Politik und Religion

Als Jugendlicher habe ich mich eher als unpolitischen Menschen gesehen. Ich war nie in einer Partei; und außer in der FDJ auch keiner anderen gleichartigen Vereinigung. Aber ich war schon immer Pazifist.

Da liegt dann wohl auch der Knackpunkt, weshalb ich über die Jahre zu der allgemein anerkannten Überzeugung gelangt bin, dass es keine unpolitischischen Menschen geben kann. Jeder und jede hat so seine Vorstellungen, wie die Welt ist und wie sie seiner Meinung nach sein sollte. Ich muss keiner Partei angehören, ich muss in keinem Parlament tätig sein. Allein wie ich mein Leben gestalte, macht mich zu einem sozialen Wesen und zu einem Politiker.

Letztendlich ist jeder Mensch, der am Stammtisch oder in der Familie seine Meinung kundtut ein politisches Wesen. Auch jeder, der dem gerade so beliebten Populismus anheim fällt (was ja am Stammtisch besonders gut geht).

Da sind dann auch die Medien, die die politischen Meinungen anheizen. Die klassischen Medien, die gerne von den Populisten als Lügenpresse beschimpft werden: Radio, Zeitung, Zeitschriften und Fernsehen. Und auf der anderen Seite das Internet mit seinen sozialen Medien: Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp (u.ä.), um nur die wichtigsten zu nennen, nicht zu vergessen das Darknet, aus dem die anderen Sozialmedia mit Fakenews und Schlimmeren beliefert werden. Fakenews verbreiten, scheint eh eine neue Sportart geworden zu sein. Dabei hilfreich: das Gewissen nicht zu haben oder ausschalten zu können, was heutzutage schon von Kindesbeinen an, v.a. in der Schule, trainiert wird. Auch bemühte Journalisten springen auf den populistischen Zug auf oder tappen in so manche Falle, weil sie zu oberflächlich recherchieren.

Kann ich als Christ politisch sein? Durchaus, denn Jesus hat sich schon damals zu brisanten gesellschaftlichen und religiösen Fragen geäußert, Stellung bezogen und von den Leuten gefordert. Nicht jeder muss dabei ein parteipolitisches Amt antreten. Es reicht, wenn sich jeder eine klar nachvollziehbare Meinung bildet und diese aus seinem erwachsenen und mündigen christlichen Glauben auch gegenüber der Welt (Arbeitskollegen, Familie, Schulkameraden etc.) vertritt. Dazu ist es immanent notwendig, den Glauben zu stärken und sich auch eine dezidierte religiöse Meinung zu bilden. Die Trennung von Kirche und Staat – an deren Notwendigkeit zum Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft keiner rütteln möchte – hat leider zu irrigen Meinungen geführt, dass z.B. Religion Privatsache sei und Christen keine Politik machen sollten. Leider hat zu der letztgenannten Meinung auch die CDU/CSU aktiv beigetragen, v.a. im areligiösen Osten der Republik.

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Fest der Auferstehung

Zur Osterzeit

Ostergedicht

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.
Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum` zu blühen fangen an.So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein` neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

 

Friedrich Spee (1592 – 1635)

Where’s the revolution?

Ihr wurdet kleingehalten
Ihr wurdet herumgeschubst
Ihr wurdet angelogen
Ihr wurdet mit Wahrheiten gestopft
Wer trifft eure Entscheidungen?
Ihr oder eure Religion,
Eure Regierung, eure Länder?
Ihr patriotischen Junkies!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Schon viel zu lange
Haben sie auf euch gepisst
Eure Rechte missbraucht
Eure Ansichten abgelehnt
Sie manipulieren und drohen
Mit dem Schrecken als Waffe
Ängstigen euch, bis ihr betäubt seid
Zermürben euch, bis ihr auf ihrer Seite seid.

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Ein Basketball und 87 Bounces

In 40 Tagen um die Welt. Ein Roman von Jules Vernes, der auch schon einige Male verfilmt wurde. Das heutige Video zeigt einen Basketball, der sich durch die Filmwelt schlägt.

Herbst

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Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg‘ ein ferner Frühlingstag.

Theodor Storm (1817 – 1888)

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Rule Britannia

FlaggenDas Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland auf den Inseln bricht nicht auseinander. Good shave the Queen. 😉 Die Schotten haben sich mit ziemlich klarer Mehrheit gegen die Unabhängigkeit entschieden.

Die Tagesschauredaktion schreibt auf ihrer Homepage:

„Schottland bleibt Teil Großbritanniens. Beim Referendum über die Unabhängigkeit entschieden sich die Schotten mit klarer Mehrheit gegen die Loslösung und für die Fortsetzung der seit 307 Jahren bestehenden Union mit England sowie mit Wales und Nordirland. Dem Endergebnis zufolge haben 55,3 Prozent mit Nein und 44,7 Prozent mit Ja gestimmt.

