher im übrigen sein Machtpotenzial weit über die Befugnisse eines amerikanischen Präsidenten auszubauen versucht bei weiterschreitender Einschränkung der allgemeinen Meinungs- und Pressefreiheit.

Putin reicht den Kuss zum Bruderschluss. Und hinter ihnen steht ein Hitler, still und unerkannt. Allen gemein ist der Wahn sich auf dem Boden der Demokratie zu bewegen – oder die bewusste Täuschung der Welt -, obwohl die Präsidenten selbst schon eine Despotie anstreben oder bereits geschaffen haben. Die Welt sieht es nur nicht, denn sie ist im Netz der Lügen, populistischer und rechts- wie aber auch linkspolitischer Intrigen gefangen. Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Eine Lüge wird nicht wahrer, wenn man sie mantra-artig vor sich hinkäut.

Was ist aus dem Spruch geworden: Wehret den Anfängen? Augen auf, liebe Welt!!! Ansonsten heißt es nur allzu schnell: Hinunter ist der Sonnenschein …

Ein kleiner TRUMPeter

https://i1.wp.com/bilder.t-online.de/b/80/08/15/94/id_80081594/610/tid_da/beziehungen-entspannen-donald-trump-und-wladimir-putin-.jpg… wird heute als 45. Präsident der Vereinigten Staaten inauguriert. Ein Amt, dass diesem feisten Lügner und Betrüger gar nicht zusteht. Wie sonst hätte er solch ein Immobilienmogul mit machtpolitischen Größenwahntendenzen werden können, wenn nicht mit einer gehörigen Portion Lug und Trug. Und das schon ein bisschen mehr als Fake, fake news, die er selbst verbreitet (über Twitter in die Welt trumpetet). Und sein Busenfreund (hier im Bild neben ihm) wird entgegen landläufiger fake news nicht zur Inauguration nach Washington kommen.

Eines muss man ihm lassen: Er hat seit spätestens 1999 geduldig gewartet, bis die Zeit reif war und die Menschen in den USA dumm genug, um auf seine Mantras hereinzufallen. Seine Tweets zeigen eindeutig, das er sich auch als Präsident nicht anders verhalten und als ein Unternehmer, der letztendlich nach einer großen Depression und auch Ent-täuschung (sowohl als auch) spätestens in 4 Jahren sein Amt abgeben muss, sein großes Spiel verlieren wird. Und die Welt dreht sich auch dann weiter, ohne den kleinen TRUMPeter.

Fake News

https://i1.wp.com/sociallyurban.com/wp-content/uploads/2016/05/20-Donald-Trump-Lies-blog-post-sociallyurban-nose-long-e1463212580423.jpgLügen verbreiten sich in Windeseile. War es bisher „nur“ Mobbing  ist es jetzt gezielte Falschmeldung, um Stimmung zu machen oder/ und Geld zu verdienen. Und alle Leute empfinden das schon als normal. Besonders in den Ländern, in denen eh zuerst das Geld und dann die Moral kommt. Der neue Präsident der USA ist ein Lügner, der geschickt nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in Ausübung seines Amtes in Zukunft das Internet nutzt, um seine Inkompetenz durch die Behauptung zu untermauern, die Anderen (sprich: alle seine Gegner) seien die Verbrecher und Lügner. Und er wiederholt das mantraartig, so dass seine Anhänger das ebenfalls wiederkäuen und als Wahrheit ausgeben. Und viel mehr noch: Seine lügnerischen Anhänger werkeln fleißig mit an diesem Lügengebäude. Die Medien können nichts dagegen ausrichten, denn in Trump’s Lügenmaschinerie sind sie ja die Lügenpresse.

Es ist, wie es ist: Trump ist ein Lügner. Ein moderner Pinocchio. Und wenn er nicht irgenwann über seine lange Nase zu Fall kommt, dann müsste eigentlich die Justiz ihn hinter Gitter bringen. Gebe Gott, dass er nicht noch großen Schaden anrichtet mit seiner begrenzten Oberschülerhaften Weltsicht. Sollten solche Verbrecher überhaupt Präsident werden dürfen? Werden die Kandidaten nicht irgendeinem Eignungstest unterzogen. Da sollte man zukünftig einmal drüber nachdenken. Twitterfähigkeit ist kein Qualifikationsmerkmal. Twittern kann heute jedes Kind.

Dass Politiker es noch nie so wirklich mit der Wahrheit hatten, ist aber kein Freibrief dafür, dass ein offensichtlicher Lügner das höchste Staatsamt ausüben darf und so viel Macht auf sich vereint, dass einem Angst und Bange werden könnte. Früher gab es noch Affären, über die die Präsidenten zu Fall gebracht wurden. Aber die amerikanische Doppelmoral scheint gegen so viel falschem Spiel machtlos zu sein. Ein journalistischer Leitspruch hieß früher: Only a bad news is a good news! So muss es wohl heute umformuliert werden: Only a fake news is a good news. Und die Verschwörungstheoretiker haben im wahrsten Sinne des Wortes Hochkonjunktur.

First Lady Michelle Obama Carpool Karaoke

Da muss ich doch noch einen neuen Beitrag anfangen. Das wird es wohl unter Trump so nicht geben:

Obama Soul

In den letzten Tagen herrschte in Athen und Berlin Ausnahmezustand: Barack Obama war als scheidender US-Präsident auf Goodwilltour durch Europa. Griechenland – das Ursprungsland der Demokratie – bedachte er mit einer bemerkenswerten Rede. Sein „Vermächtnis“ sollte auch gleichzeitig als Rechtfertigung der Wahl Trumps zum neuen Präsidenten der USA dienen. Obama wollte den Europäern sagen: Auch mit Trump geht die Demokratie in Amerika nicht den Bach herunter. Und in Berlin bekräftigte er noch einmal, dass die USA zu ihren Bündnispflichten stehen müsse.

Naja, wir werden sehen. Im Gegensatz zu Idiocracy bin ich mir eben nicht so sicher, ob die Verwantwortlichen in den USA sich bewusst sind, dass sie einen dummen Fehler gemacht haben.

Für meinen Teil war er ein guter Präsident; der erste Schwarze im Weissen Haus; ein authentischer Mensch wie auch seine Familie, der die Türen offen gehalten hat. Trump hingegen ist – das ist leider keine griechische Mythologie – ein Janus-Kopf. Weisser Mann spricht mit gespaltener Zunge.

Und auch wenn ich Halloween nicht mag: Hier noch zwei wirklich coole Auftritte im Weissen Haus. POTUS – war mir auch neu, dass das eine so geläufige Abkürzung ist, daß sie schon die kleine Kinder kennen: President Of The United States.