Where’s the revolution?

Ihr wurdet kleingehalten
Ihr wurdet herumgeschubst
Ihr wurdet angelogen
Ihr wurdet mit Wahrheiten gestopft
Wer trifft eure Entscheidungen?
Ihr oder eure Religion,
Eure Regierung, eure Länder?
Ihr patriotischen Junkies!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Schon viel zu lange
Haben sie auf euch gepisst
Eure Rechte missbraucht
Eure Ansichten abgelehnt
Sie manipulieren und drohen
Mit dem Schrecken als Waffe
Ängstigen euch, bis ihr betäubt seid
Zermürben euch, bis ihr auf ihrer Seite seid.

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Der Zug kommt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Der Motor brummt
Also steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!
Steigt ein!

Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!
Wo ist die Revolution?
Los, Leute,
Ihr enttäuscht mich!

Urban Legends

Moderne Sagen (englisch: urban legends, urban myths), auch Großstadtlegenden, moderne Mythen, Wandermärchen oder -sagen, sind verwandt mit Ammenmärchen und Schauermärchen. Meist sind es mehr oder weniger schrullige oder gruselige Anekdoten, die heutzutage nicht nur mündlich in Schulen, auf Arbeit oder in Kneipen oder auf der Straße, sondern zunehmend per E-Mail, in Internetforen aller Art oder über Facebook, weitergegeben werden. Die Entstehung der Geschichten lässt sich größtenteils nicht mehr ermitteln. In wenigen Fällen gelangen sie als Nachrichten in die Medien. Schlampige Recherchen und jahreszeitlich bedingte Löcher (nachrichtenarme Zeiten) tragen dazu bei. Auch von den Medien bewusst in die Welt gesetzte Zeitungsenten (siehe Aprilscherze) können zu solchen Urban Legends werden. Auf vielen Internetforen (auch und besonders den Seiten, die sich mit Verschwörungstheorien beschäftigen) kann man ganz verschiedene Geschichten lesen.

Eine beliebte Form ist die Story, die dem Freund eines glaubwürdigen Bekannten passiert sei. In den USA vor allem hat sich daher die Bezeichnung „FOAF tales“ (Friend of a friend tales) etabliert. Die Forschung verwendet statt des Begriffes „Legenden“ eher den Begriff „Sage“ oder „Überlieferung“, denn Legenden haben ja eigentlich einen gewissen Wahrheitskern, den diese Geschichten eben meist nicht haben. Dennoch sind die Begriffe nicht so sauber getrennt, wie es sich die Wissenschaft manchmal wünscht. Außer den erwähnten FOAF gibt es auch jede Menge nasty legends („Fiese Sagen“); dieser Begriff weist auf den brutalen und schwarzhumorigen Inhalt mancher Geschichten hin.

Es werden aber auch alte Volkssagen modernisiert. Sie drehen sich um Themen wie: Krankheit, Tod oder Krieg. In einem neuen Gewand erlangen sie auch manchmal einen ziemlich hohen Wahrheitsanspruch. Ähnlich wie die Kategorie der Verschwörungstheorien stehen Rachegeschichten und Kriminalgeschichten hoch im Kurs. Im Mittelpunkt vieler Geschichten stehen Ängste. Angst vor Krankheit, Angst vor dem eigenen Versagen, Angst im Umgang mit der Technik im Alltag … Angst vor Diskriminierung und Diffamierung, aber auch Angst vor dem weltweiten Terrorismus, Angst vor dem Weltuntergang und viele andere Ängste mehr.

Eine durch Print- und andere Medien stark verbreitete Erzählung ist „Die Geschichte von George Turklebaum„, die teilweise unter anderem Namen auftaucht, hier jedoch im Buch „Die Quadratur des Kekses“. In diesem Buch finden sich noch hundert andere Geschichten dieser Machart.

Auch die Geschichte, dass die NASA für eine Million US-Dollar einen speziellen Kugelschreiber namens Space Pen entwickeln ließ, zählt zu diesen modernen Sagen. Dieser solle auch im Weltall unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit zuverlässig funktionieren, während die Sowjetunion der Einfachheit halber einen Bleistift benutzte.

Ein großangelegte Legendenmaschine war: „The Blair Witch Projekt„.  Als dieser Film 1998 gedreht wurde, kursierte nicht nur die Story als wahrheitsheischende Legende, mit Interviews, Dokumentationen und „gefundenen“ Filmaufnahmen, sondern auch viele Internetaktivitäten, wo auf verschiedenen Plattformen – aufgrund absichtlich verbreiteter irreführender Informationen des Filmstudios – diskutiert wurde, ob es sich um eine tatsächliche Dokumentation oder einen Spielfilm handelte.

Zu den besten Urban Legends zähle ich jedoch auch die Randnotiz der Geschichte, dass die Welt wieder einmal untergehen soll, weil in diesem Jahr ein Kalender abläuft. Dieser muss eine ziemlich lange Laufzeit haben. Aber in Ermangelung der Anwesenheit seiner Erschaffer kann dieser nicht mehr fortgeschrieben werden. Weil man dem Volk, das diesen Kalender angeblich genutzt haben soll, mystisch-magische Kräfte nachsagt, wird der Weltuntergang auf den 21. Dezember 2012 festgeschrieben. Also macht euch bereit und schaut vorher den Film des berühmten Katastrophenfilmers Roland Emmerich, der weiß ja immer Bescheid. Und kommt nachher nicht bei mir an und sagt, ich hätte euch nicht gewarnt.