Die Gegner der Abspaltung kamen damit laut BBC auf 2.001.926 Stimmen. Die nötige Schwelle zur Entscheidung des Referendums lag bei 1.852.828 Stimmen. Die Beteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent.“

Eine traumhafte Wahlbeteiligung. Wenn sich genau so viele Thüringer am Sonntag an der Wahl ihrer Landesvertreter beteiligt hätten, vielleicht hätten wir dann nicht so ein Erfurter Paradoxon: Die CDU gewinnt die Wahl und muss jetzt darum bangen weiter zu regieren. Der Wahlverlierer SPD hat es in der Hand mit der CDU oder aber mit den Dunkelroten und den Grünen die Regierung zu bilden. Aber das interessiert knapp 47% der wahlberechtigten Thüringer kaum, denn sie haben sich entschieden, den Sonntag anderweitig zu verpennen.

Blockbustaz

Wer hat schon gegen „Blockbustaz“ (42048 Stimmen) in der Abstimmung eine Chance? Der Tod mit seiner Sitcom „Jetzt ist Sense“ (8495 Stimmen) konnte sich leider nicht durchsetzen. Aber man kann sich beide Piloten anschauen:

Blockbustaz hier

Jetzt ist Sense hier

und last and least auch den dritten Beitrag: Alibi Agentur hier

Infos zur Aktion auf ZDFneo: Der Tod und die Sitcom.

Der Tod und die Sitcom

Da wollte ich heute mal wieder gemütlich in meinen verlinkten blogs lesen und da stolper ich gerade über einen Beitrag im Bestatterweblog: Jetzt ist Sense. Na, klar, denke ich, was sonst soll auf einem Bestatterweblog auch stehen als ein Artikel über den Sensenmann. Aber wenn man weiterliest, erlebt man eine Überraschung.

ZDFneo –  wer guckt das schon – bringt Ende August (also in knapp 4 Tagen und 3 Stunden) eine Sitcom heraus, die zwei Haupthelden hat: einen Schlüsseldienstfuzzi Andi und seinen besten Freund, den Tod. Ja, den Sensenmann, der allerdings nicht mehr mit Kapuzenkutte, Knochenhand und Sense daherkommt sondern im Anzug und einfach stoisch seine Arbeit macht. Bei Andi hat er noch einen gut, weil er den aus dummen Zufall und Schusseligkeit hat leben lassen. Jetzt wird er sein bester Freund, hat endlich mal jemanden zum ratschen und folgt ihm seitdem überall nach. Andi ist der einzige, der den Tod sehen kann, was ihn selbst verständlicherweise nervt, denn seine Umgebung hält ihn zunehmend für verrückt.

Interessanter Plot. Erinnert mich ein bisschen an: Die Geschichte vom Brandner Kasper. Wobei ich ja die Version mit Bulli Herbig ganz toll finde. Hier noch die entsprechende Seite von ZDF-neo: Jetzt ist Sense. Das Verrückte dabei ist jedoch: Diese Sendung ist nur ein Pilot, der erst zur Serie wird, wenn er die Abstimmung gewinnt. Also fleißig voten – für den Tod. Denn Sterben müssen wir doch alle, oder?

Kirschblüte in Japan

Kaum sind die ersten Frühblüher raus und auch die Krokusse schon, brechen bei mir die Fernwehgefühle aus. Dieses Jahr denke ich dabei nicht nur an meine geliebten Berge, auch die Kirschblüte in Japan hat es mir angetan. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich den Hintergrund meines Rechners vor einigen Tagen von Winter- auf Frühlingswallpapers umgestellt habe. Und dabei die japanische Kollektion erwischt habe.

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Schenkt man den Beschreibungen von さくら (Sakura) – japanische Kirschblüte – Glauben, so ist dieses Ereignis Anlass zu vielen Kirschblütenfesten und geradezu ausgelassenen Familien- oder Freundesausflügen, bei denen man sich mit einer Unterlage und Bier und Sake ausgerüstet unter die üppig blühenden Kirschbäume setzt. Volksfestartige Zustände in dem sonst eher eintönig betriebsamen Land. Die Blütezeit beginnt in der Region Kyushu im Süden Japans Mitte bis Ende März und „zieht“ dann nach Norden, wo es die Region Hokkaido Anfang Mai erreicht. Die japanische Kirsche macht in den verschiedensten Variationen von weiß- bis rotblühenden Arten etwa die Hälfte der Laubbäume in den Städten aus. Neben der Herbstlaubfärbung ist es eine der Hauptreise- und Urlaubszeiten in und nach Japan. Sakura markiert den Beginn der warmen Jahreszeit.

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Welcome to the World of Anthropocene

Our planet is transformed by humanity. This video shows us the transport ways by water, on land and in the air in the whole world. Very amazing and thinkable. Our global village. Don’t forget to switch „HD on“ and fullscreen. It looks realy great. Pay attention to the homepage of „Welcome to Anthropocene„.